• 10. Oktober 2016 · 09:04 Uhr

Dennis: Jenson Button wird nach vier Monaten langweilig sein

McLaren-Teamchef Ron Dennis geht davon aus, dass Jenson Button nach kurzer Zeit in Rennrente Langeweile verspüren wird - Comeback 2018 greifbares Szenario

(Motorsport-Total.com) - Noch vier Rennen, dann wird die aktive Formel-1-Karriere von Jenson Button nach 305 Grand-Prix-Starts vorerst beendet sein. Nicht wenige rechnen damit, dass Abu Dhabi 2016 das letzte Rennen in der langen Karriere des Routiniers sein wird, der 2017 eine Auszeit nehmen wird und Stoffel Vandoorne bei McLaren den Vortritt lässt. Doch Teamboss Ron Dennis ist sich nicht sicher, ob Button nicht doch 2018 wieder im Auto sitzen wird - eine Option darauf besitzt der Brite zumindest.

Ron Dennis, Jenson Button

Ron Dennis wollte Jenson Button nicht zur Konkurrenz ziehen lassen Zoom Download

"Ich denke, dass ihm nach vier Monaten ziemlich langweilig sein wird. Er wird hungrig sein, und die Möglichkeit für ein Comeback besteht", betont Dennis gegenüber 'Sky Sports F1'. Vorher habe sich Button nach 17 Jahren Formel 1 aber eine Pause verdient: "Wir werden mental alle ein bisschen müde, aber bei den Fahrern passiert das auf körperlicher und mentaler Ebene. Ich schaue mir dann an, wie es ihm geht."

Bis dahin soll Button aber aus der zweiten Reihe weiter in die Entwicklung eingebunden werden und sich für 2018 fit halten. Dieses Szenario sorgte zwar bei der Verkündung für Verwunderung, doch Dennis hat sich dabei etwas gedacht, wie er meint. Denn Button war zuvor bereits vollständig in die Entwicklung von McLaren und Honda involviert und drohte möglicherweise, zu einem anderen Team abzuspringen - Williams zeigte etwa Interesse.


Fotostrecke: Top 12: Jenson Buttons beste Rennen

"Wir mussten die Möglichkeit schließen, dass die Daten zu einem anderen Team gehen. Weil wir ihn involviert haben wollten, mussten wir ihn für 2018 unter Vertrag nehmen - das haben wir getan", unterstreicht Dennis. Ob Button dann zurückkommt, weil Fernando Alonso einen Schlussstrich zieht oder weil Stoffel Vandoorne vielleicht nicht überzeugen kann, das lässt Dennis bewusst offen: "Man kann nur schwer vorhersagen, was 2018 passieren wird, aber ich denke nicht, dass es ein schlimmes Problem ist, wenn man drei großartige Fahrer besitzt."

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