• 24. April 2020 · 12:16 Uhr

Coronakrise: Formel-1-Arbeitspause von 35 auf 63 Tage verlängert

Berichten zufolge hat die Formel 1 den Teams in der anhaltenden Coronakrise eine verlängerte Arbeitssperre von insgesamt 63 Tagen auferlegt

(Motorsport-Total.com) - Die Zwangspause der Formel-1-Teams wurde ein weiteres Mal verlängert. Das berichten mehrere Medien wie 'auto motor und sport' übereinstimmend. Demnach soll die Arbeitssperre der Rennställe - die vorgezogene "Sommerpause" - nicht nur 35 Tage, wie bisher angekündigt, sondern insgesamt 63 Tage andauern.

Ingenieure, Mercedes, Fabrik, Brackley

Die Arbeit in den Formel-1-Werken ruht bis auf weiteres, für insgesamt 63 Tage Zoom Download

Auch in den Werken der Motorenherstellern soll die Arbeit länger ruhen als bislang geplant, nämlich insgesamt 49 statt "nur" 35 Tage.

Allerdings: Wie 'Motorsport-Total.com' auf Nachfrage beim Automobil-Weltverband FIA erfahren hat, steht eine offizielle Bestätigung der Sperrzeit noch aus. Laut 'auto motor und sport' soll die Entscheidung darüber aber bereits am Donnerstag (23. April) gefallen sein.

Was eine Verlängerung bewirken würde

Die Motivation einer solchen Maßnahme läge auf der Hand: In einer Zeit, in der ohnehin keine Rennen gefahren werden, sollen die Kosten der Formel-1-Teilnehmer auf ein Minimum reduziert werden. Denn auch die Weiterentwicklung der Rennfahrzeuge liegt damit auf Eis.


Fotostrecke: Formel-1-Teams, die nie mehr siegten: 1996 bis 2013

Es wäre nicht das erste Mal in der Coronakrise, dass die vorgezogene Sommerpause verlängert würde: Die Formel 1 hatte die Zwangspause der Teams, offiziell "Shutdown" genannt, zunächst bei zwei Wochen belassen, die Sperre dann auf die Motorenhersteller ausgedehnt und sukzessive auf die nun angepeilte Dauer verlängert.

Wie im öffentlichen Leben soll es allerdings auch bei der Formel-1-Arbeitssperre aber erste Lockerungen geben: Wie 'auto motor und sport' berichtet, dürfen nach 50 Tagen Zwangspause exakt zehn Teammitglieder ihre Arbeit an Langzeitprojekten wieder aufnehmen. Die Aerodynamik-Entwicklung sei davon aber ausgenommen.

Die FIA verlangt Einsicht in die Arbeiten

Auch bei den Motorenherstellern sollen zehn Angestellte für Langzeitprojekte zurück an die Arbeit gehen dürfen, nach Ablauf von 36 Tagen in der vorgezogenen Sommerpause.

Einen Haken habe diese Lockerung jedoch: Sämtliche dieser Arbeiten müssten mit einer Frist von zehn Tagen vorab beim Automobil-Weltverband angemeldet werden, verbunden mit einer detaillieren Auflistung der Personen und deren genauen Aufgaben.

Indes ist weiter unklar, wann die Formel 1 ihre Saison 2020 beginnen könnte. Im aktuellen Rennkalender (Stand: 24. April) steht weiter der Frankreich-Grand-Prix in Le Castellet auf der Pole-Position, für den 28. Juni.

Derzeit firmieren noch 13 Veranstaltungen im Formel-1-Terminplan: alle Rennen ab Le Castellet. Für die verschobenen Grands Prix sind bisher keine offiziellen Ersatztermine nominiert worden. (Absagen und Verschiebungen im Coronakrise-Ticker verfolgen!)

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