• 15. April 2020 · 13:48 Uhr

Formel 1 in Spielberg 2020: Österreich "will nicht im Weg stehen"

Solange die geltenden Coronavirus-Bestimmungen eingehalten werden, hätte Österreich nichts gegen die Austragung des Formel-1-Rennens in Spielberg

(Motorsport-Total.com) - "Wir wollen zumindest nicht im Weg stehen." Das sagte Österreichs Sportminister Werner Kogler in einer Pressekonferenz im 'ORF'. Er bezeichnete die Austragung des Österreich-Grand-Prix der Formel 1 auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg am 5. Juli als machbar, sofern die dann geltenden Coronavirus-Auflagen eingehalten werden.

Fans auf dem Red-Bull-RIng in Spielberg

Formel 1 in Österreich: Noch ist unklar, ob der Grand Prix 2020 stattfinden kann Zoom Download

Konkret sagte Kogler aber auch: "Letztendlich müssen die Sportverbände selbst entscheiden." Die Politik werde sich bemühen, die notwendige Unterstützungsarbeit zu leisten, "dass wir den Motorsportverbänden alle geltenden Richtlinien übermitteln und die schauen können, was geht sich aus oder nicht", so Kogler weiter.

Im Falle der Formel 1 in Spielberg gehe es nicht nur um die Abstandseinhaltung, sondern vor allem um die Ein- und Ausreisebestimmungen, erklärt der Sportminister. Bei der Rennserie handele es sich schließlich um einen "internationalen Tross im besten Sinn des Wortes".

Wenn alle Richtlinien eingehalten werden, dann ...

Die Durchführung des Grand Prix könne daher "entweder mit Quarantäne verbunden sein oder mit entsprechenden Gesundheitstestaten", meint Kogler, der in Sachen Ausnahmegenehmigungen zur Einreise nach Österreich auf jeden Fall "nicht vorgreifen will". Für solche Überlegungen sei es noch zu früh.


F1-Simulation: Eine Runde "rückwärts" in Spielberg

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Wie sähe es eigentlich aus, wenn die Formel 1 den Red-Bull-Ring in umgekehrter Richtung befahren würde? Wir zeigen es dir in diesem Video! Weitere Formel-1-Videos

Er habe aber bereits den Eindruck erhalten, "von der Formel 1 selbst, dass sich [das Rennen] aus ihrer Sicht ausgehen könnte. [...] Ich will mich da aber nicht einmischen, ich will nur die bestehenden Regelungen angewandt wissen."

Kogler: "Für uns ist wichtig, die Abstandsregelungen müssen gelten. Und irgendwann wird es natürlich auch eine Frage der Personen dieses Trosses sein, weil Zehntausende sind weniger günstig als Tausend, denke ich. Weil sich natürlich mit jeder Zahl die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass trotzdem etwas passiert."

Bloß kein Risiko, auch nicht für die Formel 1

Zumindest kurzfristig wird es in Österreich auch nicht zu Lockerungen der Einreisebestimmungen kommen, wie Innenminister Karl Nehammer versichert. Die derzeit "sehr strengen" Richtlinien würden "vorläufig so bleiben".

Begründung: "Weil es unsere Nachbarstaaten erstens einmal gleich tun und weil wir auf eines achten müssen: Wenn wir es schaffen, in Österreich die Infektionskurve klassisch abzuflachen, und wenn wir sehen, dass wir diesen positiven Trend fortsetzen können, [nämlich] weniger Infektionen als genese Menschen, dann dürfen wir eines nicht riskieren, dass wir eine Infektionskette ins Land holen, die sich dann wieder rasch verbreitet."

Auch deshalb wird in Österreich in Erwägung gezogen, den Grand Prix als "Geisterrennen" ohne Vor-Ort-Publikum auszutragen. Auf diese Weise würden lediglich die Rennteams und ihre Angestellten sowie die Formel-1-TV-Crew nach Spielberg reisen müssen, nicht aber Zehntausende Zuschauer.

Im aktuellen Formel-1-Rennkalender 2020 wird Österreich an zweiter Stelle geführt, hinter dem möglichen Auftaktrennen in Le Castellet in Frankreich, dessen Verschiebung oder Absage aufgrund der jüngsten Regierungsbeschlüsse nur noch eine Formsache sein dürfte. (Aktuelle Absagen und Verschiebungen in unserem Coronavirus-Ticker abrufen!)

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