GP Ungarn

Formel-1-Live-Ticker: Rosberg stichelt gegen Hamilton

Formel-1-Live-Ticker zum Nachlesen: +++ Rosberg: Hamilton baut wegen Alter langsam ab +++ 1.000 PS: Verstappen macht sich über Renault lustig +++

19:48 Uhr

Ricciardo erklärt Q1-Situation mit Perez

Für Daniel Ricciardo nahm das Formel-1-Qualifying in Budapest kein gutes Ende: Er flog schon in Q1 raus. Obendrein leistete er sich auf der Strecke eine Auseinandersetzung mit Sergio Perez, als er im Gerangel um "Track Position" ein sogenanntes Gentleman Agreement brach und überholte.

"Ich wollte kein Depp sein, sondern versucht einfach nur, meine Runde hinzukriegen. Denn ich wusste, dass ich zu diesem Zeitpunkt in Q1 festhängen würde", sagt Ricciardo und spricht von einer gewissen "Verzweiflung", die ihn zu dieser Entscheidung getrieben habe. Perez war trotzdem nicht gut auf den Renault-Mann zu sprechen, wie das folgende Video zeigt, in dem auch die strittige Szene enthalten ist.

P18, sagt Ricciardo, verzerre das Bild über die wahre Leistung seines Teams. "Dass wir von fast jedem geschlagen wurden, lässt es dramatischer und frustrierender erscheinen, als es eigentlich war", meint er. Im Vergleich zu Teamkollege Nico Hülkenberg, der Elfter wurde, fiel Ricciardo aber deutlich ab.


19:41 Uhr

1.000 PS: Verstappen witzelt über Renault-Leistungsangabe

Renault hat erklärt, sein Formel-1-Antrieb verfüge nun über eine Gesamtleistung von 1.000 PS. Was sofort den Spott von Max Verstappen auf sich gezogen hat.

Auf eine entsprechende Frage antwortete der Red-Bull-Honda-Mann: "Wenn sie von sich behaupten, 1.000 PS zu haben, dann haben sie ein wirklich schlechtes Auto." Diese Anspielung auf die Form des Renault-Werksteams brachte sogar Lewis Hamilton zum Schmunzeln. Verstappen schob rasch nach: "Ich denke, es ist besser, lieber Taten auf der Strecke sprechen zu lassen als Worte in den Medien."

Während sich die anderen Hersteller über ihre PS-Zahl ausschweigen - Valtteri Bottas etwa sagte, "die Ingenieure meinen, sie wissen es nicht" -, gibt Renault an, die 1.000-PS-Hürde im Qualifying zu knacken und im Rennen teilweise bis auf 950 oder 970 PS zu kommen, wenn auch nur für kurze Zeit zum Überholen.

Doch was Renault-Motorenleiter Remi Taffin da verraten hat, ist neu für Daniel Ricciardo. Der Renault-Fahrer meint: "1.000 PS hört sich für mich wie eine Neuigkeit an. Klingt cool. Aber ich habe bisher nichts dergleichen gehört."


19:32 Uhr

Wie Russell seine Mercedes-Chancen sieht

Toto Wolff hat George Russell bereits eine Absage für das Mercedes-Cockpit 2020 erteilt, aber wie steht Russell selbst zu diesem Thema? Vor allem nach einer Leistung wie im Ungarn-Qualifying? So: "Ich spreche immer mit den Leuten von Mercedes und mit Toto, unabhängig von meinem Abschneiden. Die richtig starke Leistung heute könnte helfen, wird aber wohl keinen Einfluss auf die Entscheidung von Mercedes haben."

Das klingt, als wüsste Russell nur zu gut, dass Mercedes nicht mit ihm plant für das nächste Jahr. Zumindest nicht mit einem Platz im W11 neben Lewis Hamilton.


19:25 Uhr

Apropos George Russell ...

Über den Williams-Piloten müssen wir uns an dieser Stelle noch einmal genauer unterhalten. Denn er hat heute im Qualifying geglänzt: P16! Er hat nicht nur den Teamkollegen Robert Kubica ganz alt aussehen lassen, sondern ist noch dazu vor beiden Racing-Point-Piloten und vor Daniel Ricciardo geblieben. Ja, richtig gelesen: Ein Williams fuhr aus eigener Kraft schneller!

"So gut habe ich mich noch nie in diesem Auto gefühlt", sagte Russell. "Für uns fühlte sich das an wie eine Pole-Runde." Williams habe einen solchen Befreiungsschlag gebraucht. "Die gesamte Saison bis hierher war unheimlich schwierig, aus so vielen Gründen", erklärt Russell.


19:10 Uhr

Russell zu Mercedes? Ausgeschlossen für 2020!

