• 11. März 2023 · 13:00 Uhr

Ex-Williams-Teamchef Capito: "James Vowles die absolut richtige Wahl"

Jost Capito erklärt seinen Abschied von Williams Ende vergangenen Jahres und schätzt seinen Nachfolger James Vowles sowie das neue Auto für 2023 ein

(Motorsport-Total.com) - Ende 2022 sorgte der Rücktritt von Jost Capito als Williams-Teamchef für eine faustdicke Überraschung. Dabei sei für den 64-Jährigen von vornherein klar gewesen, dass er nur eine begrenzte Zeit vom Team aus Grove verbringen wird.

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Jost Capito führte das Formel-1-Team von Williams die vergangenen zwei Jahre Zoom Download

"Intern und für mich kam es natürlich nicht überraschend", sagt Capito im Gespräch mit 'Sky'. Ich habe von Anfang an gesagt, ich mache zwei Jahre, maximal drei Jahre."

Nachdem er den Posten des CEO und Teamchefs erst 2021 angetreten hatte, sei die Entscheidung, nach zwei Jahren an einen Nachfolger zu übergeben, im Einvernehmen mit dem Vorstand gefallen. "Ich glaube, die die Basis, die Grundlagen sind geschaffen, und dann muss man sagen, was ist das Beste für das Team?", so Capito.

"Ist das Beste für das Team, jetzt einen jungen Teamprinzipal zu bringen, der das Team auch über zehn Jahre führen kann und weiter aufbauen kann, oder macht es Sinn, noch ein Jahr weiterzumachen? Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass es am besten ist, das Zepter jetzt zu übergeben", erklärt er die Entscheidung.

Mit Ex-Mercedes-Mann James Vowles als Nachfolger habe Williams aus seiner Sicht "eine wirklich ausgezeichnete Wahl" getroffen. "Der kann das Team lange führen", sagt Capito und bekräftigt: "Die Basis ist gelegt, die Grundlagen sind gelegt."

"Das Auto ist, glaube ich, recht gut, gemessen an den Möglichkeiten, die Williams im Moment hat. Es ist zuverlässig, es sind zwei gute Fahrer an Bord und ich denke, es ist eine gute Basis für den James, das Team jetzt weiter nach vorne zu bringen."

Capito sieht in Vowles den richtigen Mann

Auf die Frage, ob er in die Suche nach einem geeigneten Nachfolger noch selbst involviert gewesen sei, entgegnet der Ex-Williams-Teamchef: "Nein, das wusste ich nicht, aber die Wahl ist gut. Wir haben natürlich besprochen, in welche Richtung es gehen sollte, und ich denke, James ist absolut die richtige Wahl."

Beim Saisonauftakt in Bahrain schnitt das Team mit den Plätzen zehn und zwölf auf Anhieb gut ab. Alex Albon analysierte danach, dass Williams gleich nach Aston Martin die zweitbeste Steigerung im Vergleich zur vergangenen Saison vollzogen habe.


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Über das neue Auto, den FW45, dessen Entwicklung noch unter der Führung von Capito erfolgte, sagt er: "Wir hatten ja das Upgrade vergangenes Jahr in Silverstone. Wir konnten das aber nicht so weit machen, wir wollten, weil das hätte Änderungen in der Kühlerkonfiguration benötigt, also war das ein Kompromiss."

"Diese Kompromisse hat man für dieses Jahr beseitigt. Wir haben uns Ziele gesteckt, aerodynamisch, Gewichtsziele, und die sind so weit eingehalten worden. Also wir haben die Ziele so weit erreicht Ende des Jahres, bevor ich gegangen bin, sodass ich relativ zuversichtlich bin, dass das Auto einen Schritt nach vorne macht."

Kein Top-Auto, aber deutliche Fortschritte

"Williams ist noch nicht da, dass man ein Top-Auto machen kann, das sicher noch nicht", räumt Capito ein. "Aber ich glaube, es geht in die richtige Richtung. Man sollte einen Schritt vorwärts gemacht haben, speziell auch bei der Zuverlässigkeit."


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Den Ton in der aktuellen Formel 1 gibt aber weiter Red Bull an, die beim Saisonauftakt gleich mal einen Doppelsieg feierten. "Sie haben natürlich den Vorteil vom letzten Jahr", blickt Capito auf Max Verstappens Dominanz in der Saison 2022 zurück.

"Es war vergangenes Jahr zum Ende der Saison mit Sicherheit das schnellste Auto, und wenn man vom schnellsten Auto weiterentwickeln kann, dann ist man in einer guten Position, weil alle anderen müssen ja mehr aufholen und größere Schritte machen."

Zudem sei auch der Gewinn der Fahrer- und Konstrukteursmeisterschaft im Vorjahr ein großer Schub für das Selbstvertrauen. "Und man sieht das auch am Max, wie er rausgeht. Er hat so ein Selbstvertrauen und das ganze Team steht so gut da. Ich glaube, Red Bull ist das Team, das es zu schlagen gilt in diesem Jahr."

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