• 25. Juni 2023 · 17:00 Uhr

Konkurrenz durch Bridgestone: Neuer Vertrag für Pirelli "komplizierter"

Die Formel 1 sucht derzeit nach einem neuen Reifenausrüster ab 2025: Neben Pirelli soll Bridgestone in der Auswahl sein - Für die Italiener wird es "komplizierter"

(Motorsport-Total.com) - Für Pirelli ist die neue Ausschreibung für den Einheitsausrüster der Formel-1-Reifen "komplizierter" als in der Vergangenheit, wie Manager Mario Isola sagt. Die Italiener haben sich für einen neuen Vertrag zwischen 2025 und 2027 (plus Option über ein weiteres Jahr) beworben, bekommen aber wohl mit Bridgestone harte Konkurrenz.

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Mario Isola will mit Pirelli weiter ein Teil der Formel 1 bleiben Zoom Download

Der Auswahlprozess befindet sich derzeit in der zweiten Phase, nachdem die FIA die Bewerber evaluiert und aussortiert hat. Es heißt, dass neben dem bisherigen Ausrüster Pirelli auch der frühere Ausrüster Bridgestone grünes Licht bekommen hat - eine offizielle Bestätigung seitens des Verbandes gibt es dazu aber nicht.

Trotzdem ist sich Pirelli bewusst, dass man beim neuen Deal starke Konkurrenz hat, nachdem man sich beim letzten Bewerbungsprozess gegen Hankook durchsetzen konnte. Zudem sind die Anforderungen an den Hersteller deutlich höher als beim letzten Mal.

"Was ich Ihnen sagen kann, ist, dass das Ausschreibungsdokument viel komplizierter war als in der Vergangenheit", verrät Isola. "Es gibt viele Abschnitte und viele zusätzliche Elemente im Vergleich zur letzten Ausschreibung."

"Ein großer Teil bezieht sich auf die Nachhaltigkeit, ein großer Teil auf unsere Fähigkeit, ein Produkt mit bestimmten Eigenschaften zu liefern, sowie eine Dienstleistung mit bestimmten Eigenschaften und einer Reihe von Ingenieuren. Wir mussten ziemlich viel arbeiten, um alle dafür erforderlichen Unterlagen zu bekommen."

Der Formel-1-Prozess zur Auswahl des künftigen Reifenlieferanten basiert auf Überlegungen der FIA zu den technischen und sportlichen Aspekten der Reifen sowie auf kommerziellen Überlegungen der Formel 1.

Immer an Anforderungen angepasst

Pirelli rührt für sich die Werbetrommel und betont, dass man nicht übersehen sollte, wie hart man gearbeitet habe, um Partner der Serie zu werden, und wie man dabei geholfen habe, das Produkt zu liefern, das gewünscht wurde.

"In diesen 13 Jahren haben wir immer versucht, unser Bestes zu geben, um die Anforderungen zu erfüllen, die wir in den verschiedenen Jahren hatten", sagt Isola. "Ab 2011 gab es Reifen mit hohem Abbau, dann hatten wir eine andere Power-Unit und den breiteren Reifen, den 18-Zoll-Reifen. Dann mehr Abbau und dann weniger Abbau."


Fotostrecke: Schwarzes Gold: Alle Reifenhersteller der F1

Er unterstreicht: "Wir haben unser Produkt immer an die verschiedenen Anforderungen angepasst." Hinzu kamen umfangreiche Sponsoring- und Marketing-Aktivitäten, mit denen man die Promoter und die FIA unterstützt habe.

"Ich glaube, dass unsere Rolle mehr die eines Partners als die eines Sponsors ist. Und so möchten wir auch sein", sagt er. "Wir wollen Teil des Sports sein, nicht weil wir irgendetwas diktieren wollen, sondern weil es bedeutet, dass wir gut mit unseren Stakeholdern zusammenarbeiten und mit den Fahrern und Teams sprechen."

"Wir haben ein System aufgebaut, das sehr effizient ist, um ihnen Daten zu liefern. Ich habe einen Bericht, den wir 2011 erstellt haben, mit einem Bericht verglichen, den wir jetzt erstellen, und es ist unglaublich", sagt er über den Unterschied. "Sie werden über die eine Seite lachen, die wir 2011 zur Verfügung gestellt haben, im Vergleich zu dem Buch, das wir jetzt zur Verfügung stellen."

Pirelli: Keine Aussagen zu Bridgestone

Isola wird natürlich auch zu Bridgestone gefragt und ob ein so namhafter Konkurrent irgendetwas für Pirellis Bewerbung ändert, doch da ist der Italiener pragmatisch: "Um ehrlich zu sein, kenne ich ihren Ansatz nicht, sodass ich dazu nichts sagen kann."


2025: Das Ende von Pirelli in der Formel 1?

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"Wir wissen nicht, wer der Konkurrent ist. Gerüchte sind Gerüchte, und ich weiß, dass wir es offiziell nicht wissen. Wenn es ein anderer Konkurrent ist, dann haben sie wahrscheinlich einen anderen Ansatz".

Bridgestone war zuletzt zwischen 1997 und 2010 in der Formel 1, bevor Pirelli als alleiniger Ausrüster übernommen hatte.

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