• 20. Juli 2022 · 08:52 Uhr

Williams: Auch Latifi bekommt in Frankreich endlich das Update

Mit zwei Rennen Verspätung bekommt auch Nicholas Latifi das Williams-Update - Das Team hat nach Silverstone und Spielberg allerdings noch immer einige Fragezeichen

(Motorsport-Total.com) - Bei Williams herrschen ab dem Frankreich-GP am Wochenende wieder gleiche Voraussetzungen für beide Piloten. "Wir sind jetzt in einer Position, in der beide Autos mit den Upgrades fahren können", verrät Dave Robson, Leiter der Fahrzeugperformance.

Alexander Albon

Bislang hatte lediglich Alexander Albon die neuen Teile zur Verfügung Zoom Download

Das Team aus Grove hatte bereits in Silverstone ein größeres Update für den FW44 gebracht. Sowohl beim Heimrennen in Großbritannien als auch danach in Spielberg hatte jedoch nur Alexander Albon die neuen Teile zur Verfügung.

Nun wird mit zwei Rennen Verspätung auch endlich Nicholas Latifi in den Genuss der Updates kommen. "Hoffentlich gibt es uns die zusätzliche Pace, die uns gefehlt hat", so der Kanadier, der sich wünscht, weiter vorne im Feld mitkämpfen zu können.

Grundsätzlich eine nicht unbegründete Hoffnung, denn vor Silverstone war zu hören, dass das Update rund eine Sekunde bringen soll - zumindest in der Theorie. Denn Fakt ist, dass Williams das neue Paket bislang noch nicht komplett verstanden hat.

"Es gibt diese Phase, in der man checken muss, ob es sich so wie im Windkanal und in den Simulationen verhält", erklärt Robson. Das wollte Williams eigentlich bereits im ersten Silverstone-Training erledigen. Doch das klappte nicht, weil es damals regnete.

Wie viel bringt das neue Paket wirklich?

"Es wäre eine ziemlich langweilige Session gewesen. Aber wir hätten die Daten sammeln können", erklärt Robson. Und wirklich nachholen konnte man diese Arbeit bislang auch nicht, weil man das zweite Training anschließend für die Rennvorbereitung nutzte.

Und beim vergangenen Rennen in Spielberg machte Williams das Sprintformat einen Strich durch die Rechnung. Weil es dort lediglich ein Training vor dem Qualifying gab, konnte man auch dieses nicht zum reinen Datensammeln verwenden.


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Das möchte man nun in Le Castellet nachholen. "Weil das Wetter an diesem Wochenende wahrscheinlich warm, trocken und stabil sein wird, wollen wir den Freitag nutzen, damit sich Nicky an die neuen Teile gewöhnen kann", erklärt Robson.

Außerdem wolle man selbst verstehen, "wir wir am besten die Performance aus dem neuen Paket holen." Denn weil dem Team noch Daten fehlen, kann man aktuell nicht sagen, wie viel Rundenzeit das Update in der Realität nun wirklich bringt.

"Es ist noch immer schwierig, das zu quantifizieren", grübelt Robson und erklärt: "Es gibt vielversprechende Anzeichen und gutes Feedback von Alex. Aber ich denke, wir verstehen noch nicht, wie wir das Maximum herausholen."

Williams jetzt schwieriger zu fahren

Zumindest sei er aber zuversichtlich, "dass wir [mit dem Update] einen Schritt nach vorne gemacht haben", so Robson, der drei Kernpunkte nennt. So solle das Update eine bessere Balance bieten und mehr Abtrieb bei weniger Luftwiderstand generieren.

Und drittens solle es eine "viel bessere Plattform" für die zukünftige Entwicklung bilden. "Das sind die drei Dinge, auf die wir abzielen. Ich denke, es gibt auch Anzeichen für alle drei, aber wir waren noch nicht in der Lage, sie zu quantifizieren", so Robson.


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Negativer Nebeneffekt: Laut Albon ist das Auto mit den Updates etwas schwerer zu fahren als zuvor. "Das passiert ganz natürlich, je mehr man die Aerodynamik pusht", erklärt Robson, der nun einige Anpassungen "auf der mechanischen Seite" ankündigt.

Damit könne man die Situation für die Fahrer etwas verbessern, hofft er. "Aber ich glaube, manches davon wird einfach unvermeidbar sein. Das muss er einfach mit seinem Fahrstil absorbieren", so Robson.

Latifi, der die Updates an diesem Wochenende zum ersten Mal überhaupt am Auto haben wird, wird sich in Le Castellet also auch erst einmal daran gewöhnen müssen. Eine "langweilige Session" würde da natürlich helfen.

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