• 04. Mai 2021 · 17:07 Uhr

"Idiot" Masepin erhält Rückendeckung nach Beinahe-Kollision

Nikita Masepin wäre beim Formel-1-Rennen in Portugal beinahe mit Sergio Perez kollidiert - Haas-Teamchef Günther Steiner nimmt den Russen in Schutz

(Motorsport-Total.com) - Auch beim Großen Preis von Portugal machte Haas-Rookie Nikita Masepin negativ von sich reden. Zwar hielt der Russe sein Auto dieses Mal auf der Strecke, dafür wäre er beinahe mit dem zu diesem Zeitpunkt führenden Sergio Perez kollidiert, als dieser Maspein überrunden wollte. Die Rennkommissare sprachen gegen den 22-Jährigen eine Fünf-Sekunden-Strafe aus, die an seinem Resultat aber nichts änderte.

Nikita Masepin, Sergio Perez

Sergio Perez (l.) und Nikita Masepin hatten nach dem Rennen etwas zu besprechen Zoom Download

Nach dem Rennen bekam Masepin Rückendeckung von Teamchef Günther Steiner, der eine Teilschuld auf die Kappe des Teams nahm. Denn der Vorfall ereignete sich unmittelbar nach Masepins Boxenstopp. Ehe die blauen Flaggen nach der Boxenausfahrt gezeigt werden konnten, war es schon fast zu spät.

"Ich denke, das Signal für die blauen Flaggen kam sehr spät. Da war er bereits in Kurve zwei. Wir müssen unsere Kommunikation verbessern, wenn jemand aus der Box fährt und ein anderer von hinten auf der Strecke kommt", sagt Steiner.

Perez schimpft über "Idiot" Masepin

Was war passiert? Masepin kam einige Meter vor Perez zurück auf die Strecke, hatte aber kalte Reifen. Perez flog heran und wollte den Haas-Piloten in Kurve drei innen überholen. Zwar bekam Masepin von seinem Renningenieur den Hinweis, dass der Red Bull von hinten kommt, doch die Warnung kam offenbar nicht mehr rechtzeitig.


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Masepin machte die Tür zu, was beinahe zu einer Kollision geführt hätte. Unmittelbar danach entschuldigte sich Masepin bereits am Funk dafür, Perez hingegen schimpfte im gleichen Moment über den "Idioten" Masepin.

"Es war keine Absicht und schlussendlich ist auch nichts passiert", sagt Steiner: "So etwas sieht nie gut aus, aber fünf Sekunden machen am Ende nicht den großen Unterschied." Tatsächlich lag Masepin als Letzter der ins Ziel gekommenen Fahrer über eine Minute hinter dem Vorletzten Nicholas Latifi, der zuvor von Masepins Teamkollegen Mick Schumacher überholt worden war.

Renndirektor Michael Masi erklärte nach dem Rennen, die Strafe wurde nicht wegen der Anzahl der ignorierten blauen Flaggen ausgesprochen, sondern aufgrund der Beinahe-Kollision. "Ich denke, Checo [Perez] hat das akzeptiert", sagt Steiner.

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