• 22. Juli 2021 · 14:41 Uhr

Montoya: Hamilton weiß, dass er ohne Risiko nicht Weltmeister wird

Für Juan Pablo Montoya bleibt Lewis Hamilton nichts anderes übrig, als gegen Max Verstappen aggressiv zu sein: "Er weiß, dass er sonst nicht Weltmeister wird"

(Motorsport-Total.com) - Bislang galt Max Verstappen als aggressiverer Pilot der beiden WM-Rivalen, doch in Silverstone kam es zur Kollision zwischen ihm und Lewis Hamilton, weil keiner von beiden zurückziehen wollte. Das hatte Hamilton nämlich laut eigener Aussage zuvor immer gemacht - diesmal aber nicht.

Max Verstappen, Lewis Hamilton

Zwischen Lewis Hamilton und Max Verstappen ging es heiß her Zoom Download

Für den ehemaligen Formel-1-Piloten Juan Pablo Montoya haben sich die Vorzeichen zwischen den beiden geändert: "Max war immer aggressiv, weil er wohl nie gedacht hat, dass er eine Chance auf die Meisterschaft haben würde", sagt der Kolumbianer in der Show "This Week with Will Buxton" auf 'Motorsport.tv'.

Aber in diesem Jahr ist es für ihn genau andersherum: "Max hat das schnellere Auto, Max gewinnt die Rennen und holt die großen Punkte", so Montoya nach den fünf Red-Bull-Siegen in Folge. "Und jetzt ist Lewis der, der das Risiko eingeht. Lewis weiß: Wenn er das nicht macht, wird er die Meisterschaft nicht gewinnen. Und das ist aufregend."

"Es ist toll zu sehen, dass er wieder so aggressiv ist und seine Chancen sucht. Hat er es versucht? Ja. War er da? Absolut", so Montoya. "Er war zu 100 Prozent neben ihm."


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Trotzdem bewertet er den Vorfall aus Silverstone dabei als Rennunfall. Hamilton habe zwar den Scheitelpunkt verpasst und etwas Untersteuern gehabt, Verstappen habe dem Mercedes-Piloten aber auch zu wenig Platz gelassen. "Er hat versucht, ihm den Raum für jemanden zu geben, der aus dem Weg fährt - nicht für jemanden, der dort bleiben möchte", sagt er.

"Hätte Max ihm etwas mehr Platz gelassen, wäre er trotzdem davor geblieben, glaube ich."

Montoya findet dabei auch interessant, wie Fahrer und Teams darauf reagieren und damit umgehen. "Jeder hat eine andere Meinung. In gewisser Weise ist das gut für die Formel 1, weil alle darüber reden."

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