• 19. Dezember 2022 · 08:40 Uhr

Andrettis Formel-1-Traum: "Wir sind wirklich nah dran!"

Michael Andretti kämpft weiter um einen Formel-1-Einstieg - Die einzige Option scheint dabei allerdings ein komplett eigenes Team in der Startaufstellung zu sein

(Motorsport-Total.com) - Obwohl Michael Andretti immer wieder auf Widerstand stößt, gibt er seinen Traum vom Formel-1-Einstieg nicht auf. Die Übernahme eines bestehenden Teams scheint dabei allerdings keine Option zu sein, nachdem bereits 2021 der Kauf von Sauber scheiterte.

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Michael Andretti fragt sich weiterhin, wie er es in die Formel 1 schaffen kann Zoom Download

So gab es zuletzt Gerüchte, Andretti könne den AlphaTauri-Rennstall von Red Bull übernehmen. Doch der US-Amerikaner verrät, dass die Bullen auch nach dem Tod von Firmengründer Dietrich Mateschitz kein Interesse an einem Verkauf haben.

"Nein, sie sind nicht interessiert", so Andretti gegenüber dem 'Indianapolis Star'. Er verrät im Hinblick auf seine Formel-1-Hoffnungen jedoch auch: "Wir arbeiten jeden Tag daran. Ich bin noch immer zuversichtlich. Wir kommen [einer Einigung] näher."

Andretti "wirklich nah dran" an der Formel1?

Er hoffe, dass man "in den nächsten Wochen" eine positive Rückmeldung von der Formel 1 erhalten werde. "Das wäre natürlich ein schönes Weihnachtsgeschenk", grinst Andretti und betont: "Wir haben das 'Okay' noch nicht bekommen, aber wir sind wirklich nah dran."

Die Übernahme eines bestehenden Teams wäre für Andretti deshalb einfacher, weil sich dadurch an den Einnahmen für die anderen Rennställe nichts verändern würde. Der Einnahmen-Kuchen würde dann weiterhin lediglich unter zehn Teams aufgeteilt werden.

Weil der Sauber-Deal allerdings scheiterte und wohl auch kein anderer Rennstall bereit zum Verkauf ist, möchte Andretti aktuell als elftes Team in die Formel 1 einstiegen - was dementsprechend weniger Geld für die aktuellen zehn Rennställe bedeuten würde.

"Wenn ein Team hinzukommt, wie können Sie dann nachweisen, dass Sie mehr Geld einbringen, als es tatsächlich kostet?", fragte Toto Wolff bereits vor einiger Zeit und erklärte: "Das elfte Team bedeutet eine zehnprozentige Verwässerung für alle anderen."

Andretti will überall mitmischen

Doch trotz der Skepsis einiger anderer Rennställe verfolgt Andretti jetzt den Plan, ein eigenes Team an den Start zu bringen - wohl auch wegen der negativen Vorerfahrungen beim versuchten Sauber-Kauf. "Das war ein Witz", berichtete er vor einigen Monaten.

"Wir waren so weit. Es war erledigt. Wir hatten einen Tag zum Unterschreiben angesetzt, und buchstäblich zwei Tage vorher änderten sie die Bedingungen. Im Grunde wollten sie immer noch die Kontrolle behalten. [...] Wir haben so viel Zeit vergeudet", ärgert er sich.


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Aufgegeben hat er seinen Traum von der Formel 1 aber auch nach all den Rückschlägen noch immer nicht. In Fishers bei Indianapolis entsteht gerade eine neue Andretti-Fabrik, in der in Zukunft unter anderem auch Formel-1-Rennautos gebaut werden sollen.

"Wir wollen in allen Formen des Rennsports vertreten sein - von Le Mans über Monaco bis zum Indy 500 und Daytona 500. Und in der Zukunft wollen wir das irgendwann einmal alles unter einem Dach haben. Das ist unser großes Ziel", so Andretti.

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