• 11. Dezember 2020 · 17:56 Uhr

Masepin testet nicht für Mercedes: "Hat nichts mit seinem Verhalten zu tun"

Nikita Masepin galt als Kandidat für Mercedes beim Young-Driver-Test, der Russe wird aber nicht zum Einsatz kommen - Toto Wolff erklärt die Hintergründe

(Motorsport-Total.com) - Mercedes-Teamchef Toto Wolff stellt am Freitag in Abu Dhabi klar, warum Nikita Masepin nicht für das Mercedes-Team beim Young-Driver-Test fahren wird. Der Russe hatte im Vorfeld mit einem "abscheulichen" Video auf Instagram für Aufsehen gesorgt - das habe die Mercedes-Entscheidung aber nicht beeinflusst.

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Masepin hat bereits im Vorjahr in Barcelona für Mercedes getestet Zoom Download

Der Russe hat in den vergangenen zwei Jahren ein umfangreiches, privates Testprogramm mit Mercedes absolviert, um sich auf seinen Aufstieg in die Königsklasse vorzubereiten. Unter anderem fuhr Masepin beim Young-Driver-Test im Vorjahr im Mai in Barcelona für die Silberpfeile.

"Wir hatten ein ausführliches Testprogramm in diesem Jahr mit ihm in einem zwei Jahre alten Auto. Aber für den Young-Driver-Test haben wir in den vergangenen Tagen entschieden, Stoffel und Nyck die Möglichkeit zu geben. Sie sind Werksfahrer in der Formel E und haben einen sehr soliden Job gemacht", erklärt Wolff auf 'Sky'.

Am Dienstag nach dem Saisonfinale werden in Abu Dhabi demnach Stoffel Vandoorne und Nyck de Vries zum Einsatz kommen. "Und da Stoffel in der Vorwoche nicht im Auto war, war es sinnvoll, diese beiden in das Auto zu setzen."

Masepin wird hingegen nicht beim Test zum Einsatz kommen, sondern muss auf die Wintertests im Frühjahr 2021 warten, ehe er wieder in einem Formel-1-Boliden, dann mit Haas, Platz nehmen darf. Zuletzt fiel der Formel-2-Fahrer vor allem mit einer Aktion abseits der Rennstrecke auf.

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Masepin im Vorjahr in Barcelona im W10 Zoom Download

Am Mittwoch tauchte online ein Video auf, das Masepin auf seinem Instagram-Kanal gepostet hatte. Darauf zu sehen: Ein Mann (hinter der Kamera nicht direkt zu erkennen), der mit einem Kumpel in einem Porsche sitzt. Auf der Rückbank hat eine junge Frau Platz genommen, die vom Beifahrer unsittlich berührt wird.

Sein zukünftiges Team Haas hat daraufhin in einem Statement das Verhalten des Nachwuchsfahrers scharf kritisiert und das Video als "abscheulich" bezeichnet. Die Formel 1 und die FIA haben ebenso reagiert und unterstützen Haas nun in weiterer Folge in diesem Fall.

Günther Steiner hat bereits betont, dass man den Vorfall nun intern klären werde, er die ganze Sache aber "sehr ernst" nehme. Ob dies schließlich auch zur Mercedes-Entscheidung geführt hat, nicht mit Masepin zu testen? "Nein. Das hat mit seinem Verhalten nichts zu tun", erklärt Wolff.

In den vergangenen Tagen sei die Entscheidung für Vandoorne und de Vries gefallen, so Wolff. Für de Vries, den Formel-2-Meister des Vorjahres, ist es sein erster Formel-1-Test überhaupt, Vandoorne ist zuletzt 2018 im McLaren ein Rennen gefahren.

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