Neues in Sachen 2020: Mercedes vergibt das Cockpit des zweiten Silberpfeils an einen Piloten, der bereits beim Team unter Vertrag steht. "Es ist eine Entscheidung zwischen [Ersatzfahrer] Esteban [Ocon] und Valtteri [Bottas]", sagte Sportchef Toto Wolff in Ungarn. Außer den beiden sei niemand sonst mehr im Rennen um den Platz neben Lewis Hamilton.

Übersicht: Fahrer und Teams 2020

Das bedeutet: George Russell, der andere Mercedes-Junior in der Formel 1, wird definitiv nicht zum Zuge kommen. "Es käme zu früh. Ich möchte George nicht verbrennen", sagt Wolff dazu. "Ich glaube, dass es für einen jungen Fahrer, der das Talent hat, Weltmeister zu werden, auch nach hinten losgehen kann, wenn er in so ein Umfeld neben dem besten Fahrer seiner Generation, der seit sieben Jahren im Team ist, geworfen wird."

"Außerdem respektieren wir unsere Verträge", erklärt Wolff weiter. "Wir haben mit Williams einen Vertrag unterschrieben und wussten, was wir da tun. Das ist, wo er jetzt fährt und lernt." Und wo Russell demnach auch im kommenden Jahr anzutreffen ist.


19:03 Uhr

Was der Red-Bull-Formanstieg bedeutet

Mercedes-Sportchef Toto Wolff wertet den rasanten Formanstieg bei Red Bull als Zeichen dafür, dass sein Team nicht nachlassen darf. "Wir müssen uns selbst neu erfinden", sagte er nach der Pole-Position durch Max Verstappen in Ungarn. "Ich sehe das als wirklich positive Herausforderung."

Valtteri Bottas hatte zuvor angedeutet, Mercedes müsse nun noch härter arbeiten, um den Angriff Red Bulls abzuwehren. "Da hat er verdammt recht", meint Wolff. "Wir hatten eine gute Erfolgsserie. Jetzt müssen wir uns aber noch mehr anstrengen."

"Die anderen holen auf. Aufholen ist leichter als das Niveau zu halten und die Referenz vorzugeben. Es gibt einen Grund dafür, dass noch niemand sechs Konstrukteurs- und Fahrertitel hintereinander gewonnen hat. Weil es nicht einfach ist. Das ist uns klar. Wir müssen uns noch mehr anstrengen und wir müssen noch cleverer sein, um vorne zu bleiben."


18:55 Uhr

Mercedes: Nehmen Verstappen als WM-Gegner ernst!

Nicht erst seit seiner Siegfahrt in Hockenheim oder seit seiner Pole-Position in Budapest ist Max Verstappen einer, den es in der Formel-1-Saison 2019 zu beobachten gilt. Mercedes aber wertet den Red-Bull-Piloten nun zweifelsfrei als WM-Titelkandidaten. Die entsprechende Nachfrage dazu hat Sportchef Toto Wolff bejaht.

Begründung: "Es sind noch zehn Rennen zu fahren. Das sind 260 Punkte. Wie viel Vorsprung haben wir? 60? Man sieht schon an der reinen Mathematik, dass Max jemand ist, den wir ernst nehmen und als Titelrivalen betrachten müssen. Genauso, wie wir auch die beiden Ferrari-Fahrer als Titelrivalen betrachten müssen. Wir können es uns nicht leisten, den Fuß vom Gas zu nehmen."


18:39 Uhr

Die ideale Rennstrategie in Ungarn

Wo Sebastian Vettel gerade die Reifenstrategie im Rennen angesprochen hat: Wie immer gibt es dazu eine Empfehlung von Pirelli. Und die lautet: Stell dich schon mal auf eine Einstopptaktik ein bei den meisten Piloten. Denn hier sind die wahrscheinlichsten Strategien in absteigender Attraktivität mit den Reifensorten C2 (Hard), C3 (Medium), C4 (Soft):

- Start auf Soft bis Runde 24-30, dann Wechsel auf Medium bis ins Ziel

- Start auf Medium bis Runde 30-35, dann Wechsel auf Hard bis ins Ziel

- Start auf Soft bis Runde 22-28, dann Wechsel auf Hard bis ins Ziel

- Start auf Soft bis Runde 16-20, dann Wechsel auf Medium für 25-27 Runden, dann Wechsel auf Medium für weitere 25-27 Runden

Unterm Strich wird eine Zweistoppstrategie für das 70-Runden-Rennen in Ungarn nicht empfohlen, weil diese Taktik die Gefahr birgt, auf der Strecke Positionen zu verlieren. Und überholen gilt als "schwierig" am Hungaroring.

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