• 17. Mai 2019 · 14:57 Uhr

Einheitsteile: FIA kündigt weitere Ausschreibungen in der Formel 1 an

Einheitsgetriebe und Co. sind erst der Anfang gewesen - In der Formel 1 soll es ab 2021 laut FIA-Technikchef Nikolas Tombazis noch deutlich mehr Standardteile geben

(Motorsport-Total.com) - Ab der Saison 2021 wird es in der Formel 1 deutlich mehr Einheitsteile geben als aktuell. Um Kosten in der Königsklasse einzusparen, wurden zuletzt bereits Ausschreibungen für ein einheitliches Getriebe, ein einheitliches Bremssystem und einheitliche Radfelgen eröffnet. "Die Angebote liegen vor, und jetzt erstatten wir dem Motorsport-Weltrat Bericht", verrät Nikolas Tombazis im Hinblick auf das neue Standardgetriebe.

Sebastian Vettel

An ein Formel-1-Auto sollen 2021 deutlich mehr Einheitsteile kommen Zoom Download

Hier endete die Ausschreibung bereits im März. Die Ausschreibungen für Radfelgen und Bremsen laufen noch bis zum 22. Mai. FIA-Technikchef Tombazis erklärt nun, dass es "in den kommenden Wochen und Monaten" noch weitere Ausschreibungen für "kleinere Teile" geben wird. "Wir hatten mit den Teams in den vergangenen Monaten viele Diskussionen", berichtet er.

Im Juni sollen die Teams Klarheit darüber bekommen, welche Teile ab 2021 standardisiert werden. "Die Teams werden lange vor 2021 wissen, was sie herstellen müssen, und was sie kaufen müssen", erklärt Tombazis. Es werde "defintiv" genug Zeit für die Teams geben, um auf die Pläne der FIA zu reagieren. Die Ausschreibungen selber werden sich allerdings noch länger hinziehen.


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So werden die Teams zwar bald erfahren, welche Teile sie ab 2021 nicht mehr selbst produzieren müssen - nicht aber, wer die Teile stattdessen bauen wird. "Die Ausschreibungen, die etwas später starten, werden sich wahrscheinlich eher um Standardsensoren und solche Dinge drehen", erklärt Tombazis. Es werde dann nur noch um "nicht wesentliche" Teile des Autos gehen.

Tombazis verrät außerdem, dass es neben der Kostenersparnis für die Teams noch einen weiteren Grund für manche Einheitsteile gebe. So könnte man diese besser "kontrollieren", was gerade bei Sensoren wichtig sei. "Manchmal entscheiden wir uns für Standardteile, wenn es zum Beispiel ein für die Performance kritischer Sensor ist, den wir überwachen müssen", erklärt er.

Einen Notfallplan hat die FIA übrigens auch. Laut Tombazis wird in den neuen Regeln für 2021 genau festgeschrieben sein, was passiert, wenn die neuen Standardteile nicht wie geplant zum Einsatz kommen können. "Das könnte entweder dann passieren, wenn niemand die Ausschreibung gewinnt, oder wenn ein Hersteller sich aus irgendeinem Grund nach zwei Jahren zurückzieht", erklärt er.

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