• 25. November 2018 · 09:24 Uhr

Verschwörungstheorie: "So sieht Dr. Marko die Welt"

Helmut Marko hat wohl nie ernsthaft unterstellt, dass Esteban Ocon in Brasilien absichtlich gehandelt hat, doch die Theorie wird immer noch diskutiert ...

(Motorsport-Total.com) - Es war DIE Verschwörungstheorie des Grand Prix von Brasilien: "Ein Überrundeter, der bei Mercedes unter Vertrag steht, rempelt den Führenden von der Strecke", erklärte Helmut Marko nach dem Rennen in Interlagos in seinem ersten Interview mit dem 'ORF'. Was zwischen den Zeilen suggeriert: Wird Toto Wolff sicher geschmeckt haben, dass sein künftiger Mercedes-Fahrer dem Mercedes-Team den Sieg beschert hat, indem er einen Red Bull aus dem Rennen nimmt. Und Esteban Ocon wird dafür mit dem Mercedes-Cockpit für 2020 belohnt.

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Max Verstappen und Helmut Marko hatten nach Brasilien Gesprächsbedarf Zoom Download

Dass das Unsinn ist, weiß auch Marko selbst. Doch in der ersten Emotion ist verständlich, dass der Österreicher den Spruch in die Welt gesetzt hat, der bei Fans immer noch für Diskussionen sorgt. Für Marko war die Situation jedenfalls "unglaublich. Und dann nur zehn Sekunden Strafe ... Also ich will da gar keinen weiteren Kommentar abgeben. Ich habe so etwas noch nie gesehen."

Mercedes-Teamchef Wolff, bekanntermaßen (im Gegensatz zu seinem Partner Niki Lauda) nicht unbedingt ein Marko-Freund, würdigt die Verschwörungstheorie keines ausführlichen Kommentars. Aber er sagt: "So sieht Dr. Marko die Welt. Dabei würde ich es gerne belassen. Ich will mich darauf nicht einlassen. Wir feiern lieber unsere fünfte WM."

Zumal sogar Red-Bull-Teamchef Christian Horner sagt: "Ich glaube nicht, dass es eine Anweisung gegeben hat." Schließlich war Max Verstappen für Mercedes gar kein Gegner. Das einzige Ziel für Brasilien war, die Konstrukteurs-WM sicherzustellen. Und dafür musste Ferrari geschlagen werden, nicht Red Bull. Ocon zu instruieren, Verstappen abzuschießen, hätte für keinen der Beteiligten eine stimmige Nutzen-Risiko-Rechnung ergeben.

Wolff versteht, dass das Thema zu Diskussionen anregt: "Da laufen die Emotionen heiß. Der Zwischenfall ist natürlich unglücklich. Esteban wollte sich zurückrunden, auf frischen Reifen. Er war viel schneller. Das darf man. Dann sind sie kollidiert. Weil Max in Führung war, war es ein Zwischenfall, von dem ich mir sicher bin, dass ihn Esteban gerne vermieden hätte. Zumindest lieber, als jetzt dieser ganzen Kritik ausgesetzt zu sein."


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Ganz aus der Verantwortung stehlen kann sich die Force-India-Seite aber nicht. Horner findet, dass es auch ohne böse Absicht nicht besonders smart war, Ocon die Anweisung zu geben, dass er sich zurückrunden darf: "Dafür müssen sie die Verantwortung übernehmen." Besonders angesichts der "Vorgeschichte zwischen den beiden Fahrern. Stehen bleibt: Es war eine schwerwiegende Fehlentscheidung von Ocon."

Für Force India ist die Verschwörungstheorie, Ocon habe Verstappen absichtlich angerempelt, Unsinn: "Esteban würde so etwas nie machen. Er hat uns gefragt, ob er zurückrunden darf. Er war sich nicht sicher. Und wir haben bejaht", verrät Teamchef Otmar Szafnauer. Den Verdacht, Ocon habe absichtlich gehandelt, hält auch er für eine "Verschwörungstheorie. Ich zweifle daran, dass sie heute schon an 2020 denken."

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