• 17. Februar 2020 · 13:10 Uhr

James Key: Formel 1 muss nicht unbedingt elektrisch werden

McLaren-Technikchef James Key hält die Formel 1 für zukunftsträchtig, und zwar egal, auf welches Antriebskonzept man in kommenden Jahren setzt

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 steht vor einem Dilemma: Motorsport mit Verbrennungsmotoren scheint eine Sackgasse zu sein, die Hybridkomponente der aktuellen Antriebe greift vielen Herstellern zu kurz. Wohin also soll sich die Grand-Prix-Szene entwickeln, um auch in Zukunft relevant zu sein für Werke und Fans gleichermaßen?

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McLaren-Technikchef James Key hält dies für ein "besonders wichtiges Thema" und meint, die Formel 1 täte gut daran, mögliche Trends genau im Auge zu behalten. "Für die Zukunft gibt es viele Technologien, die man auf dem Radar haben muss", sagt Key. Er betont aber auch: "Es gibt genügend Alternativen."

Key denkt zum Beispiel konkret daran, dass sich die Formel 1 bei der Suche nach dem idealen Antriebskonzept gar nicht zu verbiegen brauche. "Es mag sich altmodisch anhören, aber: Die Energiedichte von Benzin ist unheimlich hoch. Und die gesamte Technologie rund um Verbrennungsmotoren gibt es bereits."

Noch kein Formel-1-Fahrplan für die Zukunft

Was Key damit sagen will: Auch unter diesen technischen Voraussetzungen könnte die Formel 1 eine Vorreiterrolle einnehmen, indem sie Wohlbekanntes noch effizienter macht und es damit neu positioniert.


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Oder eben die Rennserie sucht sich technisch ein neues Spielfeld für die Antriebe der Zukunft. "Mit ihrer Entwicklungsleistung und ihrer Entwicklungsgeschwindigkeit ist die Formel 1 geradezu prädestiniert, neue Antriebsmethoden zu entwickeln - sofern das zu den Plänen und Erfordernissen der Hersteller passt", sagt Key.

Das müsse nicht bedeuten, dass die Formel 1 zum Beispiel früher oder später komplett elektrisch fahre, wie der McLaren-Technikchef weiter erklärt. Ob überhaupt, das sei eine "offene Frage". Zumal sich die Formel E bis Ende der 2030er-Jahre volle Exklusivität für reine Elektroantriebe in Formelautos hat zusichern lassen.

"Wir müssen einfach mal schauen, was passiert", sagt Key und wiederholt nochmals: "Die Formel 1 ist die perfekte Plattform, um künftige Antriebstechnologien zu testen."

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