• 23. Februar 2022 · 17:08 Uhr

Fahrer bestätigen ersten Eindruck: Sicht mit neuen Autos schlechter geworden

Wie sehr sich die Perspektive für die Fahrer der Formel-1-Autos 2022 verändert und wie lange es dauern wird, bis sich jeder Fahrer daran gewöhnt haben wird

(Motorsport-Total.com) - Das Racing soll besser werden mit dem neuen Formel-1-Reglement. Mindestens eine Sache aber wird schlechter: Die Fahrer beschweren sich schon jetzt über die Sicht in den Formel-1-Autos für die Saison 2022. Die Perspektive aus dem Cockpit heraus sei "definitiv schwieriger" als in der Vergangenheit, meint etwa McLaren-Mann Daniel Ricciardo.

Daniel Ricciardo im McLaren MCL36 für die Formel-1-Saison 2022 bei untergehender Sonne

Daniel Ricciardo im McLaren MCL36 für die Formel-1-Saison 2022 bei untergehender Sonne Zoom Download

Und er wirbt sogleich um Verständnis: "Das Thema ist schwer nachvollziehbar, weil in der Formel 1 halt nicht jedermann ins Auto hüpfen und selbst erleben kann, wie es ist. Und selbst die Onboard-Bilder von oben zeigen so viel mehr [als das, was der Fahrer wirklich sieht]. Man hat dann zwar den Eindruck, mitzufahren, aber es trifft die Perspektive des Fahrers überhaupt nicht."

"Was ich damit sagen will: Man sieht [im Auto] gar nicht so viel, und dieses Jahr ist es noch weniger", erklärt Ricciardo.

Warum sich die Sicht für 2022 verschlechtert hat

Schuld daran sind einerseits die größeren Pirelli-Reifen und die größeren Formel-1-Räder (jetzt: 18 Zoll), andererseits aber auch die neuen Luftleitbleche, die die Vorderräder teilweise verdecken und darüber hinausragen.


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Das sei gewöhnungsbedürftig für die Fahrer im Fahrzeug, sagt Ricciardo, aber man werde sich auf die neuen Umstände einstellen. "Man sucht sich schon seine Referenzpunkte", meint er. "Mit der Zeit wird es einfacher. Und die Sicht war wahrscheinlich nie richtig gut, seitdem man nicht mehr, wie in den alten Tagen, weit vorne und hoch im Auto sitzt."

Ob das Racing aber unter den veränderten Sichtbedingungen leiden wird? Ricciardo winkt ab: "Es gibt immer tote Winkel bei einem Auto. Du musst also deinen Instinkt nutzen, wenn es zu einem Rad-an-Rad-Duell kommt. Da werden wir uns in der Frühphase der Saison noch anpassen müssen. Nach ein paar Rennen dürfte sich das aber kaum mehr bemerkbar machen."

Perez: Nur eine "Frage der Zeit"

Auch Red-Bull-Fahrer Sergio Perez hält es für eine "Frage der Zeit", bis die Umstellung auf die 2022er-Perspektive erfolgt ist. "Man muss sich sicherlich auf die schlechtere Sicht einstellen", meint er. "Wir alle werden herausfinden, wie man das optimieren kann. Doch bei der Sitzposition kannst du eigentlich nicht viel machen. Also müssen wir uns umgewöhnen."

Letzteres glaubt Ex-Champion Lewis Hamilton nicht. Er verweist auf eine "ähnliche Sicht" nach vorne wie bisher, fügt aber hinzu: "Ich sitze wahrscheinlich ein bisschen zu tief im Auto, weil ich im Moment viel vom Himmel sehe. Ich werde mir ein Polster oder sowas besorgen, damit ich höher sitze."

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