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GP Niederlande
Zandvoort-Donnerstag in der Analyse: Geheimniskrämerei bei Ferrari
F1-Ticker zum Nachlesen: +++ Was war bei Ferrari in Ungarn los? +++ Ecclestone hätte sich "Chance" für Mick gewünscht +++ Medientag in Zandvoort +++
Weiterhin Geheimniskrämerei bei Ferrari
Warum brach die Performance von Charles Leclerc in Ungarn nach dem ersten Stint plötzlich ein? George Russell äußerte nach dem Rennen eine Theorie, zu der sich Leclerc heute aber nur bedingt äußern will.
"Ich werde mich dazu nicht äußern. Was George nach dem Rennen gesagt hat, ist mir eigentlich egal. Ich denke, die Situation ist viel komplexer, als er sie dargestellt hat, aber ich werde mich dazu nicht weiter äußern", so Leclerc.
"Und ich denke, wie wir bereits nach Budapest gesagt haben, werden wir nicht näher auf die Details eingehen, was genau passiert ist und so weiter. Es ist etwas, das wir zu beheben versuchen und woran wir alle arbeiten."
"Aber das Einzige, was ich sagen kann, ist, dass es viel komplexer ist als das", so Leclerc. Es bleibt also mysteriös.
Feierabend
Wir sind am Ende des ersten Medientags nach der Sommerpause angekommen. Für euch geht es wie gewohnt gleich noch weiter mit der großen Analyse auf dem YouTube-Kanal von Formel1.de und den folgenden Themen:
-Zwischenbilanz: F1 2025
-Cadillac: Horner kommt nicht!
-Russell: Noch kein Vertrag
-Antonelli: Problem gelöst?
-Ferraris Problem in Ungarn
-Norris: Klüger geworden
-Fragen der Kanalmitglieder
Morgen gibt es dann endlich auch wieder fahrende Autos zu sehen. Die ersten beiden Trainings in Zandvoort stehen um 12:30 Uhr und 16:00 Uhr an, und dann sind wir natürlich wieder mit einem neuen Liveticker für euch am Start.
Habt noch einen schönen Abend, viel Spaß jetzt mit unserer Analyse und bis morgen.
Alonso: Schlechte Updates dürfen nicht passieren
Bei Aston Martin haben in der Vergangenheit nicht alle Updates funktioniert. Fernando Alonso sagt dazu: "Man lernt aus Fehlern und man lernt aus den Dingen, die nicht funktioniert haben."
"Aber ich glaube nicht, dass es eine gute Idee war, Upgrades einzuführen, die nicht das gebracht haben, was wir erwartet hatten. Das war also eine Art Fehler im Prozess des Entwerfens und Produzierens von etwas, von dem man glaubte, dass es das Auto schneller machen würde", betont er.
"Und wenn diese Teile das Auto nicht schneller machen, muss man einige Schritte rückgängig machen und herausfinden, wo der Fehler gemacht wurde", so Alonso, der daher betont: "Auch wenn wir daraus lernen, hätte es niemals passieren dürfen."
"Dies ist die Formel 1 und keine Akademie, um Dinge zu testen. Hier muss man Leistung bringen", fordert er. Eine klare Ansage an sein Team für die Zukunft.
Piastri: Bin auch manchmal nervös
Der Australier wurde in diesem Jahr schon einmal als neuer "Iceman" bezeichnet. Er selbst gesteht aber, dass auch er manchmal nervös werde. "Ich glaube niemandem, der behauptet, nicht nervös zu sein, denn ich halte das für unmöglich", grinst er.
Es wäre zumindest "etwas seltsam, wenn man nicht nervös ist", so Piastri, der erklärt: "Ich denke, es kommt nur darauf an, wie man damit umgeht, wie man versucht, es in die richtigen Bahnen zu lenken."
"Denn letztendlich können Nerven sowohl gut als auch schlecht sein, und wie man damit umgeht, entscheidet darüber", erklärt der WM-Leader. Und er selbst könne seine beste Leistung eben dann abrufen, wenn er möglichst ruhig sei.
