• 13. Februar 2023 · 18:41 Uhr

Was bei McLaren mit einem eigenen Windkanal besser wird

Zur Mitte der Saison 2023 soll der neue Windkanal von McLaren fertig sein, doch den MCL60 wird es nicht beeinflussen - Vorteile auch in finanzieller Natur

(Motorsport-Total.com) - Um den Sprung an die Spitze der Formel 1 zu schaffen, hofft das McLaren-Team, dass der neue Windkanal bald Auftrieb geben wird. Im Vergleich zu den Topteams hat das britische Team ein Infrastrukturdefizit, doch Mitte des Jahres 2023 soll der neue Windkanal fertig werden und dem Team bessere Simulationen ermöglichen.

McLaren MCL60

Der neue McLaren MCL60 für die Formel-1-Saison 2023 Zoom Download

"Der Nutzen der Infrastruktur ist weitreichend und zahlt sich über lange Zeit aus", sagt Teamchef Andrea Stella. "Wenn die neue Infrastruktur Mitte des Jahres in Betrieb genommen wird, sollten wir sie realistischerweise ab 2024 sehen."

Auf den MCL60 wird der neue Windkanal jedoch keine Auswirkungen haben, selbst wenn man zu Saisonmitte mit dem Bau fertig sein sollte. "Es wird sehr schwierig sein, das 2023er-Auto zu beeinflussen, weil wir uns dann bereits voll und ganz auf das 2024er-Auto konzentriert haben werden", erklärt Stella.

"Sagen wir also, er liefert vielleicht 50 Prozent des Nutzens beim Start der Entwicklung des Autos für 2024 und hoffentlich 100 Prozent des Nutzens bei den Entwicklungen in der Saison 2024", fügt der Italiener hinzu. Somit wird erst der McLaren von 2025 das erste Auto sein, was komplett auf den hauseigenen Windkanal zurückzuführen ist.

Aktuell nutzt das Team aus Woking noch den alten Toyota-Windkanal in Köln, der aber nicht mehr auf dem neuesten Entwicklungsstand ist. McLaren-CEO Zak Brown sagte im vergangenen Jahr, dass man vor allem mit den Simulationen bei heißen Bedingungen zu kämpfen hat. Dementsprechend war der Saisonstart 2022 in Bahrain alles andere als optimal.

Stella: Auch weniger Kosten durch neuen Windkanal

"Hinzu kommt, dass das Fehlen eines Windkanals mit mehr Kosten verbunden ist, als man vielleicht denken könnte", sagt Stella. "Wenn wir den Windkanal mieten, müssen wir zum Beispiel eine beträchtliche Gebühr zahlen. Wenn wir einen eigenen Windkanal haben, sparen wir einen großen Betrag, den wir in den Ausbau des Teams investieren wollen."


Fotostrecke: Formel 1 2023: Das Design des McLaren MCL60 von Norris & Piastri

"Wenn ich also das Fehlen eines Windkanals und die Größe der Belegschaft in Betracht ziehe, denke ich, dass McLaren in der Vergangenheit einen konkurrenzfähigen Job gemacht hat. Wir sind mit dem, was auf der technischen Seite passiert ist, sehr zufrieden. Und jetzt liegt es eher an uns, die technische Seite mit der richtigen Ausrüstung und mit der richtigen Team-Power auszustatten, um tatsächlich an der Spitze mithalten zu können."

Gleichzeitig verrät der neue McLaren-Teamchef, dass man die ersten Updates für das 2023er-Auto, den MCL60, für das vierte Rennen anpeilt. Nach der Absage des Großen Preises von China wird dies Ende April in Aserbaidschan sein.

"Was die Entwicklung anbelangt, so werden es hoffentlich ein paar Monate in der Saison sein, hoffentlich weniger", sagt Stella auf das Updateprogramm angesprochen. "Das könnte also mit dem vierten Rennen zusammenfallen. Wir werden sehen, wie schnell wir dieses Projekt auf den Weg bringen können."

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