• 08. Februar 2023 · 15:18 Uhr

FIA-Präsident bin Sulayem gibt Formel-1-Tagesgeschäft ab

Mohammed bin Sulayem, Präsident der FIA, tritt in der Formel 1 künftig kürzer und gibt das Tagesgeschäft ab - Der Schritt sei seit einiger Zeit geplant gewesen

(Motorsport-Total.com) - FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem hat sich vor der neuen Saison aus dem Tagesgeschäft der Formel 1 zurückgezogen. Er informierte die Teams am Montag in einem Brief, dass er sich aus der Königsklasse zurückziehen und das Tagesgeschäft künftig Formelsport-Leiter Nikolas Tombazis überlassen werde.

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Mohammed bin Sulayem gibt das Tagesgeschäft der Formel 1 weiter Zoom Download

Der Schritt sei Teil einer Umstrukturierung, die auch die Führungsebene der FIA umfasst. Entsprechende Pläne hatten bereits im Januar Formen angenommen, als der bisherige Technikchef Tombazis zum Verantwortlichen für Formelsport ernannt wurde und Steve Nielsen die Rolle des Sportdirektors übernahm.

Bin Sulayem, seit Dezember 2021 Präsident des Dachverbandes, wird weiterhin an wichtigen Entscheidungen beteiligt sein und sich auf strategische Angelegenheiten konzentrieren. Tombazis ist für die Teams aber künftig der Hauptansprechpartner.

"Das Manifest des Präsidenten hat diesen Plan klar dargelegt, bevor er gewählt wurde", erklärt ein FIA-Sprecher. "Es versprach 'die Ernennung eines FIA-CEOs, um einen integrierten und abgestimmten Betrieb zu gewährleisten', sowie die 'Einführung eines überarbeiteten Governance-Rahmens' unter 'einem Führungsteam, das sich auf Transparenz, Demokratie und Wachstum konzentriert'."

Diese Ziele samt der neuen Struktur seien seit Beginn der Präsidentschaft geplant und nun umgesetzt worden. Dennoch folgt der Schritt auf eine Reihe von Kontroversen, in die bin Sulayem zuletzt verwickelt war und die ihm Kritik einbrachten.

So hatten sich die Anwälte der Formel 1 im vergangenen Monat schriftlich an den FIA-Präsidenten gewandt, um ihn wegen seiner Äußerungen zum potenziellen Wert der Rennserie zu tadeln. Zuvor hatte bin Sulayem ein angebliches Kaufangebot seitens Saudi-Arabien über 20 Milliarden Dollar als "übertrieben" bezeichnet.


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Die Formel 1 behauptete daraufhin, bin Sulayem habe sich in geschäftliche Belange eingemischt, die ausschließlich in den Zuständigkeitsbereich des Eigentümers Liberty Media fallen, und drohte damit, die FIA für etwaige Verluste haftbar zu machen.

Bin Sulayem geriet außerdem unter Beschuss, als kürzlich Kommentare aus dem Jahr 2001 wieder auftauchten, in denen er sagte, dass er "Frauen nicht mag, die denken, sie seien schlauer als Männer, denn sie sind es in Wahrheit nicht". Das Zitat befand sich in einer archivierten Version seiner früheren Website.

Der Dachverband erklärte daraufhin, dass die zitierten Äußerungen von bin Sulayem "nicht die Überzeugungen des FIA-Präsidenten widerspiegeln" und verwies auf sein "starkes Engagement bei der Förderung von Frauen und Gleichberechtigung im Sport".

Die Spannungen zwischen der Formel 1 und der FIA haben auch wegen ihrer Positionen zu potenziellen neuen Teams, die in Zukunft an den Start gehen könnten, zugenommen. Während die FIA ein offizielles Bewerbungsverfahren einleitete, haben die Formel 1 und die bestehenden zehn Teams bekanntermaßen einige Vorbehalte gegenüber den Plänen und den Auswirkungen auf die Serie.

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