• 25. März 2023 · 11:39 Uhr

Alpine: Haben versucht, Gaslys Strafpunkte löschen zu lassen, aber ...

Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer bestätigt, sich beim Treffen der Formel-1-Komission für eine Löschung der Strafpunkte von Pierre Gasly eingesetzt zu haben

(Motorsport-Total.com) - Alpine hat enthüllt, dass ein Versuch, einige der Strafpunkte von Pierre Gasly zu tilgen, an der Opportunität der Formel-1-Rivalen gescheitert ist. Gasly stand im Mittelpunkt des Interesses am Strafpunktesystem der Formel 1, nachdem er im vergangenen Jahr 10 Punkte gesammelt hatte - nur zwei weniger als das Limit, bevor eine Rennsperre verhängt wird.

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Pierre Gasly bei einem Interview in Saudi-Arabien Zoom Download

Da einige seiner Punkte aus geringfügigen Vergehen wie Tracklimit-Verstößen stammten, löste seine Situation im Winter eine Diskussion darüber aus, ob das System überdacht werden muss, um sicherzustellen, dass unschuldige Fahrer nicht gegen eine Regel verstoßen, die ursprünglich dazu gedacht war, gefährliches Fahren zu verhindern.

Die FIA hat sich daraufhin bereit erklärt, die Art und Weise, wie Strafpunkte verteilt werden, ab der Saison 2023 zu ändern. Von nun an werden Punkte nicht mehr für Vergehen wie das Überschreiten von Streckenbegrenzungen, sondern nur noch für bestimmte Fälle von gefährlichem Fahren vergeben.

Gasly schweigt: "Werde mich dazu nicht äußern"

Während dies für Fahrer mit vielen Punkten eine gute Nachricht ist, da es das Risiko minimiert, dass sie durch unschuldige Fehler die Grenze für ein Rennverbot überschreiten, bleibt ein gewisses Unbehagen über die Situation bestehen. Das wurde deutlich, als Gasly, der sich vergangenes Jahr in dieser Angelegenheit sehr offen zeigte, von der aktuellen Situation nicht beeindruckt scheint.

Als er in Saudi-Arabien gefragt wurde, ob er die neue Art der Punktevergabe begrüße, sagt er: "Ich werde diese Frage nicht einmal beantworten. Sie können sie [meine Antwort] so verstehen, wie sie wollen. Aber ich werde mich nicht dazu äußern."

Es wird davon ausgegangen, dass Gaslys Haltung darauf zurückzuführen ist, dass er und sein Team der Meinung sind, dass die Änderung der Herangehensweise an die Verstöße auch auf diejenigen des letzten Jahres angewendet werden sollte.

Szafnauer: Neue FIA-Vorgehensweise sollte rückwirkend greifen

Für Alpine-Teamchef Otmar Szafnauer ist klar, dass die Punkte gestrichen werden sollten. Schließlich hat die FIA akzeptiert, dass die Vergabe von Strafpunkten für Streckenbegrenzungen falsch ist. "Es gibt zwei Elemente der Regel", sagte Szafnauer gegenüber der englischen Edition von 'Motorsport.com'.

"Erstens: Wofür sollte man in Zukunft Strafpunkte bekommen? Und ich denke, es ist richtig, dass man Strafpunkte nicht für Dinge wie Streckenbegrenzungen bekommen sollte, sondern für gefährliches Fahren, was auch früher immer die Absicht war."


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"Ich weiß nicht, wie Dinge wie Streckenbegrenzungen oder ein zu großer Abstand zum Safety-Car jemals in diese Regelung aufgenommen wurden, denn das ist kein gefährliches Fahren. Wie auch immer, das ist eine Sache, und ich stimme mit der [neuen] Interpretation der FIA überein."

"Sollte das nun rückwirkend gelten? Ich werde immer Ja sagen, vor allem, weil ich denke, dass es fair ist. Wenn wir alle aufstehen, unsere Hände heben und sagen, dass wir einen Fehler gemacht haben, dann sollten wir den Fehler rückwärts korrigieren und nicht nur nach vorne schauen."

Szafnauer: Andere Teams blockierten Vorschlag

Wie sich herausstellt, brachte Szafnauer das Thema in der jüngsten Sitzung der Formel-1-Kommission zur Sprache und schlug vor, den Fahrern die Punkte für geringfügige Vergehen aus der Lizenz zu streichen. Obwohl einige Konkurrenten von Alpine diese Idee für gut hielten, fand sie nicht die nötige Mehrheit, um umgesetzt zu werden.

Zu seinem Vorschlag sagt Szafnauer: "Ich war in der Minderheit. Es gab wahrscheinlich 3 oder 4 von den 10 Teams, die ihn unterstützten. Einige derjenigen, die ihn nicht unterstützten, gaben zu, dass sie ihn aus opportunistischen Gründen nicht unterstützten, weil sie hoffen, dass uns etwas passiert."


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Szafnauer räumt ein, dass es wenig Hoffnung gebe, die konkurrierenden Teams davon überzeugen zu können, ihre Meinung zu ändern. Gaslys 10 Strafpunkte stammen aus einer Mischung von Vorfällen im Renngeschehen und Verstößen gegen sportliche Regeln.

Mit neuer Vorgehensweise: Gasly hätte nur 6 Strafpunkte

Die sechs Punkte, die er für seine Kollisionen mit Lance Stroll in Spanien und mit Sebastian Vettel in Österreich im vergangenen Jahr erhalten hat, sowie die Tatsache, dass er beim Großen Preis von Japan nicht wegen der roten Flagge gebremst hat, hätten nach dem neuen FIA-Konzept alle die gleiche Strafe verdient.

Die beiden Punkte, die er für das Lassen einer zu großen Lücke hinter dem Safety-Car in Austin erhielt, sowie der eine Punkt für einen Verstoß gegen die Streckenbegrenzung in Österreich und das Verlassen der Strecke und die Erlangung eines Vorteils in Mexiko, als er sich mit Stroll anlegte, wären jedoch wahrscheinlich nicht vergeben worden, womit Galsy nur bei 6 Punkten stehen würde.

Da die Punkte 12 Monate lang auf der Lizenz verbleiben, wird Gasly bis zum 22. Mai, dem Montag nach dem Grand Prix der Emilia Romagna in Imola, keinen Punkt abgezogen bekommen, weshalb er sich in den kommenden vier Rennen noch hüten muss.

(Eine Auflistung der Strafpunkte aller Fahrer und deren Verfallsdatum gibt es übrigens hier.)

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