• 10. Mai 2022 · 15:59 Uhr

Ralf Schumacher: Russell ganz anderes Kaliber für Hamilton als Bottas

Sky-Experte Ralf Schumacher sieht George Russell momentan vor Lewis Hamilton bei Mercedes - Safety-Car-Glück, aber "wieder ein bisschen besser als Lewis" in Miami

(Motorsport-Total.com) - In der aktuellen Formel-1-Saison muss sich der siebenmalige Weltmeister Lewis Hamilton warm anziehen, wenn es nach Sky-Experte Ralf Schumacher geht, denn sein Mercedes-Teamkollege George Russell liegt zumindest in der Fahrerwertung mit 23 Punkten Vorsprung nach gerade einmal fünf Rennen deutlich vor dem Dominator der vergangenen acht Jahre.

Ralf Schumacher

Ralf Schumacher sieht George Russell momentan bei Mercedes im Vorteil Zoom Download

In den vergangenen Saisons hatte Hamilton mit Valtteri Bottas noch leichtes Spiel, denn der ehemalige Mercedes-Fahrer war zu keiner Zeit eine ernsthafte Bedrohung für den Briten. "Russell ist jetzt ein anderes Kaliber für Lewis als es Bottas war und vor allem ist er ein konstantes Kaliber", sagt der Sky-Experte.

Russell ist in seiner Debütsaison für das Mercedes-Team der einzige Fahrer im gesamten Feld, der in den ersten fünf Saisonrennen jeweils unter die Top 5 im Rennen fahren konnte, was die von Schumacher beschriebene Konstanz untermauert.

Schumacher: Russell auch in Miami "ein bisschen besser"

"Er ist auch jemand, der die Leute abholt - so wie Hamilton auch. Er macht einen sympathischen und sehr kumpelhaften Eindruck im Team", fügt er hinzu. "Er gräbt dem Lewis so ein bisschen das Wasser in jeder Hinsicht ab. Er kann das einfach besser händeln und das stört Lewis, da bin ich mir ziemlich sicher."

"Das ist klar, er ist ja ein Egoist, so wie wir das alle waren als Rennfahrer, und auch ich es war, das gebe ich ja auch zu. Auf jeden Fall, das muss ich sagen, wird es ihn stören. Hundertprozentig!"


Fotostrecke: Formel 1 2022 Miami: Das Wichtigste zum Sonntag

Dabei betont Schumacher allerdings auch, dass Russell beim Formel-1-Grand-Prix in Miami mit dem späten Safety-Car "Glück gehabt" hat, jedoch war er seines Erachtens "wieder ein bisschen besser" als der siebenfache Weltmeister.

"Lewis hadert immer noch mit dem Auto und hat sich oft beschwert - ok, das kennen wir auch wenn er schnell war - aber er hat da noch so seine Schwierigkeiten. Immerhin geht es in die richtige Richtung", beobachtet der Sky-Experte.

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