• 11. April 2020 · 16:59 Uhr

Zandvoort: Deswegen ist ein Geisterrennen keine ernsthafte Option

Grand-Prix-Boss Jan Lammers erklärt, dass ein Geisterrennen in Zandvoort ein "undenkbares Szenario" sei - Er wolle eine große Party mit vielen Formel-1-Fans

(Motorsport-Total.com) - Wird es im Jahr 2020 überhaupt noch große Sportevents vor Live-Publikum geben? Daran glaubt in der Coronakrise nicht jeder. Auch die Formel 1 prüft deswegen aktuell die Möglichkeit, ihre Rennen ohne Zuschauer an der Strecke auszutragen - sogenannte Geisterrennen. Ross Brawn erklärte kürzlich, dass man so eventuell noch auf bis zu 19 Saisonrennen kommen könnte.

Max Verstappen

In Zandvoort hofft man auf eine große Party mit vielen Fans Zoom Download

Nicht alle Promoter haben allerdings Interesse an einer solchen Variante. In Zandvoort erklärt Grand-Prix-Boss Jan Lammers gegenüber 'Motorsport-Total.com', dass es für sein Rennen ein "undenkbares Szenario" sei, ohne Zuschauer zu fahren. "Wenn es ein Rennen gibt, dann darf es keine Kompromisse geben", stellt er klar. Das Rennen in Zandvoort ist aktuell - wie viele andere - auf unbestimmte Zeit verschoben.

"Für uns wäre es die Rückkehr der Formel 1 nach 35 Jahren", erinnert Lammers. Zuletzt wurde der Große Preis der Niederlande in Zandvoort 1985 austragen. "Das sollte eine große Party sein, die man mit allen feiern möchte", findet er. Daher sei es eigentlich keine Option, einen Grand Prix ohne Publikum zu veranstalten. Zumindest wolle man sich aktuell noch nicht damit befassen.


Die fertige Steilkurve in Zandvoort

"Wenn man uns diese Frage stellt, dann müssen wir ernsthaft darüber nachdenken", räumt er ein. Bislang habe es aber noch keine offizielle Anfrage seitens der Formel 1 gegeben. "Zum Glück ist das bislang noch nicht passiert. Unserer Meinung nach ist es einfach nicht möglich", betont er noch einmal. Eine Kritik an der Königsklasse sei das aber keinesfalls, stellt der Ex-Formel-1-Pilot klar.

"Wir dürfen nicht vergessen, dass FIA und FOM vor einer unglaublichen Aufgabe stehen", erinnert er und lobt: "Sie versuchen, so viel wie möglich zu retten: Teams, Promoter, Sponsoren. Sie tun alles, was man von ihnen erwarten kann. Sie denken über alle möglichen Szenarien nach. Und das ist gut." Das heißt jedoch nicht, dass man auch jedem Szenario zustimmen würde.

"Wir können nur hoffen, dass wir bald grünes Licht bekommen und schnell wieder einen Grand Prix haben werden", sagt Lammers und ergänzt: "Denn das würde bedeuten, dass das Virus etwas unter Kontrolle ist. Und das ist das Wichtigste bei der ganzen Sache." Bereits vor einigen Wochen erklärte Lammers, dass er generell kein Rennen veranstalten wolle, solange sich die Coronakrise nicht beruhigt habe.

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