• 13. Januar 2023 · 08:04 Uhr

FIA-Präsident kündigt an: Weiter mehr als ein Rennleiter in der Formel 1

Die FIA will in Zukunft weiterhin auf mehr als einen Rennleiter in der Formel 1 setzen: Doppelspitze von Wittich und Freitas kam 2022 aber nicht gut an

(Motorsport-Total.com) - Laut FIA-Präsident Mohammed bin Sulayem wird die Formel 1 auch in Zukunft weiterhin mehrere Rennleiter haben, anstatt nur auf eine Einzelperson zu setzen. Dieser Ansatz wurde 2022 erstmals verfolgt, als die FIA nach dem Abgang von Michael Masi gleich zwei Nachfolger ernannt hatte, nämlich Niels Wittich und Eduardo Freitas.

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Niels Wittich hat sich die Rennleitung 2022 mit Eduardo Freitas geteilt Zoom Download

Das Konzept stieß allerdings auf Kritik, weil es dadurch nach Ansicht vieler Fahrer und Teams zu fehlender Konstanz kam. Außerdem wurde bemängelt, dass der Leiter eines Rennens beim nächsten Grand Prix meist nicht anwesend war, um eventuelle Streitpunkte zu besprechen.

Für die letzten Saisonrennen 2022 setzte die FIA mit Niels Wittich wieder nur auf einen Rennleiter, doch in Zukunft soll die Last weiter auf mehrere Schultern verteilt werden: "Man kann nicht nur einen Rennleiter haben und sich auf ihn verlassen", sagt Bin Sulayem im Rahmen einer Medienrunde bei der Rallye Dakar.

Präsident verspricht guten Nachwuchs

"Ich denke, dass wir eine zweite Rolle vorbereiten sollten, weil wir uns in der größten Meisterschaft oder in jeder anderen nicht auf alles verlassen können", so der FIA-Präsident. "Was ist, wenn etwas passiert? Wenn wir den Motorsport aufrechterhalten wollen, müssen wir mit dem Training darauf vorbereitet sein."


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Wie das in Zukunft aussehen soll, also ob es wieder rotierende Rennleiter oder eine Doppelspitze bei jedem Rennen geben wird, das lässt er erst einmal offen. Doch er ist überzeugt davon, dass in Zukunft talentierter Nachwuchs von unten hochkommen kann.

"Ich bin der festen Überzeugung, dass es irgendwo auf der Welt bessere Rennleiter und bessere Kommissare geben kann", sagt er. "Jetzt gehen wir auf die nationalen Verbände zu und bitten sie, uns Leute für die Ausbildung zu schicken. Wir haben jetzt ein richtiges Team für die Ausbildung und ihr werdet gute Leute bekommen. Das verspreche ich."

Michael Masi wollte selbst gehen

Die Präsidentschaft von Bin Sulayem begann vor rund einem Jahr gleich mit einer Kontroverse in diesem Bereich. Als Nachfolger von Jean Todt kam er nur wenige Tage nach dem umstrittenen Formel-1-Finale in Abu Dhabi 2021 an die Macht, wenige Wochen später wurde der damalige Rennleiter Michael Masi von der FIA entlassen.

Laut Bin Sulayem sei das aber keine einseitige Beendigung der Arbeitsbeziehung gewesen: "Es war auch seine Entscheidung", betont er.


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Masi hatte nach seinen Entscheidungen in der letzten Safety-Car-Phase, die Lewis Hamilton letzten Endes den Titel gekostet hatten, starke Anfeindungen und sogar Morddrohungen erhalten. "Ich hatte das Gefühl, dass er auch einfach nicht weitergehen wollte, wegen dem, was er in den sozialen Medien mitbekommen hat", so Bin Sulayem. "Das war für ihn unfair."

Die FIA habe Masi dabei immer unterstützt, wie er betont. Gleichzeitig hätten aber auch andere Mitglieder wie FIA-Kommissarin Silvia Bellot oder Bin Sulayem selbst Drohungen erhalten. "Aber ich habe sie nicht ernst genommen", winkt er ab.

"Aber jetzt wehren wir uns gegen die toxischen sozialen Medien, die unseren Sport beeinflussen", stellt der FIA-Präsident klar. "Ich glaube fest daran, dass der Schaden für unseren Sport in Zukunft nicht mehr zu reparieren sein wird, wenn wir uns nicht wehren."

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