• 26. Februar 2018 · 21:09 Uhr

Formel-1-Autos 2018: Übersicht und Technikanalyse

Die Formel-1-Autos für 2018 sind vorgestellt. Bei uns gibt es die große Übersicht und Technikanalyse der neue Formel-1-Boliden auf einen Blick!

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Autos für die Saison 2018 wurden von den Teams präsentiert. Für den Saisonauftakt, den Grand Prix von Australien in Melbourne am 25. März, ist damit alles angerichtet. In unserer Übersicht liefern wir die wichtigsten Informationen zu den neuen Autos, wie etwa ihre offiziellen Bezeichnungen, interessante technische Details und mehr.

Mercedes F1 W09 EQ Power+: Die Formel-1-Titelverteidiger von Mercedes lüfteten am 22. Februar in Silverstone das Geheimnis um ihr Formel-1-Auto für 2018. Es handelt sich um den ersten Silberpfeil, der unter der Leitung des ehemaligen Ferrari-Technikchefs James Allison entstanden ist. Trotzdem ist der Mercedes F1 W09 EQ Power+ alles andere als eine Ferrari-Kopie. Eine der auffälligsten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr ist die komplexe Bremskühlung. Auch im Bereich des Hecks fielen zahlreiche interessante Detaillösungen auf. Der neue Mercedes soll dem britisch/deutschen Team den jeweils fünften WM-Titel in Folge in der Fahrer- und in der Konstrukteurswertung einbringen.

Ferrari SF71H: Am selben Tag wie Mercedes, dem 22. Februar, präsentierte auch Ferrari sein Formel-1-Auto 2018. Am Firmenstandort in Maranello wurde der SF71H vorgestellt und der wirkte schon auf den ersten Blick deutlich aggressiver als der vermeintliche Hauptkonkurrent von der Britischen Insel. Vom neuen Technikchef Mattia Binotto konzipiert, besticht der neueste Ferrari durch zahlreiche Innovationen, wie etwa die Rückspiegel, die so geformt sind, dass sie direkt die Kühleinlässe in den Seitenkästen anströmen. Am Cockpitschutz Halo fiel sofort ein aerodynamisches Winglet auf.

Red Bull RB14: Am 19. Februar zeigte Red Bull seinen neuen "Bullen". Der RB14 hat weiterhin einen unter der Bezeichnung TAG-Heuer firmierenden Antriebsstrang von Renault im Heck. Bei der Lackierung des 2018er Formel-1-Autos aus Milton Keynes handelte es sich anlässlich der Präsentation noch nicht um die endgültige, sondern ähnlich wie vor einigen Jahren um eine spezielle Präsentationslackierung. Dies ist nicht zuletzt der Tatsache geschuldet, dass die eine oder andere raffinierte Detaillösung von Stardesigner Adrian Newey nicht direkt erkannt und kopiert werden sollte. Insbesondere bei den Seitenkästen hat sich Newey wieder einmal ausgetobt. Aber auch das Heck des neuen Red Bull wirkt noch extremer, weil noch schlanker, als in der Vergangenheit.

Force India VJM11: Erst am 26. Februar, dem Morgen des ersten Tages der Wintertestfahrten in Barcelona, zeigte Force India sein Formel-1-Auto für 2018, den VJM11, der Öffentlichkeit. Der weiterhin von einem Mercedes-Motor angetriebene Bolide kommt wie schon der Vorgänger im knalligen Pink daher. Technisch gesehen waren auch auf den zweiten Blick nur wenig gravierende Neuerungen gegenüber dem Vorjahresauto erkennbar. Die Rückspiegel und zusätzliche Winglets an den vorderen Bremsbelüftungen sind zwei der wenigen Ausnahmen.

