• 27. August 2021 · 12:29 Uhr

Motorenstrafen: McLaren spricht sich gegen Verstappens Idee aus

McLaren-Teamchef Andreas Seidl hält nichts von einer Regeländerung, um zusätzliche Motorenteile nach unverschuldeten Unfällen einsetzen zu dürfen

(Motorsport-Total.com) - McLaren-Teamchef Andreas Seidl hat sich gegen die Idee von Max Verstappen ausgesprochen, bei unverschuldeten Schäden zusätzliche Motorenteile einbauen zu dürfen, die nicht zu einer Strafversetzung führen. Seidl begründet diese Haltung vor allem mit der Schwierigkeit, festzulegen, wann ein solcher Wechsel gerechtfertigt wäre und wann nicht.

Andreas Seidl

Andreas Seidl spricht sich gegen eine Regeländerung aus Zoom Download

So habe es in der Vergangenheit schon öfters solche Diskussionen gegeben, das Reglement anzupassen. "Wir sind immer wieder bei dem Ergebnis gelandet, dass es einfach schwierig ist, herauszufinden, was ein durch einen Crash verursachter Schaden ist und was nicht", sagt Seidl.

Vor dem Rennwochenende der Formel 1 in Spa-Francorchamps wurde bestätigt, dass Verstappens Motor, den er bei seinem schweren Unfall mit Lewis Hamilton in Silverstone im Heck hatte, nicht zu reparieren ist. Damit scheint es unausweichlich, dass der Red-Bull-Pilot im Laufe der Saison eine vierte Powerunit einsetzen muss, was zu einer Strafversetzung in der Startaufstellung führen wird.

Seidl: Motorenschäden sind einfach Pech

Auch sein Teamkollege Sergio Perez musste nach seiner unverschuldeten Kollision in Ungarn einen Motor abschreiben, dem Mexikaner droht dasselbe Schicksal. Verstappen hatte sich daher dafür ausgesprochen, das Regelwerk anzupassen.


Donnerstag Spa: Mercedes-Fahrer 2022 schon fix?

Video wird geladen…

Donnerstag Spa: Mercedes-Fahrer 2022 schon fix?

Warum wir glauben, dass die Entscheidung bei Mercedes für 2022 schon gefallen ist. Und was es sonst Neues vom Transfermarkt in der Formel 1 gibt. Weitere Formel-1-Videos

"Wenn jemand in dich crasht und du Schäden davonträgst und durch die Regeln einen zusätzlichen Motor benutzen musst, dann ist das nicht, wie es sein sollte. Es sollte da etwas mehr Spielraum geben", meint der Niederländer.

Seidl sieht das jedoch anders. "Ich denke, aus unserer Sicht sind wir glücklich mit den Regeln. Das ist Teil des Spiels", meint er. Situationen wie bei Red Bull jetzt seien einfach "Pech". Ähnlich hält es der Bayer mit dem Vorschlag von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto, der vor dem Hintergrund der Budgetgrenze anregte, Unfallverursacher für die Schäden der anderen Teams aufkommen zu lassen.

Budgetgrenze "Teil der Herausforderung"

"Wir hatten viele Diskussionen, als die Budgetgrenze eingeführt wurde, und niemals hat irgendjemand darüber gesprochen, dass die Budgetgrenze ohne Unfälle gelten sollte", sagt Seidl. "Das ist einfach ein Teil der Herausforderung, in der wir uns befinden. Man muss zu Beginn des Jahres einen bestimmten Anteil des Budgets für Zuverlässigkeitsprobleme oder Unfälle einberechnen und damit über das Jahr zurechtkommen", erklärt er.

Verstappen zeigte sich gegenüber Binottos Vorschlag offen. Das Wissen, dass verursachte Unfälle das eigene Team finanziell belasten könnten, würde bei einigen Fahrern zu einem Umdenken führen. "Dann wären mehr Leute in der ersten Runde vernünftiger", glaubt der 23-Jährige.

Anzeige
Anzeige

Aktuelles Top-Video

Rennen Saudi-Arabien: Jetzt eskaliert der Krieg!
Rennen Saudi-Arabien: Jetzt eskaliert der Krieg!

Hamilton gewinnt den völlig verrückten Grand Prix von Saudi-Arabien vor...

Fotos & Fotostrecken

F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
Sonntag
F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
Samstag

F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
Freitag

F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
F1: Grand Prix von Saudi-Arabien (Dschidda) 2021
Technik

Formel-1-Technik: Detailfotos beim Saudi-Arabien-Grand-Prix 2021
Formel-1-Technik: Detailfotos beim Saudi-Arabien-Grand-Prix 2021
Formel1.de auf YouTube

Formel-1-Quiz

Wann fuhr letztmals ein Formel-1-Auto mit der Startnummer 13 auf der Strecke?

Top-Motorsport-News

BMW-M2-Cup auch 2022 bei der DTM: Kalender enthüllt, Tolimit bleibt Partner
DTM - BMW-M2-Cup auch 2022 bei der DTM: Kalender enthüllt, Tolimit bleibt Partner

WEC 2022 mit neuem LMP2-Team und Nico Müller
WEC - WEC 2022 mit neuem LMP2-Team und Nico Müller

Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien mit kurzfristig veränderter Route
Dakar - Rallye Dakar 2022 in Saudi-Arabien mit kurzfristig veränderter Route

Analyse von Casey Stoner: Was Ducati 2021 den MotoGP-Titel kostete
MotoGP - Analyse von Casey Stoner: Was Ducati 2021 den MotoGP-Titel kostete
Tickets
Formel 1 App

Folge Formel1.de