• 26. Juni 2023 · 08:14 Uhr

Christian Horner: Sergio Perez braucht einfach ein Erfolgserlebnis

Helmut Marko schließt einen Fahrerwechsel während der Saison nicht aus, doch Teamchef Christian Horner schlägt gegenüber Sergio Perez andere Töne an

(Motorsport-Total.com) - Noch vor drei Rennen befand sich Sergio Perez mitten im WM-Kampf um den Titel in der Formel-1-Saison 2023: Gerade einmal 14 Punkte trennten ihn von Teamkollege Max Verstappen. Doch nach drei schlechten Wochenenden des Mexikaners ist Verstappen auf 69 Punkte Vorsprung enteilt. Der Niederländer hat Perez in drei Rennen 55 Punkte abgenommen.

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Sergio Perez steckt derzeit in einer sportlichen Krise Zoom Download

Perez steckt in einer echten Negativspirale und kam in Montreal zum dritten Mal in Folge nicht in Q3 - und das im dominanten Red Bull. Der letzte Red-Bull-Fahrer, dem das passiert ist, war David Coulthard am Saisonende 2008, also vor 15 Jahren. Damals war Red Bull aber noch ein Mittelfeld-Team und hatte noch keinen Sieg auf dem Konto.

Trotzdem hat Teamchef Christian Horner keine Zweifel an der Qualität seines Schützlings: "Ich denke, er braucht nur ein gutes Wochenende, um wieder Vertrauen zu gewinnen", sagt er. "Er hatte drei schwierige Samstage, und dann stehst du halt auch für Sonntag schlecht da. Wozu Checo in der Lage ist, das haben wir erst vor einem oder zwei Monaten gesehen."

Denn eigentlich war Perez' Saisonstart gar nicht so schlecht: In den ersten fünf Wochenenden gewann er zwei Rennen und holte sich auch zweimal die Poleposition sowie den Sieg beim Sprintrennen von Baku. Doch in Monaco, wo er im Vorjahr noch gewonnen hatte, kam der Bruch.

Der Unfall im Qualifying ließ ihn von ganz hinten starten und ein fürchterliches Rennen haben. In Barcelona schied er bereits in Q2 aus und kam im Rennen noch auf Position vier nach vorne - allerdings etwa hinter George Russell (Mercedes), der hinter ihm gestartet war.

Button: Von Perez "mehr erwartet"

Auch in Montreal kam er im Qualifying nicht in die Top 10, doch eine erwartete Aufholjagd führte ihn nur auf Position sechs - hinter beiden Ferraris. Zwar sagt Horner, dass das nicht weit weg von dem war, was die Simulationen im Vorfeld suggeriert hätten, sein früherer Teamkollege Jenson Button war aber dennoch enttäuscht über die Leistung von Perez am Sonntag.

"Ich habe mehr erwartet", sagt der Brite, vor allem wenn der Teamkollege das Rennen gewinnt und dabei jede Runde führt. Denn eigentlich sei Perez sehr gut darin, sich durch das Feld zu kämpfen: "Das ist eine seiner Stärken, darin ist er einer der besten Fahrer", betont Button. "Es macht so viel Spaß, das anzuschauen. Aber das haben wir nicht bekommen."

Perez selbst sagt, dass er in Kanada vor allem beim Anbremsen Probleme hatte: "Die Fahrbarkeit war nicht großartig, und das war beim Bremsen am schlimmsten", so der Mexikaner. Einen Grund hat er aktuell noch nicht gefunden: "Das müssen wir in den Griff bekommen und sicherstellen, dass wir herausfinden, was los war - und dann gestärkt zurückkommen."

Auch Teamchef Horner sieht "nichts Bestimmtes", was am Auto nicht gestimmt haben soll: "Ich glaube, er hatte wie die anderen damit zu kämpfen, Reifentemperaturen zu erzeugen", sagt er. "Das ist natürlich etwas, was Max schon immer sehr gut beherrscht hat, so wie er das Auto fährt."

Hat Red Bull noch die Geduld?

Doch was auch immer das Problem war: Am Ende steht wieder einmal ein enttäuschendes Ergebnis und ein weiterer herber Verlust in der Meisterschaft. Die Durchhalteparolen, dass er sich kein schlechtes Wochenende mehr erlauben kann und dass es beim nächsten Mal besser wird, kann er somit vor dem nächsten Rennen zum dritten Mal wiederholen.

"Es ist, wie es ist", hadert er. Doch wie geht er damit um? "Man muss einfach mental stark sein", so Perez. "Ich bin stark und weiß, dass ich das überstehen werde."


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Die Frage ist aber, wie lange Red Bull sich die Leistung noch anschaut, bedenkt man, dass mit den Vorgängern Daniil Kwjat, Pierre Gasly und Alexander Albon auch nicht zimperlich umgegangen wurde. Zuletzt hatte Helmut Marko einen Fahrerwechsel während der Saison nicht mehr ausgeschlossen.

Perez' Vertrag läuft noch bis zum Ende der kommenden Saison. Danach gefragt, betont Horner: " Er ist im Moment Zweiter in der Weltmeisterschaft. Er ist der einzige Fahrer neben Max, der zwei Rennen gewonnen hat. Wir müssen ihn in dieser Phase unterstützen. Dann bin ich mir sicher, dass er seine Form wieder finden wird."

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