• 27. November 2020 · 18:55 Uhr

McLaren: Kein vorzeitiger Formel-1-Test für Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel müssen sich in ihrer Vorbereitung auf die Saison 2021 mit den Wintertests begnügen - Carlos Sainz testet 2018er-Ferrari

(Motorsport-Total.com) - Daniel Ricciardo wird vor den Wintertests 2021 keine Chance erhalten, nach seinem Wechsel zu McLaren mit seinem neuen Team zu testen. Auch Sebastian Vettel wird sich gedulden müssen mit Aston Martin. Nur Carlos Sainz wird von Ferrari die Möglichkeit erhalten, einen 2018er-Boliden auszuprobieren.

Daniel Ricciardo

Daniel Ricciardo wird sich noch gedulden müssen Zoom Download

Die Routiniers, die allesamt neue Wege einschlagen werden in der kommenden Saison, werden vor dem Saisonstart kaum Kilometer in ihren neuen Boliden sammeln können. Da die Testfahrten in Abu Dhabi nach dem Saisonfinale auf Rookies beschränkt sind, hat Sainz vorgeschlagen, einen eigenen Test für alle Wechselfahrer auszutragen.

Auch die Restriktion der Wintertests vor Saisonstart auf drei Tage spielt Ricciardo und Co. nicht in die Karten. Laut Reglement sind allerdings Testfahrten mit zwei Jahre alten Autos ohne Einschränkung erlaubt, von dieser Regel hat Rückkehrer Fernando Alonso bereits Gebrauch gemacht.

Seidl glaubt: Kein großer Nachteil für Ricciardo

Ferrari wird für Sainz ebenso einen Test mit einem 2018er-Boliden organisieren, das hat Teamchef Mattia Binotto am Freitag offiziell bestätigt. Sobald der Spanier von seinen McLaren-Pflichten entbunden ist, wird er im Januar einen Test fahren.

"Eineinhalb Testtage sind sehr wenig Zeit. Wir werden daher versuchen, etwas für Carlos zu organisieren, um sicherzugehen, dass er sich schnellstmöglich im Team einfindet und mit dem Auto, unserer Arbeitsweise, der Mannschaft und den Prozessen bekannt wird", kommentiert Binotto.

Auch im Simulator soll sich Sainz auf seine neue Aufgabe vorbereiten. "Der Simulator wird in dieser Beziehung sehr wichtig werden, damit kann er mit dem Rennteam arbeiten, seinen Ingenieuren und Technikern", fügt der Ferrari-Teamchef hinzu.


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Sein zukünftiges Ex-Team wird für Neuankömmling Ricciardo weniger Optionen zur Hand haben, das bestätigt Andreas Seidl. McLaren kann dem Australier keinen 2018er-Boliden zur Verfügung stellen. "Leider haben wir diese Möglichkeit im Moment nicht", bedauert der Deutsche.

"Aufgrund der Wechsel der Antriebseinheit, die wir bei McLaren hatten", begründet er. "Wir haben gewisse Ressourcen im Team, die limitiert sind. Und wir müssen entscheiden, wie wir damit umgehen für die maximale Ausbeute." Ein Test mit einem zwei Jahre alten Auto habe "weniger Priorität als andere Dinge", stellt Seidl klar.

Er sieht es weniger als Nachteil und betont: "Daniel ist ein sehr erfahrener Fahrer. Und wir haben viele erfahrene Jungs im Team. Wir gehen die [neue Saison] mit sehr viel positiver Energie an. Und ich bin sicher, wir werden in guter Form sein beim ersten Rennen."

"Werden alles tun, um Seb im Team zu integrieren"

Zuvor wird McLaren den Motorenpartner (von Renault zu Mercedes) wechseln und mit Ricciardo einen neuen Fahrer im Team begrüßen. "Ich arbeite bereits an einem Plan gemeinsam mit allen Abteilungen, der technischen Seite, aber auch der Marketing- und Kommunikationsabteilung, um Daniel ab 1. Januar zu integrieren."

Der Teamchef ist zuversichtlich, dass McLaren einen "guten Plan" habe, wie man den Australier ab dem ersten Tag möglichst überall einbindet und schnellstmöglich in alle Prozesse integriert. "Natürlich ist das eine Herausforderung, weil wir auch nur drei Testtage haben. Aber so sind die Regeln."

Auch Vettel und Aston Martin müssen sich bis zur ersten Ausfahrt gedulden. "Wir haben auch nicht die Möglichkeit, ein zwei Jahre altes Auto zu testen. Wir werden dennoch alles tun, was wir können, um Seb im Team zu integrieren", betont Otmar Szafnauer.

Racing Point wird mit dem Deutschen im Simulator arbeiten und den dreitägigen Wintertest zur Vorbereitung nutzen. "Damit wir ihn auf das erste Rennen bestmöglich vorbereiten."

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