• 01. März 2022 · 21:10 Uhr

FIA-Sanktionen gegen Russland: Rennen abgesagt, Masepin darf fahren

Die FIA hat auf den Krieg in der Ukraine reagiert, sagt den Grand Prix von Russland ab, schließt russische Fahrer aber nicht aus ihren Rennserien aus

(Motorsport-Total.com) - Der Automobil-Weltverband FIA hat am Dienstagabend in einer Sondersitzung seines Motorsport-Weltrats entschieden, den Grand Prix von Russland in Sotschi 2022 abzusagen, russische Rennfahrer aber weiterhin in der Formel-1-Weltmeisterschaft an den Start gehen zu lassen.

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Die FIA hat den Grand Prix von Russland jetzt doch endgültig abgesagt Zoom Download

Nikita Masepin (Haas) ist aktuell der einzige russische Pilot im Feld - und zumindest seitens der FIA muss er sein Cockpit nicht räumen. Allerdings darf er nicht mehr unter russischer Flagge antreten, denn die ist ab sofort (ebenso wie die Nationalhymne) bei allen FIA-sanktionierten Veranstaltungen verboten.

Ob Masepin weiterhin Formel 1 fahren wird, bleibt dennoch offen. Denn selbst wenn ihm seitens der FIA keine Steine in den Weg gelegt werden, könnte ihm sein amerikanischer Arbeitgeber, das Haas-Team, die Zusammenarbeit aufkündigen. Haas war am Dienstagabend auf Anfrage nicht zu einer Stellungnahme bereit.

Masepin und andere russische und belarussische Rennfahrer in anderen FIA-Motorsportserien dürfen demnach weiterhin teilnehmen, allerdings nur noch unter neutraler FIA-Flagge. Russische und belarussische "Nationalteams", wie es in der Aussendung der FIA heißt, werden hingegen ab sofort aus allen FIA-Wettbewerben ausgeschlossen.

Außerdem hat die FIA nach einem zunächst schwammig formulierten Statement der Formel 1 nun endgültig entschieden, den Grand Prix von Russland, der am 25. September in Sotschi stattgefunden hätte, wegen "höherer Gewalt" abzusagen. In Russland oder Belarus sind bis auf weiteres keine FIA-sanktionierten Motorsportveranstaltungen mehr gestattet.

Die FIA reagiert damit auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. FIA-Präsident Mohammed bin Sulyaem erklärt: "Wir verurteilen die russische Invasion der Ukraine und sind in Gedanken bei all jenen, die an den Folgen dessen, was gerade in der Ukraine passiert, zu leiden haben."

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