• 06. Dezember 2020 · 08:02 Uhr

Romain Grosjean: Warum er im Feuer fast nichts sehen konnte

Formel-1-Fahrer Romain Grosjean spricht über die Sekunden im Feuer nach seinem schweren Unfall in Bahrain, und wie er nach dem Feuerlöscher suchte

(Motorsport-Total.com) - Fast eine halbe Minute verbrachte Romain Grosjean beim Bahrain-Grand-Prix in seinem brennenden Formel-1-Auto. Was für ihn besonders schlimm war: "Ich konnte nicht viel sehen. Es war Nacht und es gab kein Licht." Deshalb habe er sich nach seinem schweren Unfall erst einmal im Cockpit orientieren müssen.

Romain Grosjean

Romain Grosjean (ganz links), nachdem er das Feuer gerade hinter sich gelassen hat Zoom Download

Erschwert wurde dies durch die Unfallfolgen bei seiner Ausrüstung. "Mein Visier war zu 100 Prozent intakt, genau wie der Helm", sagt Grosjean. "Die Abziehvisiere aber sind auf dem Visier geschmolzen."

Außerdem sei sein Blick nach links aufgrund des Visiers "etwas verschwommen" gewesen. Er habe aber noch "genug Informationen" erhalten, um "Dinge zu erkennen", so meint er. "Auf der rechten Seite war es in Ordnung. Das Gehirn rechnet auf, was du mit einem Auge siehst, damit du es ganz erfassen kannst."


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Trotzdem hat Grosjean im ersten Moment nach dem Crash auch getastet, nach dem Feuerlöscher im Cockpit. "Ich versuchte ihn zu finden, fand ihn aber nicht", erklärt er. "Ich glaube ohnehin nicht, dass eine 0,5-Kilogramm-Flasche viel ausgerichtet hätte. Das wäre wahrscheinlich ein bisschen sinnlos gewesen."


Fotostrecke: Feuerunfall von Grosjean in Bahrain: Die 15 spektakulärsten Fotos

So oder so: Grosjean kämpfte sich im Feuer aus dem Auto, und unter aufsteigender Panik, wie er sagt. "Ich kann mich noch gut erinnern, wie meine roten Handschuhe schwarz geworden sind. Dann musste ich erst meine Hände auf die Leitplanke setzen, dann meinen Fuß und schließlich springen."

Als er sich zu Fuß vom Unfallort entfernt und einen ersten Blick zurück getätigt habe, "da sah ich das große Feuer und die vielen Menschen, die dagegen ankämpften", so Grosjean. Er selbst hatte sich da schon in Sicherheit gebracht, auch dank Formel-1-Rennarzt Dr. Ian Roberts, der Grosjean von der Leitplanke runtergezogen hatte.

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