• 26. Januar 2023 · 07:56 Uhr

Fahrer, Autos, Kalender und mehr: Alles Wissenswerte zur Formel-1-Saison 2023

Was du über die Formel-1-Saison 2023 wissen solltest: Wir informieren dich über die Fahrer, die Autos, den Rennkalender und die Rennstrecken

(Motorsport-Total.com) - Kann Max Verstappen seinen WM-Titel erneut verteidigen? Mischt Mercedes wieder ganz vorne mit? Und wie schlägt sich Nico Hülkenberg bei seinem Comeback? Antworten auf diese Fragen zur Formel-1-Saison 2023 können wir noch nicht geben. Aber: Wir schildern dir in diesem Artikel alles, was du vor Saisonbeginn über das neue Rennjahr wissen solltest!

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Formel-1-Start in Abu Dhabi: 2023 sollen 23 Saisonrennen gefahren werden Zoom Download

Denn es hat sich einiges getan: Das Technische Reglement wurde im Detail modifiziert, der Formel-1-Kalender erneut umgebaut. Und auch einige Fahrerwechsel sorgen für frischen Wind in der Saison 2023. Doch der Reihe nach ...

Wer sind die Fahrer in der Formel-1-Saison 2023?

WM-Titelverteidiger Verstappen tritt auch 2023 für Red Bull an. Mit Sergio Perez hat er im dritten Jahr in Folge den gleichen Teamkollegen. So lautet die Ausgangslage auch bei Ferrari, dort mit Charles Leclerc und Carlos Sainz, die ebenfalls seit 2021 Seite an Seite aktiv sind.

Bei Mercedes stehen Lewis Hamilton und George Russell vor ihrer zweiten gemeinsamen Saison als Stallgefährten, genau wie Valtteri Bottas und Guanyu Zhou bei Alfa Romeo.

Bei anderen Teams wiederum hat sich vor der Saison 2023 einiges verändert. Den Startschuss dazu gab Sebastian Vettel mit seiner Rücktrittsankündigung im Sommer 2022, woraufhin Fernando Alonso zu Aston Martin wechselte, um dort für 2023 den Vettel-Platz zu übernehmen. Teambesitzer-Sohn Lance Stroll behält sein Cockpit für ein weiteres Jahr.

Bei Alpine tritt Pierre Gasly die Alonso-Nachfolge an und wird Teamkollege von Esteban Ocon. Den frei gewordenen Platz bei AlphaTauri übernimmt mit Nyck de Vries ein früherer Formel-E-Weltmeister. Er gibt 2023 sein Debüt als Formel-1-Stammfahrer, nachdem er bereits 2022 in Monza erstmals einen Grand Prix bestritten hat, als Ersatzmann bei Williams.

Mit Oscar Piastri stößt ein weiterer Formel-1-Neuling zum Feld. Der bisherige Alpine-Junior fährt 2023 als Teamkollege von Lando Norris für McLaren. So hat es das FIA-Schiedsgericht entschieden, nachdem Piastri zunächst von Alpine als Alonso-Nachfolger nominiert worden war.

Der bisherige McLaren-Fahrer Daniel Ricciardo hat für 2023 keinen Stammplatz erhalten und macht einen Schritt zurück in die zweite Reihe bei seinem früheren Team Red Bull. Dort arbeitet er künftig als Test- und Ersatzfahrer.

Wieder eine Vollzeit-Rolle übernimmt derweil Hülkenberg bei Haas an der Seite von Kevin Magnussen. Hülkenberg hatte zuletzt 2019 eine komplette Formel-1-Saison bestritten, damals noch für Renault. Seither kam er als Ersatzmann bei Racing Point beziehungsweise Aston Martin zu insgesamt vier Renneinsätzen in Vertretung der Stammfahrer. 2023 ist seine zehnte komplette Saison in der Formel 1.


