• 06. November 2013 · 20:14 Uhr

Brawn will Platz zwei: "Es geht um Stolz"

Während natürlich auch der finanzielle Aspekt im Kampf um Rang zwei ein Anreiz ist, sieht Mercedes-Teamchef Ross Brawn vor allem den Stolz als Motivation

(Motorsport-Total.com) - Der Kampf um Rang zwei bei den Konstrukteuren ist zwischen Mercedes, Ferrari und Lotus hart umkämpft. Jeder der drei Teams möchte den Platz direkt hinter Red Bull noch einnehmen und die Saison zumindest halbwegs versöhnlich abschließen. Wie immer geht es dabei um das liebe Geld, denn der Zweitplatzierte bekommt noch einmal einen Batzen mehr als beispielsweise der Viertplatzierte.

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Erfolg macht stolz: Ross Brawn möchte unbedingt Rang zwei bei den Teams Zoom Download

Doch für Ross Brawn geht es um mehr als Geld. "Das hilft natürlich", gibt er bei 'Autosport' zu, doch für ihn gibt es bei den Silberpfeilen noch etwas anderes, was das Team gut gebrauchen könnte: "Es geht auch um Stolz", meint der Mercedes-Teamchef. Bislang wurde das Team aus Brackley Vierter, Vierter und Fünfter. "Der zweite Platz wäre jetzt natürlich ein großartiger Schritt in die richtige Richtung", will Brawn vor allem aus sportlicher Sicht auf den zweitwichtigsten Platz.

"Wir wären außerdem in der Boxengasse neben Red Bull, was dort ist, wo wir hinwollen", schmunzelt der Brite. Aktuell haben die Silberpfeile elf Punkte Vorsprung auf Ferrari, 37 Punkte Vorsprung auf Lotus - und was noch wichtiger ist: die bessere Form. Doch den Sekt kaltstellen will der Teamchef noch nicht, dafür sei der Vorsprung trotz der beiden starken Rennen in Indien und Abu Dhabi nicht groß genug. "Die Situation ist noch instabil", meint er.

"Sie sagen, zwei Schwalben machen noch keinen Sommer", erinnert sich Brawn an eine leicht abgewandelte Weisheit. Zwar habe Nico Rosberg in den vergangenen beiden Rennen das Maximum herausgeholt, doch mit Lewis Hamilton hätte man noch mehr Punkte einfahren können. "Es war nicht perfekt, aber schon viel stärker als in den paar Rennen zuvor", ist der Teamchef trotzdem relativ zufrieden mit der Ausbeute.

Dabei habe man die Entwicklung am F1 W04 eigentlich schon lange eingestellt: "Wir haben nichts Gravierendes mit dem Auto gemacht", bestätigt Brawn. "Wir haben hier und da ein paar kleine Kniffe gemacht, es gefahren und das volle Potenzial des Autos erreichen können." Das volle Potenzial reicht aber immer noch nicht annähernd an den Red Bull heran. Nach dem Übergangsjahr 2013 wäre das im kommenden Jahr mit den neuen Regeln nicht mehr genug. "Unser Ziel ist es, die Weltmeisterschaft zu gewinnen", sagt Brawn unmissverständlich.

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