Apropos Stella
Obwohl 2023 seine erste Saison als McLaren-Teamchef war, ist Andrea Stella inzwischen schon der zweitdienstälteste Teamchef in der gesamten Formel 1. Wer noch länger im Amt ist als er, das erfahrt ihr in dieser Fotostrecke:
Die aktuellen Teamchefs der Formel 1
Alpine: Steve Nielsen (Großbritannien), ab 1. September 2025 als Teammanager - einen klassischen Teamchef gibt es nicht: Flavio Briatore behält die Gesamtverantwortung. Fotostrecke
Norris: Stella macht den Unterschied
Lando Norris hat heute ein Loblied auf McLaren-Teamchef Andrea Stella gesungen. "Ich habe das schon in vielen Interviews gesagt, wenn ich nach Andrea gefragt wurde, aber für mich war Andrea der wichtigste Teil von allem", so Norris.
"99 Prozent des Teams sind wie vor drei Jahren. Aber es ist die verantwortliche Person: Andrea. Es ist seine Fähigkeit, Menschen zu verstehen, sie zusammenzubringen, zu wissen, wie sie arbeiten, und das Beste aus jedem Einzelnen herauszuholen", erklärt Norris.
"Ich glaube, er versteht das besser als jeder andere, den ich je getroffen habe, sowohl innerhalb als auch außerhalb des Rennsports. Ich halte ihn für einen der klügsten Köpfe in diesem Bereich", so Norris.
Und so habe es McLaren geschafft, diesen großen Schritt zu machen. "Es gibt viele wichtige Faktoren für unseren Erfolg, aber ich schreibe einen Großteil davon Andrea zu", erklärt der Brite.
Regen als Chance für Alpine?
Die Franzosen sind aktuell WM-Letzter und Pierre Gasly gesteht, dass man in der Regel nur dann konkurrenzfähig sei, wenn das Wetter mitspiele. Genauer gesagt dann, wenn es regnet und die Bedingungen schwierig sind.
"An einem trockenen Tag in Silverstone hätten wir niemals dort sein können, wo wir waren", nennt Gasly ein Beispiel. Dort wurde er Sechster und holte damit das beste Alpine-Resultat in diesem Jahr.
"Natürlich müssen wir diese Chancen schaffen. Mit unserer Leistung in der Qualifikation am Samstag, unserer Strategie und dem Versuch, uns in die bestmögliche Position zu bringen", so Gasly.
"Aber an einem normalen Tag sind wir nicht dort. Deshalb müssen wir akzeptieren, dass manchmal unser Bestes nur für P15 oder P16 gut genug ist", betont er. Die gute Nachricht: An diesem Wochenende könnte es wieder nass werden ...
Albon: Bottas und Perez werden nicht lange brauchen
Wenn die beiden 2026 in die Startaufstellung zurückkehren, werden sie mehr als ein Jahr lang keinen Grand Prix absolviert haben. Laut Alexander Albon, der 2021 selbst ein Jahr aussetzte, wird das aber kein großes Problem sein.
"Ich würde sagen, einer der Vorteile meines Jahres - und ich denke auch für Checo und Valtteri - ist der Reset der Regeln", erklärt er. Denn wie 2022 gibt es auch 2026 wieder ein komplett neues Formel-1-Reglement.
Und das sorgt laut Albon bei allen Fahrern für gleiche Voraussetzungen. "Ich glaube nicht, dass sie mit ihrer Erfahrung allzu viel verpasst haben. Sie werden sich ziemlich schnell wieder einfinden", so Albon.
Leclerc: Da habe ich mich geirrt
Der Monegasse wurde heute mit einer Aussage aus dem Jahr 2023 konfrontiert. Damals sagte er, dass niemand mehr Red Bull vor 2026 einholen werde. Zwei Jahr später sind die Bullen in der WM auf P4 abgestürzt.
"Nun, ich habe mich eindeutig geirrt", gesteht Leclerc, "und deshalb werde ich das Wort 'unmöglich' wahrscheinlich nicht mehr verwenden. McLaren hat uns allen das Gegenteil bewiesen."
"Wir alle dachten, dass im letzten Jahr dieser Formel-1-Regeln alle näher beieinander liegen würden, was bei Red Bull, Mercedes und uns selbst auch der Fall war", so Leclerc. Doch McLaren habe einfach noch einmal einen größeren Schritt gemacht.
"Sie haben unglaubliche Arbeit geleistet. Jetzt liegt es an uns, noch besser zu werden und zu versuchen, sie einzuholen", erklärt der Ferrari-Fahrer.