• 23. November 2022 · 11:27 Uhr

Mercedes ziemlich sicher: Reduzierte Zeit im Windtunnel wird Red Bull schaden!

Laut Mercedes wird Red Bull bei der Entwicklung des Autos für die Saison 2023 Schwierigkeiten bekommen - Grund ist die Windtunnel-Strafe für das Meisterteam

(Motorsport-Total.com) - Red Bull wird seinen Windtunnel für die Formel-1-Saison 2023 rund 27 Prozent weniger nutzen dürfen als Mercedes. Diese Zahl setzt sich einerseits aus den Erfolgen des Weltmeisterteams in der Saison 2022 und der Strafe seitens des Automobil-Weltverbandes [FIA] für die Überziehung der Budgetobergrenze im Jahr 2021 zusammen. Laut Mercedes wird der Rennstall das Defizit im Vergleich zur Konkurrenz zu spüren bekommen.

George Russell, Lewis Hamilton, Max Verstappen, Sergio Perez

Wird Red Bull an der FIA-Strafe zu knabbern haben? Zoom Download

Das Team rund um Weltmeister Max Verstappen und Sergio Perez hat im Jahr 2021 das Budget um rund 2,16 Millionen Euro überzogen. Deshalb wurden Red Bull zehn Prozent Testzeit für die Aerodynamik im Windtunnel gestrichen. Die Erfolgsstrafen, die im sportlichen Reglement der Formel 1 festgelegt sind, kommen noch oben drauf, weshalb Mercedes für die Saison 2023 einen Vorteil gegenüber Red Bull haben wird.

Doch wie kommen die 27 Prozent Defizit zusammen? Zu den zehn Prozent Strafe gesellen sich nur 70 Prozent der eigentlichen Zeit im Windtunnel dazu, die Red Bull aufgrund des Sieges in der Konstrukteursmeisterschaft aufgebrummt bekommen. Das entspricht 224 Windtunnel-Tests. Ferrari bekommt auf Platz zwei 75 Prozent, also 240 Tests zugesprochen. Bei Mercedes sind es 80 Prozent und damit 256 Tests im Windtunnel. Durch die Strafe bekommt Red Bull aber nur 63 Prozent der Gesamtzeit und damit 202 Tests.

Das macht 27 Prozent weniger Testzeit im Windtunnel für Red Bull als Mercedes zur Verfügung hat - ein riesiger Vorteil für das Team aus Deutschland. Mercedes-Teamchef Toto Wolff sagt über die Obergrenze: "Ich glaube, es ist schwieriger, weil man nicht wirklich mehr investieren kann, um schneller zu einem Ergebnis zu kommen. Aber ich denke, dass die aerodynamischen Vorschriften und die Strafe, die Red Bull erhalten hat, nämlich 25 Prozent weniger Windkanal, einen Einfluss haben können."

Die Formel 1 hat die Regeln aufgestellt, damit Teams, die im Vorjahr noch deutlich schwächer waren, mehr Zeit im Windtunnel erhalten, um auf die Konkurrenz aufzuholen. "Das ist auch der Grund, warum wir in Zukunft viel engere Meisterschaften sehen werden, denn wenn man Letzter ist, hat man 40 Prozent mehr Zeit im Windtunnel", prophezeit Wolff. "Das ist ein Vorteil, den man nutzen muss. Aber ist das gegeben? Wer weiß?"


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Laut Wolff hat Red Bull auch ohne die Zeit im Windtunnel gute Chancen, vorne mitzumischen, da es ein "brillantes Team" sei. "Das wird sie zusätzlich motivieren und im Vergleich zu Ferrari sind es weniger Prozent. Aber es handelt sich um marginale Spielchen, und wir waren im letzten Viertel der Saison etwas näher an Ferrari dran." Mercedes hat in der Saison 2022 erst die Probleme mit dem Porpoising am W13 lösen müssen, ehe sich das Team auf die Entwicklung konzentrieren konnte.

In Brasilien schlug Mercedes mit zwei Siegen im Sprint- und Hauptrennen zurück - beide Läufe gewann George Russell. Lewis Hamilton gewann erstmals in seiner Formel-1-Karriere keinen Saisonlauf. Besonders euphorisch scheint Wolff im Vorfeld der Saison 2023 nicht zu sein: "Bei mir ist das Glas immer halb leer, denn ich glaube nie, dass wir unseren Job gut genug machen. Ich bin mir nicht sicher, dass wir uns in den Titelkampf zurück kämpfen können, da die Konkurrenz stark ist, das müssen wir anerkennen." Das Team wolle natürlich sein Bestes geben.

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