• 05. März 2019 · 11:32 Uhr

Jean Todt über Mick Schumacher: "Wir müssen ihn in Frieden lassen"

Jean Todt ist auf menschlicher und sportlicher Ebene begeistert von Mick Schumacher - Er fordert dazu auf, dem 19-Jährigen ein bisschen Ruhe zu geben

(Motorsport-Total.com) - Mick Schumacher rückt immer mehr ins Rampenlicht der Motorsportwelt - auch international. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher gewann im vergangenen Jahr die Formel-3-Europameisterschaft und damit seinen ersten großen Titel im Formelsport. Zudem setzte er beim Formel-2-Test in Jerez in der vergangenen Woche die absolute Bestzeit - und das als Rookie.

Mick Schumacher

Mick Schumacher feierte 2018 seinen ersten großen Titel im Formelsport Zoom Download

Seit Januar ist Mick Schumacher außerdem offizieller Ferrari-Junior. Aktuell deutet somit vieles darauf hin, dass der 19-Jährige auf dem besten Weg ist, es in den nächsten Jahren in ein Formel-1-Cockpit zu schaffen. "Ich freue mich sehr", erklärt FIA-Präsident Jean Todt im Rahmen des Auto-Salon Genf und erinnert: "Ich kenne ihn schon, seit er ein Baby war. Ich liebe ihn, er ist ein großartiger Charakter."

Als Mick im März 1999 geboren wurde, fuhr Vater Michael in der Formel 1 für Ferrari. Teamchef damals: Jean Todt. Seit der gemeinsamen Zeit bei der Scuderia verbindet Todt und Schumacher eine enge Freundschaft. Wohl auch deshalb hält der Franzose immer wieder seine schützende Hand über Mick. "Wir müssen ihn in Frieden lassen", fordert er im Hinblick auf die Entwicklung des Teenagers.

Michael Schumacher, Jean Todt

Michael Schumacher und Jean Todt feierten bei Ferrari große Erfolge Zoom Download

Mick habe bereits gezeigt, dass er ein "sehr talentierter Fahrer" sei. Trotzdem - oder gerade deshalb - ist es für Todt wichtig, dass man ihm auch Zeit gibt und nicht zu schnell zu viel von ihm erwartet. "Außerdem ist er ein sehr netter Junge, sehr bescheiden, sehr gut erzogen", lobt der ehemalige Ferrari-Teamchef und ergänzt, dass der 19-Jährige "ehrlich, loyal" und einfach ein "guter Junge" sei.

"Er ist noch nicht verdorben - und das geht ganz schnell", weiß der 73-Jährige aus seiner langjährigen Erfahrung im Motorsport. Er selbst wolle die Karriere von Mick Schumacher jedenfalls weiterhin "eng verfolgen". Ob sein Weg ihn tatsächlich bis in die Königsklasse führt, wird sich in den kommenden Jahren klären. Zuletzt gab es Gerüchte, dass Schumacher bereits in diesem Jahr seinen ersten Formel-1-Test fahren könnte.

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