• 18. November 2022 · 15:03 Uhr

F1-Training Abu Dhabi: Max Verstappen klar schneller als Russell

Max Verstappen braucht nur ein Training für die Freitagsbestzeit - George Russell im Mercedes auf P2 - Ferrari enttäuscht über Longrun-Performance

(Motorsport-Total.com) - Max Verstappen hat sich im zweiten Freien Training zum Grand Prix von Abu Dhabi 2022 die Bestzeit gesichert. Der Red-Bull-Pilot verwies George Russell (Mercedes) um 0,341 und Charles Leclerc (Ferrari) um 0,453 Sekunden auf die Plätze - und das, obwohl er das erste Freie Training zugunsten von Freitagsfahrer Liam Lawson ausgelassen hatte.

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Max Verstappen sicherte sich die Bestzeit im zweiten Freien Training in Abu Dhabi Zoom Download

Verstappen klagte zwischendurch am Boxenfunk über Schwierigkeiten mit den Bremsen, benötigte außerdem meistens zwei Runden, um nach einer schnellen Push-Lap die Reifen wieder abzukühlen. Dabei waren die Asphalttemperaturen um rund 15 Grad niedriger als zum heißesten Zeitpunkt in der ersten Session am Nachmittag.

"Das Auto", sagt Verstappen, "war in einem guten Fenster. Keine Probleme in FT2. Im Longrun funktioniert das Auto ganz gut. Ich bin zufrieden. Wir haben auch ein paar Dinge ausprobiert, und die funktionieren. Normalerweise sollten wir hier besser sein als in Brasilien. Insgesamt war das gut."


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Lewis Hamilton (Mercedes), der Schnellste des ersten Trainings, verlor 0,615 Sekunden auf die Bestzeit und belegte damit den vierten Platz, gefolgt von Sergio Perez (Red Bull) und Carlos Sainz (Ferrari). Sainz war bei einem seiner Stopps kurz besorgt um einen seiner Mechaniker, der die Hand beim Losfahren auf dem Reifen gelassen hatte. Passiert ist dabei aber nichts.

Longruns: Das Entscheidende sind die Daten

Doch viel wichtiger als die absoluten Bestzeiten sind am Freitag üblicherweise die Longruns, wenn in der zweiten Hälfte der Session mit viel Benzin an Bord und gebrauchten Reifen im Hinblick auf Sonntag getestet wird. Eine detaillierte Analyse der Longruns gibt's im Laufe des späteren Freitagabends auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de.

Dass Ferrari dabei nicht allzu gut abgeschnitten hat, das ist schon vor der Datenanalyse klar. Leclerc, auf die schnelle Einzelrunde gesehen immerhin Dritter, wunderte sich ein paar Minuten vor Schluss: "Warum sind wir so langsam?" Die Antwort seines Renningenieurs war eher beunruhigend: "Unsere Pace ist im Moment nicht großartig."

Wolff nach Mercedes-Pace optimistisch

Das sah bei Mercedes besser aus: "Im Moment sind wir auf einer einzelnen Runde und im Longrun am schnellsten", sagt Teamchef Toto Wolff im Interview mit 'Sky'. Trotzdem: "Ich glaube, es ist ein bisschen schwieriger als letztes Wochenende."

"Es ist das erste Mal so, dass das Muster umgedreht ist, dass wir auf die eine Runde schnell waren und im Longrun wir dann langsamer geworden sind, und die anderen haben sich gut stabilisiert. Wir müssen verstehen, warum das so ist", erklärt der Österreicher.

Für McLaren gab's die Positionen 9 (Daniel Ricciardo/+0,978) und 11 (Lando Norris/+1,231). "Ein anständiger Tag für uns", sagt Teamchef Andreas Seidl im Interview mit 'ServusTV'. "Wir konnten unser Programm wie geplant absolvieren. Ich glaube, wir sehen ein ähnliches Bild wie in den vorangegangenen Rennen: ein extrem enger Kampf zwischen Alpine, uns, Sebastian und Valtteri."

Mick Schumacher, der in Abu Dhabi seinen (zumindest vorerst) letzten Grand Prix bestreitet, sicherte sich Platz 17. Er hatte 1,693 Sekunden Rückstand auf die Bestzeit von Verstappen, war aber um 0,076 Sekunden schneller als Teamkollege Kevin Magnussen. Langsamer als die beiden Haas waren nur Pierre Gasly (AlphaTauri/+1,890) und Nicholas Latifi (Williams/+2,116).

Aston Martin: Q1 wird die schwierigste Hürde

Sebastian Vettel konnte am Abend nicht mehr ganz an die starke Performance des ersten Trainings anknüpfen. Der Deutsche bestreitet sein Abschiedswochenende und fiel vom sechsten auf den zwölften Platz zurück. Am Ende fehlten 1,249 Sekunden. Teamkollege Lance Stroll hielt er in FT2 um 0,152 Sekunden in Schach.

Wie die Chancen von Aston Martin an diesem Wochenende stehen, das sei "eine gute Frage", räumt Teamchef Mike Krack im Interview mit 'Sky', geführt vor dem zweiten Training, ein: "Ich glaube, wir werden uns nicht so leicht tun wie in Texas. Es wird aber besser sein als in Mexiko, so ein bisschen dazwischen."

Vettel hatte im ersten Training Platz 6 belegt. Eine solide Basis für den Rest des Wochenendes. Krack prognostiziert: "Ich glaube, die Alfa Romeos, gegen die wir jetzt hauptsächlich kämpfen in der Weltmeisterschaft, die werden schon ein bisschen schneller sein. Aber wir haben das zuverlässigere Auto und vielleicht auch ab und zu die bessere Strategie."

Nach FT2 sagte Krack gegenüber 'ServusTV': "Es war ganz gut. Ich hätte es nicht so gut erwartet, wenn ich ehrlich bin. Sebastian hatte auf seiner schnellsten Runde einen Verbremser in Kurve 6. Da wäre noch was gegangen. Die Longruns waren nicht schlecht. Die größte Schwierigkeit wird, durchs Q1 zu kommen. Wenn wir in Q2 kommen, ist alles möglich."

Wo kann man Qualifying und Rennen sehen?

In Deutschland exklusiv bei Sky. Das Qualifying am Samstag beginnt um 15:00 Uhr (Vorberichte ab 14:30 Uhr), das Rennen am Sonntag startet um 14:00 Uhr (Vorberichte ab 12:30 Uhr, jeweils deutscher Zeit). (ANZEIGE: Von 14. November bis 4. Dezember gibt's auf den Sky-Streamingdienst WOW im Sportangebot für sechs Monate mit 50 Prozent Rabatt um 14,99 Euro!)

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