• 15. Juli 2022 · 13:46 Uhr

Eklat im belgischen Fernsehen: Kommentator beleidigt Lance Stroll

Ein belgischer TV-Kommentator hat Lance Stroll in der Liveübertragung zum Grand Prix von Österreich abwertend als Autist bezeichnet

(Motorsport-Total.com) - Die Formel 1 hat ihren nächsten Skandal rund um unangemessenes Verhalten. Betroffen ist diesmal ein Kommentator im belgischen Fernsehen, der während des Grand Prix von Österreich den Aston-Martin-Piloten Lance Stroll verbal beleidigt hat.

Lance Stroll

Lance Stroll wurde in Spielberg von einem TV-Kommentator beleidigt Zoom Download

Stroll sei "ein Autist", sagte Lionel Froissart, ein französischsprachiger Kommentator des Senders RTBF, während der Liveübertragung aus Spielberg am Sonntag. Zwar fuhr ihm sein Kollege Gaëtan Vigneron gleich zweimal ins Wort und wies ihn zurecht, dass eine solche Formulierung zu hart sei und zu weit gehe. Doch Froissart meinte davon unbeeindruckt: "Ganz ehrlich, ist doch wahr!"

Ein Vorfall, der jetzt Konsequenzen hat. RTBF hat die gegenüber Stroll verwendete Formulierung in einer offiziellen Stellungnahme aufs Schärfste verurteilt: "Autismus mit der Art und Weise in Verbindung zu bringen, wie ein Fahrer kommuniziert, war unangemessen und stimmt nicht mit den Werten von RTBF überein."

Der Sender kündigt jetzt eine interne Untersuchung an, in der alle Beteiligten angehört werden sollen und Gelegenheit haben werden, ihren Standpunkt darzulegen. "Das Ziel ist", heißt es, "im Detail zu verstehen, wie es zu diesem Zwischenfall kommen konnte."

Kommentator vorläufig suspendiert

Die Zusammenarbeit mit Froissart hat RTBF "bis auf Weiteres" auf Eis gelegt, bis ein Untersuchungsergebnis vorliegt. Seitens Aston Martin heißt es dazu auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com': "Wir sind froh darüber, dass sich RTBF vollumfänglich entschuldigt hat." Und man nehme zur Kenntnis, dass der Kommentator suspendiert wurde.

Es ist der nächste Zwischenfall in einer ganzen Reihe von kritisierten Äußerungen, die die Formel 1 seit einigen Wochen überschatten.

Das ging los mit Nelson Piquet sen., der Lewis Hamilton in einem rassistisch formulierten Interview wörtlich als "Neguinho" (sinngemäß "kleiner Schwarzer) bezeichnet hat, und ging weiter mit Putin-freundlichen Äußerungen des ehemaligen Formel-1-CEOs Bernie Ecclestone.

Zuletzt wurden am Rande des Grand Prix von Österreich auf Twitter von zahlreichen Fans frauenfeindliche und homophobe Übergriffe gemeldet, von denen sich viele insbesondere (aber nicht ausschließlich) gegen Anhänger von Lewis Hamilton richteten.

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