• 10. Oktober 2019 · 16:07 Uhr

"Wir werden sehen": Geht Verstappen die Geduld mit Red Bull aus?

Max Verstappen steht 2020 vor einem entscheidenden Jahr: Wird er mit Red Bull jüngster Weltmeister? Und schafft er schon 2019 den Sieg beim Honda-Heimspiel?

(Motorsport-Total.com) - Wie lange hält Max Verstappens Geduldsfaden? Diese Frage wird derzeit bei Red Bull auf die Probe gestellt. Denn in der zweiten Saisonhälfte konnte der 21-Jährige nicht mehr an der Spitze mitmischen. Der Niederländer sei "enttäuscht", ließ Vater Jos Verstappen unlängst wissen. Nur noch im kommenden Jahr kann er noch jüngster Weltmeister aller Zeiten werden.

Max Verstappen

Max Verstappen hat keine Eile in der Zukunftsfrage Zoom Download

Mit nur einem Podium in vier Rennen im Gepäck reist Verstappen nach Suzuka. Vor dem Honda-Heimspiel hat er die Erwartungen bereits gedämpft. Der Niederländer glaubt nicht an ein "magisches Wochenende", ließ er wissen. Zuletzt in Russland konnte er kein Wörtchen an der Spitze mitreden.

"Ich war nicht wirklich enttäuscht, aber natürlich auch nicht glücklich. Das ist aber ganz normal", meint er am Donnerstag in Japan. "Das war für mich ein echt langweiliges Rennen. Man ist immer glücklicher, wenn man gewinnt oder ein aufregendes Rennen gefahren ist."

Die vergangenen Rennen seien nicht seine "stärksten" gewesen, weiß Verstappen. "Ich denke, das können wir besser. Es wäre aber falsch gewesen, nach Sotschi in die Kameras zu lächeln. Wir müssen weiter pushen." Helmut Marko will 2019 noch drei Siege feiern, doch im Kräfteverhältnis ist Red Bull wieder auf Rang drei gerutscht.

Was bedeutet das für die Zukunft? Das Topteam wird Verstappen nach 2020 nur halten können, wenn man ihm ein konkurrenzfähiges Auto zur Verfügung stellt. Ende des kommenden Jahres läuft sein Vertrag aus. Bis dahin sollte er Weltmeister sein, denn nur dann wird er Sebastian Vettels Altersrekord noch brechen können.


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2020 muss also der WM-Titel her, das weiß auch Marko. Doch im Verstappen-Lager ist man skeptisch. Die Lücke zu Mercedes und Ferrari konnte man nicht schließen. "Das Team muss einige Dinge ändern, um in der Lage zu sein, um den Titel zu kämpfen." Andernfalls laufe man Gefahr, dass 2020 "ein weiteres verlorenes Jahr" werde, merkte Vater Verstappen an.

"Wir sind jetzt seit einigen Jahren bei Red Bull, und es sieht nicht so aus, als könnten wir nächstes Jahr um die WM kämpfen." Sohn Max macht sich weniger Gedanken über die Zukunft und hat keine Eile: "Wir werden sehen. Ich bin nicht zu besorgt. Ich will einfach gewinnen und mein Bestes abliefern. Und das versucht auch das Team."

Zunächst soll aber der Sieg beim Honda-Heimspiel gelingen. Ein Podium sei "definitiv" das Ziel. "Mal sehen, wie das Wetter mitspielt. Aber natürlich werden wir versuchen, unser Bestes zu geben und ein gutes Ergebnis einzufahren." Dabei helfen könnte der neue Sprit, der in Suzuka zum Einsatz kommen wird.

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