• 09. Juli 2022 · 21:53 Uhr

Alexander Albon kritisiert ständiges Hin und Her der Stewards nach Zeitstrafe

Williams-Pilot Alexander Albon bezeichnet die Zeitstrafe für sein Rausdrücken gegen Lando Norris als "unfair" und fordert endlich Konsistenz der Stewards

(Motorsport-Total.com) - Williams-Pilot Alexander Albon ist der Meinung, dass die FIA-Kommissars es den Formel-1-Fahrern nach einer "unfairen" Strafe im Sprintrennen des Großen Preises von Österreich weiterhin schwer machen, die Regeln richtig zu verstehen.

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Alexander Albon auf der Strecke in Spielberg Zoom Download

Beim Großen Preis von Großbritannien in der vergangenen Woche kämpften die Fahrer über weite Strecken des Rennens am Limit, ohne dass die FIA-Kommissars eingriffen, obwohl mehrere Fahrer andere von der Strecke drängten.

Beim Sprintrennen in Spielberg am Samstag wurden die Gürtel enger geschnallt: Albon wurde bestraft, weil er McLaren-Pilot Lando Norris in Runde vier des 23-Runden-Rennens von der Strecke drängte. Die Szene erinnerte an das Jahr 2019, als Max Verstappen das Rennen gewann, nachdem er Charles Leclerc in ähnlicher Weise von der Strecke drückte. Damals gab es keine Strafe.

Albon versteht es nicht: In Silverstone war noch alles erlaubt

Albon empfand seine Fünf-Sekunden-Zeitstrafe als unfair und beklagte sich über die "beweglichen Torpfosten", die die Fahrer immer noch im Unklaren darüber lassen, welche Art von Verteidigung erlaubt ist. Ein Thema, das auch in einer hitzigen Fahrerbesprechung in Österreich diskutiert wurde.

"Wir hatten eine lange Unterhaltung in der Fahrerbesprechung über diese Art von Dingen", sagt Albon. "Und man hat gesehen, dass, wenn sich Leute über eine Entscheidung beschweren, diese Entscheidung im nächsten Rennen besonders streng gehandhabt wird, was auch immer es sein mag."

"Wir haben über 'let them race' in Silverstone gesprochen und auf einmal können wir in Österreich nicht mehr frei fahren. Das ist für uns ein beweglicher Torpfosten. Wir wissen nicht wirklich, was wir tun können und was nicht", beklagt der Thailänder.

"Es ist knifflig, denn ich habe das Gefühl, dass die FIA offensichtlich noch lernt, was sie mit der Fahrweise machen will, und bis sie es herausgefunden hat, gibt es eine gewisse Inkonsistenz. Ich bin mir sicher, dass wir uns bei der Fahrerbesprechung im nächsten Rennen wieder unterhalten werden, und dann werden sich die Torpfosten wieder verschieben."

Albon: Williams besonders anfällig in "dirty air"

Albon erklärt, dass sein Zusammenkommen mit Norris in Kurve drei darauf zurückzuführen war, dass er aufgrund der 'dirty air' untersteuerte, als Norris an seiner Außenseite vorbeizog. Zudem sei dies im unterlegenden Williams ein noch größeres Problem als in anderen Autos.

"Leider sind wir ziemlich empfindlich, was die Aerodynamik angeht, vor allem an der Vorderachse und wenn ein Auto außen herum fährt, dann war es das", sagt er. "Ich hätte die Kurve locker geschafft, wenn ich vorne gewesen wäre, aber dadurch, dass er viel später gebremst hat, habe ich die schmutzige Luft fast in der Mitte des Überholvorgangs erwischt."

"Und man hat gesehen, dass wir heute draußen zu kämpfen hatten, wir hatten nicht viel Grip. Ich habe weit untersteuert, obwohl ich nicht einmal versucht habe, ihn zu überholen. Es war einfach das Limit dessen, was wir haben. Es ist schwer für uns, andere Autos zu überholen."

"Natürlich werde ich sagen, dass es eine unfaire Strafe ist, denn ich bin nicht diese Art von Fahrer. Ich versuche nicht, jemanden von der Strecke zu drängen." Albon wies darauf hin, dass sein weiterer Zwischenfall mit Sebastian Vettel in Runde elf das Ergebnis eines ähnlichen Verlustes an Abtrieb war.

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Vettel versuchte, ihn in der Linkskurve von Kurve sieben außen zu überholen, aber während der Deutsche gerade noch genug Platz auf seiner Innenseite ließ, hatte Albon Mühe, den Scheitelpunkt der Kurve zu treffen, was dazu führte, dass er untersteuerte und Vettel ins Kiesbett schleuderte.

"Das ist das Gleiche. Es ist schwierig, weil man so spät wie möglich bremst, aber wenn ein Auto noch später bremst, und dann auch noch außen herum, dann setzen sie viel Vertrauen in dein Auto. Also ja, das ist so eine Sache, und Seb versteht das", sagt Albon.

Er fügt hinzu: "Ich denke, man muss auch ein wenig Vergebung und Verständnis aufbringen. Wir fahren da draußen nicht alle die gleichen Autos. Ich habe das Gefühl, dass man uns übel mitgespielt hat. Jetzt haben wir dort und im Hauptrennen drei, vier Positionen verloren, und ich glaube nicht, dass wir das verdient haben."

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