Fotostrecke: Die Formel-1-Fahrer 2023

ülkenberg verdrängt damit seinen deutschen Landsmann Mick Schumacher, der nach zwei Jahren bei Haas keinen neuen Stammfahrer-Vertrag mehr erhalten hat. Auch der bisherige Williams-Fahrer Nicholas Latifi hat sein Formel-1-Cockpit verloren, statt ihm fährt 2023 Formel-1-Neuling Logan Sargeant neben Alexander Albon bei Williams.

Wann werden die Formel-1-Autos für 2023 vorgestellt?

Inzwischen haben alle zehn Teams einen Launchtermin bekanntgegeben. Allerdings werden dabei nicht alle auch wirklich schon ihr neues Auto zeigen. Einige Teams präsentieren lediglich ihr Design für 2023. Die Boliden wird man aber spätestens beim Wintertest zum ersten Mal sehen. Hier die komplette Liste:

31. Januar: Haas (VF-23) * Designpräsentation 3. Februar: Red Bull (RB19 / New York) 6. Februar: Williams (online) * Designpräsentation 7. Februar: Alfa Romeo (C43 / Zürich) 11. Februar: AlphaTauri (AT04 / New York) * Designpräsentation 13. Februar: McLaren (MCL37) 13. Februar: Aston Martin (AMR23 / Silverstone) 14. Februar: Ferrari 15. Februar: Mercedes (W14) 16. Februar: Alpine (A523 / London)

Wann erfolgen die Formel-1-Wintertests 2023?

Die Wintertests vor der Formel-1-Saison 2023 werden auf nur einer Strecke ausgetragen, vom 23. bis 25. Februar auf dem Bahrain International Circuit bei Sachir in Bahrain. Es gibt nur drei Testtage zu je acht Fahrstunden, pro Team ist nur ein Fahrzeug erlaubt. Ein Formel-1-Stammfahrer dürfte also im Schnitt auf eineinhalb Fahrtage kommen in der Vorbereitung. (Alle Testtermine und Testergebnisse in unserem Testcenter abrufen!)


Wie sieht der Formel-1-Kalender für 2023 aus?

Die neue Formel-1-Saison beginnt am 5. März 2023 mit dem Grand Prix von Bahrain auf dem Bahrain International Circuit in Sachir und endet am 26. November 2023 mit dem Grand Prix von Abu Dhabi auf dem Yas Marina Circuit.

Der Formel-1-Kalender 2023 ist mit 23 WM-Läufen der bisher größte in der Formel-1-Historie. Deutschland ist aber wie schon seit 2020 nicht mehr im Rennkalender vertreten. Vom angrenzenden Ausland werden mit Österreich, Belgien und den Niederlanden gleich drei Nachbarstaaten angesteuert.

Aufgrund der anhaltenden Coronavirus-Maßnahmen in China fällt der Grand Prix von China auch in der Formel-1-Saison 2023 aus. Der Grand Prix von Katar nimmt derweil einen dauerhaften Platz im Kalender ein, ganz neu dazu kommt der Grand Prix von Las Vegas.


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leinere Terminverschiebungen haben sich für den Grand Prix von Aserbaidschan und den Grand Prix von Belgien ergeben: Beide Rennen erfolgen 2023 einige Wochen früher als bisher, nämlich schon im April statt im Juni (Aserbaidschan) beziehungsweise im Juli statt im August (Belgien).

Hinzu kommen insgesamt sechs Sprintrennen, drei mehr als in der Saison 2022. Die Austragungsorte für die Formel-1-Sprints 2023 stehen bereits fest.


Welche Regeländerungen gibt es für 2023?

Die ganz großen Änderungen haben beim Technischen Reglement schon 2022 Einzug gehalten in der Formel 1. Zur Saison 2023 wird im Detail nachjustiert, konkret am Unterboden: Dieser muss nun um 15 Millimeter angehoben werden. Damit wollen die Verantwortlichen dem sogenannten Bouncing oder auch Porpoising entgegenwirken.

Interessant: Ursprünglich hätte die Regeländerung eine Anhebung um 25 Millimeter zur Folge haben sollen. Die Formel-1-Teams aber sprachen sich dagegen aus, weshalb es für 2023 zu einer Kompromisslösung gekommen ist.

