• 17. Mai 2019 · 09:00 Uhr

Marokko-Comeback? Rennen in Afrika für die Formel 1 "wirklich wichtig"

Die Formel 1 möchte unbedingt wieder in Afrika fahren - Neben einem Comeback in Südafrika steht laut Sean Bratches auch ein Grand Prix in Marokko zur Diskussion

(Motorsport-Total.com) - An Interessenten für neue Rennen mangelt es der Formel 1 nicht. Für 2020 wurden mit Zandvoort und Hanoi bereits zwei neue Grands Prix bestätigt, und nun stellt Formel-1-Marketingchef Sean Bratches unmissverständlich klar, dass die Königsklasse in absehbarer Zeit auch wieder in Afrika fahren soll. "Für uns ist es wirklich wichtig, ein Rennen in Afrika zu haben", stellt er klar.

Casablanca

In Marokko ist die Formel 1 letztmalig 1958 gefahren Zoom Download

"Wir fahren auf fünf Kontinenten, und der letzte bewohnte Kontinent, auf dem wir nicht fahren, ist Afrika", erinnert er. Zum bislang letzten Mal fuhr die Königsklasse dort 1993 auf dem südafrikanischen Kyalami-Kurs. Während eine Rückkehr nach Südafrika ebenfalls im Raum steht, gibt es noch einen weiteren Interessenten. "Marokko und Marrakesch sind proaktiv auf uns zugekommen", verrät Bratches.

Es gebe "hohes Interesse" an einem Grand Prix in Marokko. Gefahren wurde dort zuletzt 1958 auf dem Ain-Diab-Kurs nahe Casablanca. Bratches verrät, dass die Gespräche mit Südafrika "sehr produktiv" gewesen seien, während man mit Marokko noch nicht ganz so weit sei. "Wir sind dran", versichert er. Zusätzliches Interesse gibt es zudem aus Nigeria und Ruanda an einem Fanfestival.

Klar ist jedenfalls: Ein Grand Prix in Afrika soll kommen. Und zwar nicht erst in einigen Jahren sondern bereits "auf kurze Sicht", wie Bratches bestätigt. 2020 möchte Liberty erneut einen Kalender, der 21 Rennen umfasst. 18 Strecken haben bereits einen Vertrag in der Tasche, dazu geht man davon aus, dass die auslaufenden Verträge von Monza und Silverstone noch verlängert werden.

Damit wäre nur noch ein Platz frei. In der Luft hängen aus dem aktuellen Kalender außerdem noch Hockenheim, Mexiko-Stadt und Barcelona. Bereits seit längerer Zeit arbeitet Liberty zudem an einem zweiten Rennen in den Vereinigten Staaten. Die Pläne für einen Grand Prix in Miami haben sich zuletzt aber immer wieder verschoben.

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