• 26. Februar 2023 · 17:38 Uhr

Teams wollen dreifaches Antrittsgeld: Muss Andretti 600 Millionen zahlen?

200 Millionen Dollar sind den Formel-1-Teams nicht genug: Sie wollen das Antrittsgeld für Neueinsteiger wie Andretti mindestens auf 600 Millionen Dollar verdreifachen

(Motorsport-Total.com) - Muss Andretti bald das dreifache Antrittsgeld zahlen, um einen Platz in der Formel 1 zu finden? Aktuell ist für Neueinsteiger eine Teilnahmegebühr von 200 Millionen US-Dollar festgesetzt, die unter den anderen Teams aufgeteilt werden soll. Doch das scheint den Rennställen nicht genug zu sein: Sie wollen, dass die Gebühr auf mindestens 600 Millionen US-Dollar steigt.

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Muss Michael Andretti noch mehr Geld aufbringen, um in die Formel 1 zu kommen? Zoom Download

Sollte dieser Vorschlag durchkommen, wäre das noch einmal eine hohe Einstiegshürde für alle Interessenten, die sich derzeit bei der FIA um einen Platz in der Formel 1 bewerben. Andretti hatte verkündet, dass man bereit sei, die veranschlagten 200 Millionen Dollar zu bezahlen, eine Verdreifachung wäre aber noch einmal eine andere Hausnummer.

Das Antrittsgeld wurde im aktuellen Concorde-Agreement vereinbart, das im August 2020 unterschrieben wurde und für die Saisons 2021 bis 2025 gilt. Es garantiert jedem der bestehenden Rennställe 20 Millionen US-Dollar, die als Ausgleich für den potenziellen Verlust von Preisgeldern durch ein zusätzliches Team fungieren sollen.

ia FIA hatte erst im Januar die Tür für potenzielle neue Teams geöffnet und eine Ausschreibung gestartet. Es heißt, dass aktuell drei Teams ihr Interesse bei der FIA hinterlegt hätten: Andretti, Hitech und Panthera. Noch musste kein Interessent das Antrittsgeld bezahlen, doch sollte man als potenzieller Neueinsteiger ausgewählt werden, würde das zum Thema werden.

Die bestehenden Teams sind nun aber der Meinung, dass die ausgehandelte Summe nicht mehr ausreicht. Auf sie hatte man sich im Sommer 2020 auf dem Höhepunkt der Coronapandemie geeinigt, als Rennen ohne Zuschauer stattfanden und viele Teams in finanziellen Problemen waren und sogar vor dem Aus standen.

In den vergangenen drei Jahren hat sich die Situation jedoch deutlich verändert: Die Budgetgrenze hat die Ausgaben drastisch reduziert und die Netflix-Dokumentation "Drive to Survive" hat das Interesse an der Formel 1 neu entfacht, sodass die Teams mittlerweile gesund sind und potenzielle Käufer abwimmeln.

Kauf eines Teams als einziger Einstiegspunkt?

Sauber stand 2021 kurz vor einem Deal mit Andretti, bis der Plan doch noch scheiterte. 2026 wird das Team stattdessen nun zum Werksteam von Audi. Andretti hätte derweil immer noch die Option, ein bestehendes Team zu kaufen, um in die Formel 1 zu kommen. Das könnte aber teuer werden.

Es heißt, dass die Red-Bull-Bosse die Zukunft von AlphaTauri infrage gestellt haben. Laut Gerüchten soll das Team entweder nach Großbritannien verlegt oder verkauft werden. Allerdings dürfte der Kaufpreis weit über den potentiellen 600 Millionen Dollar liegen, dafür hätte Andretti mit den vorhandenen Anlagen einen guten Startpunkt und würde die Konkurrenz nicht stärken.


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ie Pläne, es als elftes Team in die Formel 1 zu schaffen, wurden jedenfalls bislang sehr frostig empfangen - selbst als man zuletzt eine Partnerschaft mit US-Konzern General Motors verkündete, die den Namen Cadillac in die Königsklasse bringen wollen.

Denn die Teams wissen, was ein elftes Team für Auswirkung auf sie haben könnte. Offiziell heißt es, dass man der FIA und der Formel 1 vertraue, dass sie beim Auswahlprozess fair entscheiden, ob ein Kandidat geeignet ist und dem Sport einen Mehrwert bringt. Hinter den Kulissen will man eine Ausweitung des Feldes über 20 Fahrzeuge hinaus jedoch vermeiden.

Wird die Nenngebühr schon vor 2026 erhöht?

Für 2026 wird erwartet, dass im neuen Concorde-Agreement ein deutlich höheres Antrittsgeld festgelegt wird. Darum würde Andretti auch gerne schon 2025 einsteigen, obwohl man dann noch eine Saison unter dem alten Motorenreglement absolvieren würde.

Und obwohl der Auswahlprozess schon gestartet ist, würden die bestehenden Teams die Nenngebühr schon für 2025 gerne hochsetzen. Das könnte passieren, wenn sich die zehn Teams und die Formel 1 einstimmig dafür entscheiden. Die Chancen dafür stehen nach monatelanger Debatte auch nicht schlecht.


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raglich ist, wie die potenziellen Neueinsteiger darauf reagieren, die sich unter anderen Vorzeichen bei der FIA gemeldet haben. Andretti würde die 200 Millionen Dollar bezahlen, doch ob die Amerikaner und ihre Investoren auch 600 Millionen Dollar aufbringen würden, ist eine andere Frage.

Womöglich eine, die im schlimmsten Fall gerichtlich geklärt werden müsste.

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