Die höherliegenden Unterböden sollen vertikale Ausschläge minimieren und damit auch das Sicherheitsrisiko senken, nachdem die Fahrer in der Saison 2022 vor allem im ersten Saisondrittel durch das Bouncing regelrecht durchgeschüttelt worden waren.

Verschärft werden darüber hinaus die Unterboden-Tests, damit sich die Unterboden-Konstruktionen während der Fahrt nicht zu sehr verbiegen.

Als eine Folge des schweren Unfalls von Alfa-Romeo-Fahrer Zhou beim Grand Prix von Großbritannien 2022 in Silverstone wurde der Überrollbügel hinter dem Fahrerkopf verstärkt. Die Vorrichtung muss außerdem abgerundet sein, damit sich der Überrollbügel bei einem Überschlag weniger stark in den Boden eingräbt. Die Konstruktion soll 2023 insgesamt deutlich widerstandsfähiger sein.

Jedes Fahrzeug muss in der Saison 2023 mit größeren Rückspiegeln versehen sein, damit die Fahrer im Cockpit eine bessere Sicht nach hinten haben. Manche Teams haben die neuen Spiegel-Dimensionen bereits bei Trainingsfahrten ausprobiert. Statt 150 x 50 Millimeter sind ab 2023 Rückspiegel der Größe 200 x 60 Millimeter vorgeschrieben.

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Die Rückspiegel der Formel-1-Autos müssen 2023 größer ausfallen Zoom Download

aut dem Stufenplan des Finanziellen Reglements wird das Maximalbudget pro Team und Jahr für die Saison 2023 um weitere fünf Millionen US-Dollar abgesenkt, auf nun 135 Millionen US-Dollar oder umgerechnet rund 128 Millionen Euro.

Allerdings ist dieser Betrag auf einen Kalender mit 21 Rennen ausgelegt. Für die zwei zusätzlichen Grands Prix dürften jeweils weitere 1,2 Millionen US-Dollar veranschlagt werden, also umgerechnet weitere rund 2,3 Millionen Euro insgesamt.

Welche Regeln gelten 2023 für Aerodynamik-Tests?

In der Formel 1 gilt: Je besser ein Team in der Konstrukteurswertung der Vorsaison abgeschnitten hat, umso weniger Zeit steht dem Team in der neuen Rennsaison für Messungen im Windkanal oder Berechnungen mit virtuellen Simulationsprogrammen zur Verfügung.

Als Ausgangsbasis dienen folgende Werte: 320 Versuche im Windkanal, wobei ein Versuch beginnt, wenn die Windgeschwindigkeit über 5 Metern pro Sekunde steigt, und endet, wenn die Windgeschwindigkeit unter 5 Metern pro Sekunde fällt; für 80 Stunden dürfen Messungen bei Geschwindigkeiten über 15 Metern pro Sekunde erfolgen; die Gesamtzeit im Windkanal liegt bei 400 Stunden.

Wichtig zu wissen: Der Erstplatzierte der Vorsaison in der Konstrukteurswertung erhält jeweils 70 Prozent dieser Werte zugesprochen, muss also mit reduzierten Vorgaben arbeiten. Die Letztplatzierte wiederum darf 115 Prozent nutzen, bekommt also ein Plus für die Entwicklung.

2022 wurde ein Verstoß von Red Bull gegen das Finanzielle Reglement in der Saison 2021 festgestellt. Das Team hat umgerechnet knapp zwei Millionen Euro zu viel ausgegeben. Die Folge war eine Strafzahlung in Höhe von rund sieben Millionen Euro sowie eine zehnprozentige Reduzierung bei den Aerodynamik-Tests in der Saison 2023.

Das bedeutet: Red Bull als Gewinner der Konstrukteurswertung 2022 bekommt per Reglement ohnehin nur 70 Prozent der Aero-Entwicklungszeit zugestanden. Von diesen 70 Prozent werden nochmals zehn Prozent abgezogen. Damit landet das Team 2023 bei 63 Prozent.

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