• 20. Oktober 2018 · 22:23 Uhr

Pirelli denkt um: Warum höherer Abbau für mehr Stopps jetzt schlecht wäre

Pirelli sollte auf Wunsch Reifen liefern, die zu mehr Boxenstopps führen, doch für das Racing ging das nach hinten los: Jetzt steht man vor einem doppelten Problem

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat ein Problem: Die Rennen sind zu vorhersehbar, weil die strategischen Optionen limitiert sind. Meistens fahren die Spitzenpiloten nur mit einem Stopp durch - zuletzt gewann im Juli ein Fahrer ein Rennen mit mehr als einem Reifenwechsel. Immer wieder wird Reifenhersteller Pirelli gedrängt, die Pneus so zu gestalten, dass mehr als ein Boxenstopp notwendig ist. Doch das, so findet Pirelli-Manager Mario Isola, ist derzeit genau der falsche Ansatz.

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"Das Problem ist, dass die Teams ihren Ansatz im Vergleich zu früher komplett geändert haben", sagt der Italiener. Während noch vor einiger Zeit mehrere Boxenstopps an der Tagesordnung waren, wenn die Reifen einen hohen Abbau hatten, planen die meisten nun trotzdem nur einen Boxenstopp ein: Sie managen stattdessen einfach die Pace, um mit einem Reifenwechsel durchzukommen.

Das heißt, der Fahrer geht weniger ans Limit, und der Zuschauer leidet darunter. "Wir können den Abbau erhöhen, aber dann machen sie das Auto langsamer", zeigt Isola das Problem auf. Natürlich wäre der Reifenhersteller auch in der Lage, den Abbau noch deutlich höher zu machen, um die Teams zu weiteren Reifenwechseln zu zwingen - "aber das ist kein Rennsport mehr", winkt Isola ab. "Es hat keinen Sinn, einen Abbau von einer Sekunde pro Runde zu haben. Es gibt ein Limit."


Formel 1 2018 - Thema: Reifen

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Von daher steht Pirelli nun vor der Überlegung, die Denkrichtung umzukehren: "Zu diesem Zeitpunkt ist es vielleicht besser, einen geringeren Abbau und nur einen Stopp zu haben, wobei die Fahrer aber pushen", sagt Isola, "anstatt nur ein Boxenstopp zu haben, wo die Fahrer ihre Pace managen."

Pirelli hatte gestern bereits sein neues Reifensystem für 2019 vorgestellt. Im kommenden Jahr soll es für die Zuschauer nur noch drei verschiedene Farbmarkierungen pro Saison geben - hart, mittel, weich. Zwar wird es wie bisher auch wieder mehr Mischungen geben, allerdings werden die Abstufungen an einem Wochenende immer mit denselben drei Farben markiert werden.

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