• 09. Juli 2022 · 20:15 Uhr

Schumacher verärgert über Haas nach P9: "Durfte nicht vorbeifahren"

Mick Schumacher verpasst beim F1-Sprint in Österreich Punkte mit P9 nur knapp und ist verärgert über sein Haas-Team - "Hätte Ocon für Platzs sechs überholen können"

(Motorsport-Total.com) - Mick Schumacher sagt, dass sein Duell mit Lewis Hamilton im Sprintrennen des Großen Preises von Österreich der Formel 1 "nicht hätte passieren dürfen", weil Haas ihn an Kevin Magnussen hätte vorbeilassen müssen.

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Mick Schumacher ist nicht glücklich, dass er Lewis Hamilton ausgeliefert wurde Zoom Download

Die beiden Haas-Piloten fuhren in der Anfangsphase des Sprintrennens am Samstag auf dem Red Bull Ring hintereinander, als sie um Platz sieben kämpften. Als Hamilton in seinem Mercedes in der zweiten Rennhälfte herankam, war Schumacher gezwungen, defensiv zu fahren, um den achten Platz zu halten.

Dabei rutschte er jedoch aus dem DRS-Fenster von Magnussen und bat sein Team, den Dänen einzubremsen, um den DRS-Vorteil zurückzubekommen, damit er sich gegen Hamilton hätte verteidigen können.

Schumacher: "War ganzes Stück schneller"

Hamilton holte schließlich den achten Platz vor einem verärgerten Schumacher, der der Meinung ist, dass Haas ihn früher mit Magnussen hätte tauschen sollen, da er "ein ganzes Stück schneller" war. "Ich denke, das ist etwas, worüber man diskutieren kann", sagt Schumacher, als er nach seinem Rennen gefragt wurde.

"Mir wurde gesagt, dass wir die Positionen halten sollen, was mich dann natürlich in dem Fall sehr verwundbar dort stehen gelassen hat", ist der Deutsche enttäuscht. "Natürlich denke ich, dass der Kampf mit Lewis Spaß gemacht hat. Aber in erster Linie hätte es nicht passieren dürfen. Ich denke, dass ich in mancher Hinsicht ein bisschen schneller war."

Auf die Frage, ob er der Meinung ist, dass man ihm hätte erlauben sollen, vor Magnussen zu fahren, antwortet Schumacher mit "ja". "Ja" sagt er auch auf die Frage, ob das Team den Tausch verweigert habe, als er ihn forderte.

Schumacher: Hätte Ocon für Platz sechs kriegen können

Er glaubt auch, dass er Magnussen vor einem Angriff vor Hamilton "gerettet" hat und meint, dass der sechste Platz von Alpine-Pilot Esteban Ocon möglich gewesen wäre, wenn Haas die Autos getauscht hätte.

"Ich denke, ich hatte mehr Pace, um vorne zu sein", sagt Schumacher. "Es ist also etwas, das ich mir anschauen muss, um zu verstehen, warum wir die Positionen nicht getauscht haben, denn ich hatte das Gefühl, dass ich Esteban wahrscheinlich hätte angreifen können.

"In gewisser Weise habe ich seinen [Magnussens] Hintern vor Lewis gerettet. Ich hatte eigentlich gehofft, dass er sich zurückfallen lassen würde, was aber offensichtlich nicht geschah. Dadurch war ich dann anfällig für das DRS [von Hamilton]."

Ralf Schumacher hat kein Verständnis für Haas

Auch Sky-Experte Ralf Schumacher kann die Haas-Strategie nicht verstehen: "Das hätte man vielleicht cleverer lösen können, weil durch diesen teaminternen Kampf kamen die anderen immer näher. Und dann war Mick leider das Opfer."

"Und dann noch zum Überfluss: Mick hat ja gefragt: Kommt er bitte nochmal zurück, dass ich das DRS habe, dass ich nicht ganz das Opfer werde.? Also Teamplay ist das ein bisschen anders. Aber das ist eine wichtige Lektion. Ich hoffe, dass Mick draus lernt und wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht."


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"Er hätte auch nichts anders machen können. Er hat alles versucht, er war schneller. Man hat ja gesehen, sogar wie schwer sich Lewis Hamilton tut, ihn zu überholen. Er hätte jetzt die Unterstützung vom Team gebraucht und ich glaube, es wäre cleverer gewesen, Mick vorzulassen und Magnussen versucht dann im DRS-Fenster zu bleiben und dann dranzubleiben."

"So haben sie gekämpft, die Reifen kaputt gemacht und das war noch Glück, dass Mick Hamilton so lange aufgehalten hat, sonst wäre Magnussen auch noch raus gewesen. Das hätte man alles vermeiden können. Meine Lehre als Fahrer wäre jetzt daraus, mein eigenes Ding zu machen und ich würde sagen, mein Teamkollege würde das spüren die nächsten Rennen. Aber das muss ja jeder selber entscheiden."

"Das ist eine Hilfe zur Nicht-Hilfe gewesen. Aber ich sage ja: Der Fisch stinkt auch vom Kopf. Und offensichtlich ist man das Thema mit der Strategie nicht mehr gewohnt bei Haas, dass so zu machen. Man hat ja gesehen: Kevin steht im Weg. Mick, was soll er machen?", findet Schumacher klare Worte zur Situation bei Haas.

Teamchef Steiner merkt an: Haben zu langsam reagiert

Haas-Teamchef Günther Steiner ist sich bewusst, dass die Strategie mit Mick Schumacher nicht gerade optimal gelaufen ist: "Es ging alles so schnell. Wir haben dann Kevin gesagt: 'Gib ihm den Windschatten, gib ihm das DRS', aber da sind wir nicht mehr rangekommen. Schade, aber ich meine gegen Lewis zu kämpfen ist toll und er hat eine super Teamleistung gemacht, der Mick."

Magnussen sagt, dass er von seinem Team nicht gebeten wurde, zu wechseln. Zudem sagt er, dass Haas mit einem siebten und neunten Platz im Sprint "wirklich nicht enttäuscht sein kann". "Ich weiß es nicht, denn ich kann natürlich nicht hören, was Mick sagt", antwortet er auf die Frage nach Schumachers Kommentaren.

Magnussen: Gibt keinen Grund, sich zu beschweren

"Aber es war ein großartiger Tag für uns, wir haben Punkte geholt und starten morgen von P7 und P9 in das Hauptrennen. Wir können wirklich in keiner Weise enttäuscht sein."

Magnussen fügt hinzu, dass er dachte, er hätte im zweiten Training ein Problem gehabt, da die Balance des Autos nicht stimmte, bevor sein Haas-Team die Probleme mit Änderungen an der Abstimmung für den Sprint beheben konnte.

"Ich dachte, wir hätten heute Morgen ein Problem gehabt. Die Pace war nicht gut und die Balance schien nicht zu stimmen. Dann haben wir einige Änderungen vorgenommen, aber wir sind wegen des Parc Ferme eingeschränkt", erklärt er. "Aber die Balance kam zurück und wir fanden eine ganze Menge Pace, also bin ich sehr zufrieden."

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