• 03. Mai 2021 · 07:23 Uhr

Wer letzte Nacht am schlechtesten geschlafen hat: Portimao

Auch das soll's geben: Portimao war ein Wochenende ohne echte Verlierer, und so fällt unserem Chefredakteur diesmal partout kein Thema für seine Kolumne ein

(Motorsport-Total.com) - Liebe Leser/-innen,

Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen war einer von vielen, bei denen etwas schiefgelaufen ist Zoom Download

ich muss mich entschuldigen. Normalerweise klingelt bei mir am Montag nach einem Grand Prix um 4:30 Uhr der Wecker. Spätestens um 6:00 Uhr ist diese Kolumne dann online, pünktlich zum Frühstück für die Frühaufsteher unter unseren Lesern.

Heute ist das irgendwie in die Hose gegangen. Erstens, weil ich den Wecker wohl abgedrückt und verschlafen habe, und zweitens, weil mir partout kein Thema einfallen will. Wahrscheinlich habe ich deswegen verschlafen. Ich habe noch bis 2:00 Uhr gegrübelt, was ich heute Morgen schreiben soll. Eingefallen ist mir aber nichts.

Insofern beginne ich aus Verlegenheit mit einem Hinweis in eigener Sache: Unser beliebtes #LetzteNacht-Video, das normalerweise immer montags um 17:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de veröffentlicht wird (Jetzt abonnieren!), das gibt's ab sofort immer um zwei Stunden später um 19:00 Uhr. Dann sollten die meisten Zuschauer von der Arbeit zu Hause sein und live zuschauen können, was den großen Vorteil hat, dass man dann im YouTube-Livechat mit uns kommunizieren kann, sofern man das möchte.

Aber wer hat denn nun letzte Nacht am schlechtesten geschlafen?

Max Verstappen vielleicht, weil er Albträume von den Tracklimits hatte. Diese haben ihn in Portugal zuerst die Poleposition und dann auch noch den Bonuspunkt für die schnellste Runde gekostet. Nichtsdestotrotz wirkte er am Sonntagabend recht zufrieden. Er hatte das ganze Wochenende über viel zu wenig Grip geklagt. Dafür war die Performance im Rennen dann recht ermutigend.


Grand Prix von Portugal in der Video-Analyse!

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Oder Valtteri Bottas, der am Samstag zwar zum richtigen Zeitpunkt auf Poleposition fuhr, diese aber im Rennen nicht verteidigen konnte. Es ist immer die gleiche Leier: Wenn's drauf ankommt, holt Lewis Hamilton einfach mehr aus den Reifen raus als er. Andererseits: Ein Podestplatz wird ihm keine schlaflosen Nächte bereiten.

Daniel Ricciardo wäre vielleicht ein Kandidat. Seine Eingewöhnung bei McLaren dauert länger, als ihm das lieb ist. Aber am Ende seines (langen) ersten Stints fuhr er hervorragende Rundenzeiten - eine Bestätigung für das, was Andreas Seidl beharrlich vorbetet: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dem Australier der Knoten aufgeht.

Selbst Sebastian Vettel hatte schon schlechtere Rennwochenenden. P13 mag für den viermaligen Weltmeister kein Wunschresultat sein. Aber das Qualifying am Samstag hat gezeigt, dass es vorangeht - langsam, aber sicher. Ich bin davon überzeugt: Wenn Aston Martin die Probleme einmal in den Griff bekommt, dann wird auch Vettel aufblühen. Aber das dauert bei den Grünen (viel) länger als bei Mercedes.

Carlos Sainz hatte ein enttäuschendes Rennen, weil der Ferrari auf den Mediumreifen nicht schnell genug war, Yuki Tsunoda blieb diesmal farblos, und George Russell erlebte das schwierigste Rennen für Williams seit 2019, wie er selbst sagt. Aber das ist alles irgendwie nicht genug für einen echten Verlierer des Rennwochenendes, wie ich ihn sonst in der Kolumne thematisiere und genüsslich abwatsche.

Nikita Masepin würde mir da noch am ehesten einfallen. Er fiel in Portimao vor allem durch seine große Klappe auf, bevorzugt am Boxenfunk mit seinem Renningenieur, und als der Fahrer, der von seinen Kollegen inzwischen am häufigsten beschimpft wird. Aber Günther Steiner versichert mir, dass der Russe das in den Griff bekommen wird, früher oder später. Wollen wir das mal so glauben.

Am ehesten könnte man noch auf Kimi Räikkönen eindreschen, weil der auf ziemlich unbeholfene Art und Weise seinem eigenen Teamkollegen hinten draufgefahren ist. Aber selbst das reicht mir nicht für eine umfassende Kritik. Schließlich, so hat es Alfa Romeo im Nachhinein erklärt, wurden ihm just im Moment des Unfalls superwichtige Notfallinfos durchgegeben, und dadurch war er gezwungen, statt auf die Straße aufs Lenkrad zu schauen.


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Jetzt sollte ein Formel-1-Fahrer (vor allem einer mit Kimis Erfahrung) zwar dazu in der Lage sein, so eine Situation besser zu meistern; aber im Zweifel für den Angeklagten, und wenn Alfa Romeo den 41-Jährigen in Schutz nimmt, dann wollen wir das so glauben und nicht die Diskussion darüber aufmachen, ob er vielleicht langsam zu alt wird für die Geschwindigkeit, mit der in die Dinge in der Formel 1 ablaufen.

So fällt mir wirklich partout keiner ein, der letzte Nacht schlecht geschlafen haben könnte. Ein ganz schlechter Montag für einen leidenschaftlichen Dauernörgler wie mich. Aber ein gutes Zeichen: Es gibt keinen, bei dem richtig viel schiefgelaufen ist am vergangenen Wochenende.

Und so bleibt mir abschließend nur noch der Hinweis: Mein Kollege Stefan Ehlen hat sich beim Auswählen eines Themas für die Schwesterkolumne "Wer letzte Nacht am besten geschlafen hat" leichter getan. Seine Gedanken werden wie immer auf dem Schwesterportal Motorsport.com veröffentlicht.

Wir sehen uns um 19:00 Uhr auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de (Jetzt abonnieren!). Bis dann!

Ihr
Christian Nimmervoll

P.S.: Folge mir auf Facebook unter "Formel 1 inside" mit Christian Nimmervoll". Dort gibt's alle von mir verfassten Formel-1-Texte sowie Insiderinfos, Meinungen und Einschätzungen zu aktuellen Themen. Und natürlich die Möglichkeit, diese Kolumne zu kritisieren und zu diskutieren!

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