• 11. Februar 2023 · 12:00 Uhr

Steiner: Elftes Formel-1-Team hätte "keinen Vorteil" für andere

Haas-Teamchef Günther Steiner glaubt, dass eine Erweiterung des Starterfeldes für die bestehenden Formel-1-Teams aktuell "keine Vorteile" und "nur Risiken" birgt

(Motorsport-Total.com) - Zwar hat die FIA vergangene Woche das Bewerbungsverfahren für neue Formel-1-Teams offiziell eröffnet. Doch viele der bestehenden Teams bleiben hinsichtlich der möglichen Auswirkungen einer Neuaufnahme skeptisch.

Günther Steiner

Günther Steiner hat zu einem potenziellen elften Team eine klare Meinung Zoom Download

So äußert Haas-Teamchef Günther Steiner im Gespräch mit 'Sky Sports F1' erneut seine Bedenken und erinnert daran, dass man einige Teams vor fünf Jahren "umsonst bekommen konnte", sie aber niemand haben wollte. "Sie mussten zusperren. Und jetzt will plötzlich jeder ein Team haben. Es gibt viele Leute, die jetzt einfach auf der Erfolgswelle der Formel 1 mitreiten wollen", kritisiert er.

Doch gerade jetzt sei bei einer möglichen Erweiterung Vorsicht geboten, warnt Steiner: "Die zehn Teams, die hier sind, sind alle finanziell stabil, sie sind alle gut aufgestellt. Es ist im Moment ein sehr gutes Umfeld, niemand hat Probleme."

"Wenn man also ein elftes Team hinzufügt und es kommt zu einem Konjunktureinbruch oder so etwas, dann haben die Leute plötzlich Probleme, zu überleben."

"Warum also dieses Risiko eingehen, wenn es keine Vorteile gibt? Denn welche Vorteile bringt ein elftes Team?", fragt der Haas-Teamchef. Die Entscheidung liege zwar nicht bei ihm, sondern dem Rechteinhaber FOM und dem Dachverband FIA.

Steiner sieht keinen Nutzen, nur Risiko

Doch dürfte er mitreden, würde Steiner von einer Erweiterung absehen und das Formel-1-Feld so lassen, wie es ist: "Im Moment gibt es für die anderen Teams keinen Vorteil, wenn ein elftes Team dazukommt. Es gibt nur ein Risiko, keinen Nutzen."

Würde ein elftes Team aufgenommen, würde das die Anteile der bestehenden Teams am Preisgeld verringern. Um diesen Verlust auszugleichen, müsste jedes neue Team 200 Millionen Dollar in einen Verwässerungsfonds einzahlen, der gemäß dem aktuellen Concorde-Agreement unter den anderen aufgeteilt würde.


Fotostrecke: Neue Formel-1-Teams seit der Saison 1990

Viele Formel-1-Vertreter, darunter auch Steiner, haben jedoch darauf hingewiesen, dass diese Zahl überprüft werden müsse, sobald das nächste Concorde-Agreement für die Saison 2026 in Kraft tritt. Die Rede ist vom Dreifachen des derzeitigen Betrags.

Andretti wirbt Formel-1-Teams Gier vor

Bei Andretti und General Motors handelt es sich momentan um den öffentlich bekannteste Vorstoß zur Aufnahme in das Starterfeld der Formel 1. Dass sein Interesse auf so viel Skepsis gestoßen ist, hat Michael Andretti zuletzt scharf verurteilt.

Er sagte, dass "Gier" hinter dem Widerstand stecke, und dass die Teams "nur auf sich selbst schauen und nicht darauf, was das Beste für das allgemeine Wachstum der Serie ist".

Während die FIA den Prozess für mögliche neue Teams beaufsichtigt, hat sie betont, dass auch die Formel 1 als Inhaber der kommerziellen Rechte und die bestehenden Mitglieder der Rennserie einbezogen werden. Bewerber haben bis zum 30. April Zeit, ihre Interessenbekundungen bei der FIA einzureichen.

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