• 10. Dezember 2018 · 19:32 Uhr

George Russell: Wie eine E-Mail an Toto Wolff seine Karriere beeinflusste

Mercedes-Teamchef Toto Wolff plaudert aus dem Nähkästchen: So überzeugte ihn George Russell bereits im Alter von 15 Jahren von sich

(Motorsport-Total.com) - George Russell erhält 2019 die Chance, das Williams wieder ins Mittelfeld zu führen. Der junge Brite, der 2018 den Titel in der Formel 2 einfahren konnte, beeindruckte die stellvertretende Teamchefin Claire Williams und Technikchef Paddy Lowe mit seiner eloquenten Art - und einer Powerpoint-Präsentation. Auch den Mercedes-Teamchef Toto Wolff konnte Russell auf diese Weise von sich überzeugen, erinnert sich der Österreicher an eine nette Anekdote zurück.

George Russell, Toto Wolff

Toto Wolff hat früh einen guten Eindruck von Russell gewonnen Zoom Download

"Ich erinnere mich noch gut an die Situation, als ich ihn zum ersten Mal getroffen habe", schildert Wolff gegenüber 'Sky Sports F1'. Der Wiener machte bereits früh mit dem britischen Nachwuchstalent Bekanntschaft. "Er muss 15 oder 16 gewesen sein. 15, glaube ich. Er hatte gerade die britische Kart-Meisterschaft gewonnen. Da bekam ich eine E-Mail von diesem jungen Burschen", verrät der Mercedes-Teamchef.

Bis 2013 war Russell in der Kartszene aktiv, 2014 wagte er den Schritt in den Formelsport. Es folgten zwei Jahren in der Formel-3-Europameisterschaft, bevor er 2017 den GP3-Titel und 2018 schließlich den Formel-2-Titel einfuhr. Doch schon vor seinem ersten Formelrennen wusste Russell genau, was er wollte. In dem Mail an Toto Wolff stand: "Macht es Ihnen etwas aus, wenn ich Sie besuchen komme?", verrät der 46-Jährige.

"Ich antwortete: 'Ich rede immer gern mit jungen Talenten.' Also kam er zu mir. In Anzug, Krawatte und mit einem Notebook", schildert Wolff. Russell wollte 2015 unbedingt in die Formel-3-EM aufsteigen, hatte allerdings ein Angebot von Mercedes-Konkurrent Carlin vorliegen. Schon damals machte er sich darüber Sorgen, dass er sich damit eine Zukunft mit Mercedes, dem großen Gegner von VW, verbauen könnte.

"Er setzte sich hin, und erklärte mir, dass er Formel 3 fahren möchte und gerade seine Möglichkeiten evaluiert. Zum Beispiel Volkswagen gegen Mercedes. Er sagte, er würde am liebsten bei Carlin bleiben, einem englischen Team, das mit Volkswagen fuhr. Er wollte wissen: 'Bedeutet das, dass ich mir damit in Zukunft die Türen zu euch zuschlage?' Er war schon damals sehr artikuliert und nachdenklich", erinnert sich Wolff an die Begegnung.

Schließlich wechselte er 2016 zu HitechGP und damit zu den Silberpfeilen. Zu Jahresbeginn 2017 folgte schließlich die Aufnahme in den Mercedes-Nachwuchskader. Denn Wolff riet dem jungen Russell damals schon: "'Bleibt bei Carlin. Das ist ein tolles Team. Du kannst trotzdem eines Tages zu uns kommen.' Er ist ein intelligenter Junge, er fährt schnell. Das ist die Zukunft." 2019 wird er für Mercedes-Partner Williams schließlich ins Lenkrad greifen.

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