Williams FW41: Williams präsentierte seinen Boliden für 2018 bereits am 15. Februar der Öffentlichkeit. Es handelt sich um das erste Auto der Teamgeschichte, das die Handschrift von Technikchef Paddy Lowe und Aerodynamikchef Dirk de Beer trägt. Und die beiden haben direkt bei ihrem Erstlingswerk ein für Williams neues Konzept umgesetzt. Beim FW41, der weiterhin von einer Mercedes-Powerunit angetrieben wird, liegt der Fokus auf drei Bereichen: Aerodynamik Konstruktion und Gewicht. Konkret wird dies unter anderem an einer neuen Nase, einer neu gestalteten Airbox und einer schlankeren Heckpartie deutlich.

Renault R.S.18: Der Renault für die Formel-1-Saison 2018 erblickte am 20. Februar das öffentliche Licht. Allerdings war das gezeigte Modell im Detail mit Sicherheit noch nicht das, womit Renault beim Saisonauftakt Ende März in Australien vorfahren wird. Dafür waren die Ähnlichkeiten mit dem Vorjahresauto einfach viel zu offensichtlich. Eine der auffälligsten Neuerungen ist derweil der verlängerte Radstand. Aus aerodynamischer Sicht wurde insbesondere die Airbox komplett neu gestaltet.

Toro Rosso STR13: Als letztes der zehn Formel-1-Teams 2018 lüftete Toro Rosso erst am 26. Februar, dem ersten Testtag in Barcelona, das Geheimnis um seinen Neuwagen. Ein echtes Geheimnis war es aber nicht mehr, nachdem bereits einige Tage zuvor ein Foto des Autos bei Filmaufnahmen in Italien geleakt worden war. Der STR13 ist der erste Toro Rosso, der von einem Honda-Antriebsstrang befeuert wird. Was die Aerodynamik betrifft, so fielen insbesondere die komplexen Windabweiser vor den Seitenkästen direkt auf. Der Cockpitschutz Halo ist vom B-Team von Red Bull kreativ mit Winglets versehen worden.

Haas VF-18: Im Gegensatz dazu präsentierte Haas sein neues Auto als erstes. Schon am 14. Februar wurde das insgesamt dritte Formel-1-Auto in der Geschichte des US-amerikanischen Rennstalls vorgestellt. Der VF-18 hat wie schon seine Vorgänger einen Antriebsstrang von Ferrari im Heck. Neben dem in der neuen Saison für alle Formel-1-Autos vorgeschriebenen Cockpitschutz Halo ist beim 2018er-Haas unter anderem eine gegenüber dem Vorgängermodell verbesserte Gewichtsverteilung erwähnenswert. Aus aerodynamischer Sicht wurden vor allem der Frontflügel und die seitlichen Luftleitelemente verändert.

McLaren MCL33: Am 23. Februar stellte McLaren sein Formel-1-Auto 2018 in der Teamfabrik in Woking der Öffentlichkeit vor. Der MCL33 ist das erste Auto in der Geschichte des Teams, das von einem Renault-Motor angetrieben wird. Während der Motorenpartner neu ist, hat man bei der farblichen Gestaltung an der Hausfarbe Orange festgehalten. Allerdings ist diese Farbe nun noch dominanter als zuletzt. Technisch gesehen stachen bei der Präsentation vor allem die veränderten Seitenkästen und die komplett neu gestaltete Hinterradaufhängung ins Auge.

Sauber C37: Das Schweizer Sauber-Team präsentierte seinen Neuwagen aus Hinwil am 20. Februar und damit am selben Tag wie Renault. Dank des neuen Sauber-Titelsponsors Alfa Romeo fiel bei der Vorstellung des C37 zuerst die neue Optik ins Auge. Aber auch technisch weist der unter der Leitung von Jörg Zander entstandene Bolide einige signifikante Änderungen gegenüber seinem Vorgänger auf. So ähnelt die neue Nase eher der des letztjährigen Force-India als des Sauber. Auch weiter hinten an Saubers Formel-1-Auto 2018 hat man die Aerodynamik grundlegend überarbeitet, was zum Beispiel an neu gestalteten Luftleitelementen vor den Seitenkästen deutlich wird.

Übrigens: Die Präsentations- und Launchtermine für die Formel-1-Autos 2019 lassen sich unserer aktuellen Übersicht entnehmen.

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