• 23. März 2021 · 08:55 Uhr

Toto Wolff: Mercedes bei den Tests "mit Sicherheit das schwerste Team"

Toto Wolff gesteht, dass Mercedes bei den Formel-1-Testfahrten in Bahrain ziemlich viel Benzin an Bord hatte - Die Probleme seien allerdings trotzdem echt gewesen

(Motorsport-Total.com) - Es ist kein Geheimnis, dass Mercedes zu den Teams gehört, die bei den Testfahrten in Bahrain noch nicht ihr wahres Potenzial gezeigt haben. Die schnellste Runde von Lewis Hamilton war nicht nur eine Sekunde langsamer als die Bestzeit von Max Verstappen. Der Brite war auch fast drei Sekunden langsamer als beim Qualifying in Bahrain 2020.

Valtteri Bottas

Mercedes hinterließ beim Test in Bahrain keinen berauschenden Eindruck Zoom Download

Im 'ORF' gesteht nun auch Toto Wolff, dass das kein realistisches Bild sei. "Ich denke, wir waren in Bahrain mit Sicherheit das schwerste Team, was den Sprit betrifft", so der Mercedes-Teamchef. Bei der Konkurrenz geht man zudem davon aus, dass der Mercedes-Motor bei den Testfahrten deutlich heruntergedreht war.

Laut Wolff bedeutet das aber keinesfalls, dass Mercedes beim Test nur geblufft hat. Die Probleme, die man in der Wüste beobachten konnte, seien echt gewesen. "Es sieht so aus, als hätten wir wieder eine kleine Diva, wie [2017], die wir nicht ganz gut verstehen", spielt Wolff auf den Mercedes W08 aus der Saison 2017 an.

W12 "giftig zu fahren" und "relativ instabil"

Damals hatte man ein schnelles Auto, das allerdings sehr anfällig für äußere Einflüsse und dementsprechend schwierig abzustimmen war. Ähnlich scheint es sich auch beim W12 zu verhalten. Laut Wolff sei der neue Bolide "einfach ein wenig giftig zu fahren und auch gerade bei Seitenwind relativ instabil."

"Das müssen wir einfach in den Griff kriegen", weiß der Teamchef. Da habe es auch "nicht geholfen", dass es in diesem Winter nur drei Testtage gab "und [wir] gleich am ersten Tag mit einem Getriebeschaden gestanden sind." Wolff erklärt: "Das holt dich dann natürlich ein. Wir verstehen das Auto noch nicht so, wie wir es wollten."


Mercedes gibt zu: Momentan sind wir nicht Nummer 1

Video wird geladen…

Mercedes gibt zu: Momentan sind wir nicht Nummer 1

James Vowles und Andrew Shovlin analysieren die Wintertests aus Mercedes-Sicht, sprechen über Schwächen im Heck und die Chancen gegen Red Bull Weitere Formel-1-Videos

"Wir haben kleine Gremlins, die wir noch ausmerzen müssen. Und wir sind mit Sicherheit nicht so bereit, wie wir es in den Jahren davor waren", stellt der Österreicher klar. Bereits zuvor hatte man bei Mercedes nach dem Ende des Tests erklärt, dass man aktuell noch nicht so schnell wie der wohl größte Rivale Red Bull sei.

"Wir haben von den Honda-Teams gesehen, wie viel Power da jetzt auch dahinter ist", betont Wolff, für den es bei Red Bull zudem spannend wird, "ob Perez an Verstappen näher dran ist." Er erinnert im Hinblick auf Pierre Gasly und Alexander Albon: "In den letzten Jahren haben es die jungen [Fahrer] ja nie wirklich geschafft."

Neuer Unterboden schadet Mercedes mehr

"Und wenn das so sein sollte, dann ist Red Bull natürlich auch in der Konstrukteurs-Meisterschaft ein richtiger Gegner für uns, weil sie regelmäßig punkten werden", warnt er. Einen weiteren Vorteil sieht er für Red Bull zudem beim neuen Reglement. Die Änderungen am Unterboden hätten Mercedes mehr geschadet.

"Das ist gerade für Teams wie uns, die relativ tief mit dem Heck gefahren sind, ein größerer Einschnitt als für die Fahrzeuge, die mit einem hohen Anstellwinkel fahren. Das haben wir jetzt auch bei den Testergebnissen gesehen", so Wolff. Mercedes habe in diesem Bereich "etwas mehr" als andere Teams verloren.


Fotostrecke: Formel 1: Das ist in der Saison 2021 alles neu!

"Aber das muss man sportlich nehmen und versuchen, sich aus diesem Loch wieder rauszugraben", so der 49-Jährige, dessen Aussagen zwar vermuten lassen, dass die Mercedes-Probleme bei den Tests keinesfalls so groß waren, wie es womöglich den Anschein gemacht hat.

So gut aufgestellt wie im Vorjahr scheint man 2021 nach den Wintertests aber trotzdem nicht zu sein.

Anzeige

Aktuelles Top-Video

Rosberg: Rücktritt war eigentlich später geplant!
Rosberg: Rücktritt war eigentlich später geplant!

Erst Hamilton geschlagen, fünf Tage später zurückgetreten: Das Ende von Nico...

Fotos & Fotostrecken

McLarens Vorgänger: Sonderlackierungen in der Formel 1
McLarens Vorgänger: Sonderlackierungen in der Formel 1
Gulf-Lackierung von McLaren für Monaco 2021
Gulf-Lackierung von McLaren für Monaco 2021

Alfa-Romeo-Test in Barcelona: Die Radkappen sind wieder da
Alfa-Romeo-Test in Barcelona: Die Radkappen sind wieder da

1950-2021: Ferrari-Farben im Wandel
1950-2021: Ferrari-Farben im Wandel

Barcelona: Fahrernoten der Redaktion
Barcelona: Fahrernoten der Redaktion
Formel1.de auf YouTube

Formel-1-Quiz

Welche Höchstgeschwindigkeit wurde 2005 bei Testfahrten von Juan Pablo Montoya in Monza gemessen?

Top-Motorsport-News

Walkenhorst-Team zeigt Wittmanns BMW: "Marco ist eine absolute Rakete"
DTM - Walkenhorst-Team zeigt Wittmanns BMW: "Marco ist eine absolute Rakete"

WEC-Chefs: LMP2 wird definitiv nicht weiter eingebremst
WEC - WEC-Chefs: LMP2 wird definitiv nicht weiter eingebremst

M-Sport: Entscheidung über nächstes WRC-Modell noch offen
WRC - M-Sport: Entscheidung über nächstes WRC-Modell noch offen

Kaltlufteinbruch! VLN/NLS-Auftakt von Schnee bedroht
VLN - Kaltlufteinbruch! VLN/NLS-Auftakt von Schnee bedroht
Tickets
Formel 1 App

Folge Formel1.de