• 18. Juli 2022 · 13:48 Uhr

Aston Martin: "Hut ab" vor Sebastian Vettel und Lance Stroll

Teamchef Mike Krack erklärt die Schwierigkeiten des Aston-Martin-Teams und wie die Piloten damit umgehen - Updates bleiben unter den Erwartungen

(Motorsport-Total.com) - Die Formel-1-Saison 2022 hat sich Aston Martin sicherlich auch anders vorgestellt. Mit gerade einmal 18 Punkten aus elf Saisonrennen liegt das britische Team mit Platz neun nur auf der vorletzten Stelle der Konstrukteurswertung. Im vergangenen Jahr hatte man zu diesem Zeitpunkt 48 und 2020 sogar schon 120 Zähler gesammelt.

Sebastian Vettel, Lance Stroll

Sebastian Vettel und Lance Stroll lachen in der Aston-Martin-Garage Zoom Download

Trotz aller Schwierigkeiten des AMR22, der im Verlauf der Saison mit großen Updates schon einige Male runderneuert wurde, ist Teamchef Mike Krack stolz auf seine beiden Piloten Sebastian Vettel und Lance Stroll, wie sie mit der Schwächephase des Teams umgehen.

"Zu beiden Fahrern müssen wir wirklich sagen: 'Hut ab', wie sie mit der Situation umgehen und wie konstruktiv sie weiterhin mitarbeiten. Es gibt wirklich nie böse Worte. Wir versuchen einfach, gemeinsam da raus zu kommen und sie geben uns sehr gutes Feedback", sagt Krack.

Krack: "Unsere Performance ist nicht gut genug"

"Dabei wäre es für sie so einfach, frustriert zu sein, aber das passiert nicht. Sowohl Lance als auch Sebastian sind in allen Meetings sehr konstruktiv und es mangelt ihnen nicht an Antrieb und Motivation."

Auf die bisherige Saison angesprochen, resümiert der Aston-Martin-Teamchef: "Wie wir wissen, hatten wir nicht gerade einen berauschenden Saisonstart, aber dann sind uns einige Strecken vor Silverstone entgegengekommen, weil sie zur Charakteristik des Autos passten."

"Aber die letzten beiden Rennen haben uns erneut aufgezeigt, wo wir eigentlich stehen. Unsere Performance ist einfach nicht gut genug, dass haben wir in Silverstone und Spielberg gesehen. Wir müssen uns dort rausarbeiten."

Aston-Martin-Updates haben Erwartungen nicht erfüllt

"Die Fahrer beklagen sich hauptsächlich über den Grip und die Balance. Wenn man ein Auto hat, was nicht schnell genug ist, dann versucht man, richtig hart zu pushen. Manchmal treibt man es aber zu weit, wodurch Balanceprobleme entstehen."

Krack deutet zudem an, dass die umfassenden Upgrades am Aston Martin weniger als erhofft gebracht hätten: "Die Upgrades haben funktioniert und uns einen Schritt nach vorne gebracht. Es ist aber ein Schritt, der nicht groß genug ist. Die grundlegenden Probleme, die das Auto hat, sind trotzdem nicht gelöst worden."

"Generell haben wir in den schnellen Ecken zu kämpfen, was in Kanada und Baku kein Problem war. In den langsamen Kurven ist unser Auto ganz ok, aber sobald es schnelle Kurven gibt, fehlt uns etwas", erklärt er.

Krack: Schwache Performance in Silverstone und Spielberg schon vorher klar

Somit könnte der Grand Prix von Ungarn vor der Sommerpause für Aston Martin eine gute Möglichkeit sein, wieder in die Punkte zu fahren, denn der Hungaroring zeichnet sich vor allem durch seine Reihe an langsamen und mittelschnellen Kurven aus.


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Krack will sich darauf jedoch nicht verlassen möchten: "Ich persönlich freue mich auf alle Strecken, denn ich glaube, das ist der Grund, warum wir alle hier sind. Es gibt also keine einzige Strecke, auf der ich sagen würde, dass ich dort nicht fahren möchte, weil die Leistung des Autos schlecht ist."

"Es ist also eine Herausforderung. Wir wussten, als wir nach Silverstone oder nach Österreich kamen, dass es schwierig werden würde, aber trotzdem versucht man, das Maximum herauszuholen und das Auto so weit wie möglich nach vorne zu bringen. Und wenn es nicht so klappt, wie man es erwartet, dann muss man es beim nächsten Mal härter angehen."

Fokus bei Aston Martin schon auf 2023?

Krack hält sich zudem bedeckt, ob man bei Aston Martin in Erwägung zieht, die Entwicklung des diesjährigen Autos einzustellen, um sich auf die Saison 2023 zu fokussieren. Auch einen Konzeptwechsel seines Teams lässt er offen.

"Das ist eine sehr schwierige Entscheidung", sagt er. "Natürlich will man das Jahr nicht in der Situation beenden, in der wir jetzt sind. Aber man will auch keine Kompromisse für das nächste Jahr eingehen. Wir müssen also sehr sorgfältig abwägen, was wir jetzt tun können, um uns ein wenig aus dieser Situation zu befreien, ohne das Auto für das nächste Jahr zu gefährden."

"Es gibt eine Menge Diskussionen mit unseren Technikern, und wir müssen wirklich die richtige Balance finden. Ich denke, sie haben verstanden und wissen auch, was für die Zukunft zu tun ist. Aber es ist auch eine Frage der Zeit und der finanziellen Mittel, was man jetzt tut", erklärt er.

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