• 25. April 2018 · 07:43 Uhr

"Echter Klassiker": Wolff schwärmt von Formel-1-Saison 2018

Mercedes-Sportchef Toto Wolff glaubt, dass der Dreikampf zwischen Mercedes, Ferrari und Red Bull die beste Voraussetzung für eine epische Saison 2018 ist

(Motorsport-Total.com) - 85:84 Punkte in der Konstrukteurswertung für Mercedes gegen Ferrari, 54:45 Punkte in der Fahrerwertung für Sebastian Vettel gegen Titelverteidiger Lewis Hamilton: Die Formel-1-Saison 2018 verspricht schon nach drei von 21 Rennen außergewöhnlich spannend zu werden.

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Zwischen Ferrari und Mercedes zeichnet sich ein spannendes WM-Duell ab Zoom Download

Das ist für Toto Wolff keine wünschenswerte Situation - ihm wäre eine Fortsetzung der Silberpfeil-Dominanz naturgemäß lieber gewesen. Andererseits weiß der Mercedes-Sportchef die Aussicht auf eine epische Saison zu schätzen: "Die Formel 1-Saison 2018 verspricht, alles zu bieten, was wir am Rennsport so sehr lieben", sagt er vor dem Grand Prix von Aserbaidschan in Baku (Formel 1 2018 live im Ticker).

"Drei Teams kämpfen erbittert um Rennsiege. Wir haben bereits aufregende Rennen mit spannungsgeladenen Überholmanövern erlebt. Es sind die schnellsten Formel-1-Autos in der Geschichte des Sports, die von einigen der besten Piloten gefahren werden, die es je gegeben hat", schwärmt Wolff. "Bislang bietet diese Formel-1-Saison alle Zutaten für einen echten Klassiker - eine Saison, auf die Fans in ein paar Jahren mit einem Lächeln im Gesicht zurückblicken werden."

"Es sind aber nicht nur die Fans zu Hause oder an der Rennstrecke, die gespannt sind - uns geht es genauso. Und wir wissen, dass uns eine enorme Herausforderung bevorsteht", sagt er. "Im vergangenen Jahr erlebten wir einen harten Kampf gegen Ferrari. Dennoch war das nichts im Vergleich zum Dreikampf in diesem Jahr."

"Sowohl Red Bull als auch Ferrari werden alles in ihrer Macht Stehende unternehmen, um uns zu schlagen. Ihre Autos, ihre Teams und ihre Fahrer: Alle sind auf einem hohen Niveau und werden uns weiterhin unter Druck setzen", befürchtet Wolff.

"Nicht jeder mag eine solche Herausforderung, aber wir lieben sie. Jedes unserer Teammitglieder kam genau wegen dieser Momente in diesen Sport. Wir stecken alle zusammen in diesem fantastischen Kampf, in dem es auf jedes noch so kleine Detail ankommt und niemand das Ergebnis vorhersagen kann."

Baku sollte grundsätzlich Mercedes-Terrain sein. 2017 stand Hamilton vor Valtteri Bottas auf Pole-Position - und hatte mehr als eine Sekunde Vorsprung auf den drittplatzierten Ferrari-Fahrer Kimi Räikkönen. Im Rennen war Vettel dann aber ebenfalls konkurrenzfähig - der "Party-Modus" lässt grüßen.

Wolff ist vor Baku "besonders gespannt. Der Große Preis von Aserbaidschan findet in diesem Jahr zum ersten Mal im April statt. Entsprechend herrschen dort ganz andere Bedingungen vor als in den vergangenen Jahren, als wir im Juni ans Kaspische Meer gereist sind. Die Strecke ist sehr anspruchsvoll und die Fahrer benötigen viel Vertrauen ins Auto, um den richtigen Rhythmus zu finden - und du willst schon am Freitagvormittag voll durchstarten."

"Im vergangenen Jahr", erinnert er an den Überraschungssieg von Daniel Ricciardo vor Bottas und Lance Stroll, "gab es im Rennen ein Podium, mit dem niemand gerechnet hatte. Wie so oft auf Straßenkursen müssen wir auch diesmal wieder das Unerwartete erwarten."

Übrigens: Die Vorschau auf Baku ist auch zentrales Thema der aktuellen Ausgabe des Formel-1-Podcasts "Starting Grid" mit unserem Chefredakteur Christian Nimmervoll, der in Zusammenarbeit mit den Kollegen von 'meinsportradio.de' produziert wird. Die einstündige Talkshow gibt's jetzt in unserem Formel-1-Radio oder auch zum Download via kostenloses iTunes-Abo, zum Beispiel für die nächste Autofahrt.

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