• 13. Dezember 2022 · 18:30 Uhr

Mick Schumacher: Darum hatte es Kevin Magnussen 2022 leichter

Mick Schumacher erklärt, warum er in der vergangenen Saison mehr Druck als Kevin Magnussen hatte - Der positive Wendepunkt seiner Saison kam wohl zu spät

(Motorsport-Total.com) - Für Mick Schumacher ist 2023 kein Platz mehr in der Formel 1. Das dürfte auch daran liegen, dass er in der abgelaufenen Saison 2022 das teaminterne Haas-Duell gegen Rückkehrer Kevin Magnussen mit 12:25 WM-Punkten recht deutlich verloren hat.

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Mick Schumacher lag zu Saisonbeginn zu selten vor Kevin Magnussen Zoom Download

Im Qualifyingduell hatte der Däne die Nase am Ende sogar mit 16:6 vorne. "Er ist ohne große Erwartungen in diese Saison gegangen. Er hatte nichts zu verlieren, ich dagegen schon", verteidigt sich Schumacher nun in einem Interview mit 'auto motor und sport'.

Denn während Magnussen mit der Formel 1 eigentlich schon abgeschlossen hatte, war klar, dass 2022 für Schumacher eine richtungweisende Saison werden würde. "Unter den Vorzeichen war meine Herangehensweise im Rückblick wahrscheinlich falsch", gesteht er.

"Wir haben uns zu Beginn mit dem Set-up des Autos verloren, uns dann aber relativ schnell gefangen und die richtigen Entscheidungen getroffen. Wir haben wieder bei Null begonnen", so Schumacher, der vor allem zu Beginn des Jahres große Probleme hatte.

"Der eigentliche Durchbruch bei der Abstimmung fand in Kanada statt", erklärt Schumacher, der in den ersten neun Saisonrennen komplett ohne Punkte blieb, während Magnussen in den ersten vier Rennen direkt dreimal in die Top 10 gefahren war.

Schumacher gesteht: Durchbruch "ein bisschen Zufall"

"In Silverstone konnte ich dann zum ersten Mal zeigen, dass ich mich viel wohler im Auto gefühlt habe", blickt Schumacher zurück. Dort holte er als Achter seine ersten Formel-1-Punkte überhaupt, eine Woche später in Spielberg wurde er sogar Sechster.

Ab dem Kanada-Wochenende habe er ein Auto gehabt, "das zu mir gepasst hat und das wir stetig verbessert haben", so Schumacher. Besonders spannend: "Irgendwann ist der Kevin auch auf mein Set-up rübergesprungen", verrät der Deutsche.


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"Es gab ein Teil im Auto, bei dem ich nicht all zu sehr ins Detail gehen will, aber es hat mit der Vorderachse zu tun. Wenn man da etwas daran macht, was auf dem Papier gut aussieht, gibt es im Auto ein Gefühl, das schwer beherrschbar ist", berichtet er.

"Das Auto war in dem Punkt nicht konstant. Das haben wir eliminiert. Seitdem ging es viel besser", so Schumacher, der gesteht: "Es war schon ein bisschen Zufall dabei. Aber ich hatte den Ingenieuren schon öfter mal gesagt, dass ich das gerne ausprobieren würde."

Kein zusätzlicher Druck durch Haas-Ansage

"Im alten Auto hat es nicht gepasst, dafür im neuen umso besser", so Schumacher. Pech für ihn: Als er sich endlich wohler im VF-22 fühlte, war das Auto nicht mehr so konkurrenzfähig wie zu Saisonbeginn und Haas in der Hackordnung abgerutscht.

Doch genau da forderte Teambesitzer Gene Haas Punkte von ihm, um sein Cockpit zu behalten. "Das hat den Druck nicht erhöht. Punkte waren ein Ziel von uns allen. Wir hatten genügend Möglichkeiten sie abzuliefern", blickt Schumacher zurück.


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"Doch es gab leider auch genügend Gründe, warum es zu selten gepasst hat. Wir hätten sehr viel mehr Punkte auf dem Konto haben können, wenn die ein oder andere Situation anders ausgegangen wäre", erklärt der Deutsche, der nach Spielberg keine weiteren Zähler mehr holte.

Zwölf Punkte waren in Kombination mit einigen Unfällen schließlich zu wenig, um sein Cockpit auch 2023 zu behalten. War es für Schumacher rückblickend vielleicht sogar ein Nachteil, 2021 ohne großen Druck am Ende des Feldes gefahren zu sein?

War 2021 ein verlorenes Jahr?

"Ich wäre natürlich schon im ersten Jahr gerne um die Punkte gefahren. Vielleicht wäre ich dadurch besser vorbereitet in das zweite Jahr gegangen. Natürlich war dann der Druck höher. Ich musste ganz andere Probleme lösen als in der ersten Saison", gesteht er.

2021 hatte Schumacher seinen damaligen Teamkollegen Nikita Masepin im internen Qualifyingduell klar mit 20:2 im Griff gehabt. Allerdings duellierten sich die beiden im unterlegenen Haas VF-21 häufig nur um die beiden letzten Plätze.


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Wie geht es nun weiter? "Ich will auf jeden Fall in der Formel 1 bleiben und schaue mir jetzt die Optionen an, die es gibt. Und hoffentlich suche ich mir die richtige aus. Ich würde gerne allen, die nicht an mich glauben, beweisen, dass sie falsch liegen", so Schumacher.

"Ich weiß, was ich kann, habe es in den Junior-Kategorien bewiesen und sehen keinen Grund, warum mir das in der Formel 1 nicht auch gelingen sollte", gibt er sich kämpferisch. Aktuell wird er unter anderem mit einem Job als Mercedes-Ersatzpilot in Verbindung gebracht.

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