• 18. April 2017 · 07:42 Uhr

Formel-1-Antriebe: Renault testet neue MGU-K in Bahrain

Die Renault-Teams bestritten die ersten drei Rennen mit einer Vorjahres-Hybridkomponente - Werksteam testet fünf Kilo leichtere MGU-K für Einsatz in Sotschi

(Motorsport-Total.com) - Wie gerufen kommen die Bahrain-Testfahrten in dieser Woche für Renault. Das Werksteam geht am Dienstag und Mittwoch mit einer konkreten Agenda auf den Bahrain International Circuit: Ganz oben steht darauf die Einführung einer neuen MGU-K. Das Werksteam wird die überarbeitete Spezifikation des Hybridsystems auf Herz und Nieren testen und im Erfolgsfall bereits beim kommenden Großen Preis von Russland in Sotschi am letzten April-Wochenende einsetzen.

Nico Hülkenberg

Nico Hülkenberg testet am Dienstag für mehr Renault-Power in Bahrain Zoom Download

Die ersten drei Grands Prix des Jahres bestritten die Renault-Teams - neben dem Werksteam also auch Red Bull und Toro Rosso - mit der MGU-K des Vorjahres. Die 2017er-Version hatte bei den Wintertests in Barcelona Probleme bereitet und sich als nicht zuverlässig genug erwiesen. Deshalb griff man in der Motorenschmiede im französischen Viry auf die alte Komponente zurück, die allerdings fünf Kilogramm schwerer ist und Systemleistung kostet. Die Teams mit Renault-Antrieben gingen also mit Zusatzgewicht in die ersten Rennen, was besonders bei Red Bull beklagt wurde.

Dennoch lautete die Devise bei den Franzosen: "Sicherheit zuerst" - und das nicht ohne Grund: Nach dem technischen Reglement der Formel-1-Saison 2017 dürfen die Rennställe in der 20 Rennen langen Saison nur vier Power-Units pro Fahrzeug einsetzen, alles darüber hinaus wird bestraft. "Das ist eine echte Herausforderung", stöhnt Renault-Boss Cyril Abiteboul bei 'Autosport'. "Sobald wir die Zuverlässigkeit unter Kontrolle haben, können wir weitere Fortschritte bringen." In Sachen MGU-K-Einheit soll es nun soweit sein, die überarbeitete Version kommt in dieser Testwoche in den R.S.17.


Fotostrecke: GP Bahrain, Highlights 2017

"Das wird uns beim Gewicht und hinsichtlich des Gesamtpakets helfen. Es wäre gut, die komplette Konfiguration für 2017 wieder zusammen zu haben", wird Abiteboul zitiert. Nico Hülkenberg am Dienstag und Sergei Sirotkin am Mittwoch werden die neue Komponente auf dem Bahrain International Circuit ausprobieren. Ob auch die Kundenteams die überarbeitete MGU-K verbauen, konnte Abiteboul vor den Tests nicht bestätigen. "Diese Entscheidung liegt bei ihnen", so der 39-Jährige.

Sollte die Standfestigkeit nun passen, könnten die Renault-Teams in Sotschi endlich mit dem kompletten R.E.17-Antrieb fahren, der noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung sein soll. "Es gibt viele Bereiche, in denen wir Fortschritte erzielen werden", verspricht Abiteboul. Möglicherweise könnte schon zum übernächsten Rennen in Barcelona Mitte Mai eine komplett neue Ausbaustufe des Renault-Motors kommen, spätestens aber zum Kanada- oder Aserbaidschan-Grand-Prix im Juni. "Darauf arbeiten wir hin", so der Franzose, der "definitiv ein Upgrade vor dem Sommer, zum siebten oder achten Rennen" verspricht.

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