• 12. Juni 2020 · 15:15 Uhr

Budgetobergrenze: Ausnahmen in Höhe von 40 Millionen US-Dollar bei AlphaTauri

Offiziell liegt die Budgetobergrenze ab der Saison 2021 bei 145 Millionen US-Dollar - Franz Tost erklärt, warum viele Teams diese Summe (deutlich) übertreffen werden

(Motorsport-Total.com) - Es ist kein Geheimnis, dass die neue Budgetobergrenze in der Formel 1 in gewisser Hinsicht eine Mogelpackung ist. Zwar dürfen die Teams auf dem Papier ab der Saison 2021 pro Jahr nur noch 145 Millionen US-Dollar ausgeben. Allerdings fallen zahlreiche Ausnahmen wie Fahrergehälter oder die Löhne der drei bestbezahlten Mitarbeiter nicht darunter.

Daniil Kwjat

AlphaTauri wird die Budgetobergrenze vermutlich gar nicht ausschöpfen Zoom Download

Gegenüber 'Sky' verrät AlphaTauri-Teamchef Franz Tost, dass bei seinem Rennstall - der vergleichsweise klein ist - so noch einmal rund 40 Millionen US-Dollar zusätzlich anfallen. "Also sprechen wir dann noch immer von einer Summe um die 185 Millionen Dollar. Das ist gerade jetzt - in dieser wirtschaftlich schwierigen Zeit - viel Geld", so Tost.

Man kann sich ungefähr ausmalen, was die Mehrkosten in Hohe von 40 Millionen Dollar bei einem Team wie AlphaTauri zum Beispiel beim "großen Bruder" Red Bull bedeuten, der deutlich höhere Ausgaben hat. Zum Vergleich: Das Jahresbudget von AlphaTauri liegt aktuell bei geschätzten 150 Millionen Euro, das von Red Bull ist mehr als dreimal so hoch.


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Grundsätzlich findet es Tost trotzdem gut, dass die Budgetobergrenze - zumindest auf dem Papier - noch einmal von 175 auf die angesprochenen 145 Millionen US-Dollar nach unten korrigiert wurde. "Das ist ein gutes Zeichen für die Formel 1. Ich persönlich hätte es begrüßt, wenn wir diese Budgetobergrenze noch weiter heruntergesetzt hätten", so Tost.

"Aber wir müssen natürlich auch einen gewissen Kompromiss eingehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass die drei Topteams in den letzten Jahren sehr viel Geld in die Infrastruktur investiert hatten. All diese Vorteile wollen sie natürlich nicht wieder verlieren", weiß der Österreicher. In den Jahren 2022 und 2023 soll der Kostendeckel jeweils noch einmal leicht sinken.

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