• 07. Juni 2022 · 16:41 Uhr

Steiner mit Warnung in Richtung Mick Schumacher: In Baku bitte keinen Unfall!

Haas-Teamchef Günther Steiner mahnt seine Piloten beim Formel-1-Wochenende in Baku zur Vorsicht - Unfälle wären aus logistischer Sicht sehr schmerzhaft

(Motorsport-Total.com) - Nachdem das Haas-Formel-1-Team in der laufenden Saison 2022 bereits eine große Menge an Unfallschäden vermelden musste, richtet Teamchef Günther Steiner vor dem Rennwochenende in Aserbaidschan den mahnenden Zeigefinger auf seine Piloten, auf dem engen Straßenkurs Vorsicht walten zu lassen.

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Mick Schumacher sorgte bereits einige Male für Kleinholz bei Haas Zoom Download

Besonders vor dem Hintergrund, dass das folgende Rennen bereits eine Woche später auf der anderen Seite der Welt in Kanada stattfindet und die Logistik ohnehin schon ziemlich große Kopfschmerzen bereitet, hofft Steiner auf ein unfallfreies Wochenende.

"Wir haben nur wenige Tage Zeit, um uns dann in Montreal einzurichten", sagt er. "Wenn man also einen Schaden am Auto hat, wird es noch schwieriger. Daher hoffen wir, dass wir in Baku keine Schäden haben werden."

Mick Schumacher: Im Vergleich zu Monaco ist Baku sogar breit

Vor allem Mick Schumacher hat in der aktuellen Saison auf den Straßenkursen einiges an Kleinholz produziert. In Dschidda crashte er im Qualifying, worauf er beim Rennen am Sonntag mangels Ersatzteilen passen musste, während er beim vergangenen Rennen in Monaco seinen VF-22 erneut in die Mauer setzte. In beiden Fällen zerlegte es den Haas dabei sogar in zwei Teile.


Fotostrecke: Die Bilder zum Unfall von Mick Schumacher im Qualifying in Dschidda

"Baku und Monaco sind sehr unterschiedlich, es kommt also darauf an, sich schnell anzupassen. Ich denke, Baku wird sich im Vergleich zu Monaco sogar ziemlich breit anfühlen", blickt Schumacher auf das Wochenende am Kaspischen Meer voraus.

"Die Strecke besteht eigentlich aus zwei unterschiedlichen Teilen, einen sehr schnellen und einen sehr kniffligen und engen Teil", erklärt Steiner. "Ich denke, mit unserem Auto haben wir gute Fortschritte in Spanien mit dem Set-up gemacht, sodass es im Moment unter allen Bedingungen gut funktionieren sollte."

Mick Schumacher hofft auf Punkte

"Wir müssen einfach den Sweet-Spot bei der Abstimmung treffen und dann können wir auch ein gutes Ergebnis erzielen, wie wir es in Spanien und Monte Carlo hätten erreichen können, wenn die Dinge anders gelaufen wären", erklärt der Haas-Teamchef.

Schumacher vermutet, dass es in Aserbaidschan mit der langen Geraden "mehr Action und mehr Überholmanöver" geben wird, obwohl seiner Meinung nach der DRS-Effekt in diesem Jahr nicht mehr so stark wie in den Vorjahren ist.

"Dafür kann man jetzt viel näher auffahren, sodass wir das DRS vielleicht ohnehin nicht brauchen, um vor der ersten Kurve zu überholen." Der Deutsche blickt zudem optimistisch auf das Wochenende in Aserbaidschan, da er im vergangenen Jahr mit Platz 13 eines seiner besten Resultate der Saison einfahren konnte.

"Ich hoffe sehr, dass wir ein noch besseres Rennen haben werden, da unser Auto nun viel konkurrenzfähiger ist. Wir sollten also in einer guten Position für Baku sein, vor allem, weil unser Auto bisher auf jeder Strecke gut funktioniert hat."

Vielleicht sind somit am kommenden Wochenende die ersten Formel-1-Punkte für Mick Schumacher möglich. Sollte es erneut nicht klappen, besteht allerdings direkt eine Woche später auf dem Circuit Gilles-Villeneuve die nächste Chance für den Deutschen, die Durststrecke zu beenden.

9.000 km Luftlinie nach Kanada - Steiner fordert regionalen Kalender

Mit einer Luftlinie von knapp 9.000 Kilometern und etwa 13,5 Stunden Flugzeit von Baku ist Kanada geografisch gesehen alles andere als ein Nachbarland von Aserbaidschan, weshalb Rufe nach einem in geografische Blöcke gegliederten Rennkalender lauter werden. "Es ist eine große Herausforderung, von einem Kontinent zum nächsten zu reisen. Es wird eine lange Reise und das Team arbeitet sehr hart, dass alles funktioniert", sagt Steiner.

"Was die Pläne für die nächste Saison angeht, wäre es toll, wenn wir die Rennen regional kombinieren könnten", sagt der Haas-Teamchef. "Ich weiß, dass Stefano Domenicali sehr hart daran arbeitet, und es wird nächstes Jahr in die richtige Richtung gehen."

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